Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Mother's Finest: Live At Rockpalast

Ein weiteres Muss für Klassik Rock Fans
keine Wertung
Genre: Funk Rock
Spielzeit: 140:26
Release: 27.04.2012
Label: MIG Music

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das ist eine der besten Veröffentlichungen aus der Rockpalast-Reihe, die bisher erschienen ist. Dazu sei aber gleich auch gesagt, dass dieser Umstand mitnichten nur der Band zu verdanken ist. Alleine die Datenmenge auf der DVD ist schon beeindruckend. Die Zusammenstellung von zwei Konzerten, einmal im Jahr 1978 und einmal im Jahr 2003, ist schon eine Besonderheit. Dazu gesellt sich der typische „Rockpalast“-Flair. Additiv kommt zu der eh schon beachtlichen Veröffentlichung nun auch noch eine phänomenale Band, die Live mit Sicherheit abgegangen sein muss wie ein Schnitzel. Mother's Finest rocken wie die Hölle. Das muss man so sagen.

Die DVD startet mit dem Auftritt in der Essener Gruga Halle am 4. und 5. März 1978. Zehn Lieder wurden für die DVD zusammengeschnitten und alle zehn platzen beinahe vor Spannung und Emotion. Einen großen Teil dieser Emotionen muss man den Gesangsparts zuschreiben. Joyce Kennedy und Glenn Murdock stehen so überzeugend auf der Bühne, dass es eine Freude ist, den beiden zuzusehen. Die Faszination kommt dabei nicht zuletzt von der Exotik, die die Frontsängerin ausstrahlt. Noch dazu ist die Dame mit einer beachtlichen Stimme gesegnet, die sie auch zu nutzen weiß. Alleine dieses Konzert wäre die Anschaffung für jeden Funk- und Rockfan schon leicht wert.

Damit ist aber noch nicht Schluss. Es gibt noch ein weiteres Konzert auf der Scheibe. Dieses hat ganze 25 Jahre später stattgefunden.

In deutlich heimeligerer Atmosphäre wurde der zweite Auftritt der Band aufgenommen. Der Gig auf der Burg Satzvey fand vor wesentlich kleinerem Publikum statt. Dafür war die Stimmung mindestens genauso gut. Da die Band in nach wie vor fast identischer Besetzung zu früher unterwegs ist, verwundert es nicht sonderlich, dass auch die Energie des Liveauftritts beinahe identisch mit dem von 1978 ist. Natürlich sind die Musiker gealtert und natürlich sieht man das auch. Das macht aber einen großen Reiz der Scheibe aus. Hier hat man die Möglichkeit, die gleiche Band in einem Abstand von 25 Jahren zweimal zu erleben. Wenn man nicht hinsieht, dann kann man die Lieder nur sehr schwer dem einen oder dem anderen Auftritt zuordnen, zu identisch klingen die beiden Gigs.

Nun zu den alles entscheidenden Fragen: Wer und warum? Wer sollte sich die Scheibe holen und warum sollte man das tun? Die Antwort ist in diesem Fall einfach. Wer sich die DVD holen soll, ist leicht beantwortet. Wer auch immer nur irgendwie einmal Kontakt mit der Band hatte, der muss hier fast zuschlagen. Wer auf Independent Rock und Funk Musik steht, der darf hier nicht vorbeigehen. Das Warum ist auch simpel beantwortet. Hier gibt es so viel Musik in so hoher Qualität für ein paar Kröten, dass man, selbst wenn man die Musik gar nicht, mag fast versucht sein sollte, die DVD mit einzupacken.

Würde es eine Wertung geben, dann käme mit Sicherheit ein Wert von deutlich über Acht heraus.

comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest