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Artwork der CD

Motörhead: Motörizer

49 % Motherfucker – 51 % Son of a Bitch!
Wertung: 8/10
Genre: Rock`n`Roll
Spielzeit: 39:2
Release: 29.08.2008
Label: Steamhammer/SPV

Nun gibt es die Band schon 33 Jahre, ihr Frontmann Lemmy Kilmister ist 63 Lenze alt. Er und seine Band haben unzählige Bands beeinflusst und sich mit Liedern wie „Ace Of Spades“ selbst ein glorreiches Denkmal gesetzt. Das letzte Album “Kiss Of Death“ schaffte es, die deutschen Charts zu entern und kam bis auf Platz 4. Da darf man schonmal gespannt sein, was mit „Motörizer“ passieren wird. Eins ist auf jeden Fall klar: Auch trotz des Alters wird Lemmy wohl niemals leise werden und das ist auch gut so.

„Runaround Man“ eröffnet den dreckigen Rock`n`Roll Reigen. Zügig hämmert sich Motörhead durch den Song. Eine coole Abgehnummer in bester Motörhead-Tradition. Das Trio weiß auch heute noch, wie man einen Großteil der Konkurenz blass aussehen lässt.

„(Teach You How To) Sing The Blues” ist dann nur etwas langsamer und eigentlich nicht so wirklich im Blues verwurzelt, da war „Whorehouse Blues“ schon was anderes. Aber hier geht es auch textlich etwas tiefgründiger zur Sache und weniger um einen Sängerwettstreit. Eine richtig gute Nummer mit leichtem Kultcharakter.

„When The Eagle Screams“ donnert dann recht „normal“ daher. Guter Song, aber auch trotz des guten Gitarrensolos von Phil Campbell nicht wirklich herausragend, was aber nichts über die vorhandene Qualität aussagt, da Motörhead seit Jahrzehnten einen konstanten Qualitätslevel erreicht haben, den sie auch nicht unterschreiten.

„Rock Out“ schickt sich dann schon eher an, ein eingängigeres „Ace Of Spades“ zu werden. Der Song pusht den Hörer kräftig und sorgt für Kopfbewegung, welche nur kurzzeitig unterbrochen wird, um den Arm nach oben zu reißen und inbrünstig „Rock Out“ zu skandieren. Ja, was will man mehr?

„One Short Life“ besitzt dann auch etwas mehr Bluesgene. Langsam schleppt sich der Song voran. Lemmy`s Bass donnert und auch Mikkey Dee`s Schlagzeug sorgt für gehörig Groove. Stark, ich mag die geringfügig langsameren Stücke von Motörhead. Sie bieten mehr Gitarrensoli und grooven einfach mehr. Die Nackenmuskulatur kann sich auch ein wenig erholen und vom Whisky wird auch nicht soviel verschüttet.

„Buried Alive“ verfolgt dann mehr die „Rock Out“-Schiene und gibt einfach nur Gas. Nicht schlecht, aber Track Nummer 4 gefiel mir noch einen Tick besser. Richtig herzenswarm wird es dann, wenn „English Rose“ nur mit Lemmy`s nicht gerade zarter Stimme eröffnet wird. Irgendwo für Motörheadverhältnisse ein wenig balladesk angehaucht, aber keine Sorge, auch hier wird nicht mit Power gespart. Ein echtes Highlight, welches sicher auch live richtig Partystimmung erzeugen wird.

„Back On The Chain“ weiß da nicht ganz mitzuhalten. Irgendwie recht unspektakulär hämmert der sehr auf die Drums abgestimmte Track daher. Der Gesang klingt bei weitem nicht so heiser und verraucht wie sonst. Also für Motörhead schon ein wenig überraschend.

„Heroes“ ist dann fast schon modern geraten. Ein genialer Chorus mit Backgroundgesang verwundert zwar im ersten Moment, entfaltet aber eine ungeheure Stimmung. Lemmy`s bedrückter, fast schon ein wenig melancholisch anmutender Gesang in dem hier im Midtempo gehaltenen Song ist schon eine Klasse für sich. Das Gitarrenriff klingt zwar irgendwie nicht ganz unbekannt, aber insgesamt bekommt man so stimmungsmäßig das Gefühl, die Band hätte gerade eine nicht siegreiche Schlacht geschlagen und rafft sich erschöpft auf, um die nächste Herausforderung anzunehmen.

„Time Is Right“ donnert dann wieder im zügigeren Tempo vorbei. Dieses Stück kann allerdings nach „Heroes“ nicht so wirklich punkten, auch wenn Phil mal wieder ein sehr schönes Solo raushaut. Den viel zu frühen Abschluss bildet dann der Song „The Thousand Names Of God“. Ein Midtemporocker mit fordernder einprägsamer Gesangslinie.

Fazit: Kein bisschen leise sind sie geworden, auch wenn ich ein wenig überrascht war, dass man sich wirklich mal um ein wenig Veränderung bemüht hat. Aber bevor jetzt die große Sorge aufkommt: Motörhead wären nicht mehr Motörhead, nein, Motörhead sind immer noch Motörhead und werden auch immer Motörhead bleiben. Die Veränderungen sind eigentlich nur kleine Schritte, die aber aufgrund der eher wenig experimentellen Vergangenheit schon aufhorchen lassen. Aufgrund des Kultstatus wollen wir auch ausnahmsweise die lediglich 39 Minuten Spielzeit außen vorlassen. Das Album ist, wie jedes Album der Band zuvor, ein Pflichtkauf. Provokative Texte bekommt man wie immer. Knallende Songs, die der Nackenmuskulatur schaden können, bekommt man wie immer. Nur wird etwas mehr variiert.

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