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Mostly Harmless: Butterfly Effect

Wiedererkennungsfaktor 10! Innovativ hoch 10! Zeitgemäß hoch 10!
Wertung: 10/10
Genre: Nu Metal
Spielzeit: 44:15
Release: 04.12.2006
Label: Colibri Records

Mostly Harmless: Stammen aus der schönen Schweiz, genauer gesagt aus Basel..Die Musik der Jungs: Grob gesagt kann man die Mucke in der Schnittmenge zwischen Nu Metal und Melo-Core wiederfinden. Nun die Frage, die mein Hirn zu zermartern droht: Warum?  Warum hab ich nicht schon früher diese Musik der Jungs, zu finden in ebendieser Schnittmenge, kennengelernt? Was habe ich da bloß alles verpasst? Mostly Harmless gibt es bereits seit 1995, die aktuelle Besetzung besteht aus Javi (Bass), Hampe (Gitarre), Alex (Vocals) und Marcelo (Drums). Und „Butterfly Effect“ ist bereits die vierte Veröffentlichung der Jungs.

Brutal geshoutete Vocals, die stellenweise sehr an Slipknot erinnern, treffen auf fragil anmutende Momente. Dazu gibt es Songtexte in englischer und auch in spanischer Sprache, die einen weiteren Einzigartigkeitsfaktor der Musik von Mostly Harmless ausmachen. Zusammen mit ausgefeiltem Songwriting und dem Wandeln auf neuen, noch gar nicht ausgetretenen Wegen ergeben sich auf „Butterfly Effect“ zwölf Songs, die in ihrer Intensität und Frische und ihrem ureigenen Charakter den Hörer genauso vollends faszinieren wie ein wunderschöner Schmetterling.

Hier brachial und im nächsten Atemzug wieder fragil, zart und zerbrechlich wie die Flügel eines Schmetterlings. So funktioniert diese Musik und es wird wohl so nicht mehr lange dauern, bis diese Jungs ihre Fanbase um einiges erweitern werden können.

„Times“ beginnt fragil mit akustischen Gitarren, bis sofort schon fast alle Facetten der Band aufgefahren werden: Die brachialen Growls, die auch so sehr schöne Gesangsstimme, dazu die brachiale Rhythmussektion und die genialen Melodien durch die Gitarre zeigen in diesem flotten Opener, worauf es bei Mostly Harmless ankommt: Auf eine perfekte Symbiose aus diesen ganzen Stilelementen. Und wenn das dann auch noch so brilliant gemacht wird, macht das gleich doppelt Spaß!

„Unlike“ startet mit diesem unbarmherzigen Brachial-Sound, wie man ihn auch bei Slipknot findet. Doch Mostly Harmless wären nicht Mostly Harmless, wenn sie nicht auch in diesem Song mit all ihren anderen Trümpfen aufspielen würden. So wechseln sich diese heftigen Parts ab mit ruhigeren Momenten, was einfach absolut einzigartig ist … Hab ich in dieser genialen Form zuvor noch nicht gehört … Klasse!

Mein erstes absolutes Lieblingsstück folgt mit „Mariposa“, das mit der schönen Gesangsstimme von Alex im zunächst ruhigeren Fahrwasser startet. Dann vernimmt man im Refrain – quasi im Hintergrund – wieder diese Grunts … ich bin sprachlos, weil wunschlos glücklich! „I´m okay … I´m alright …“, ja, das kann ich ohne weiteren Kommentar so stehen lassen. Dies ist dann auch der erste Song, bei dem man auch diese spanischen Lyrics vernehmen kann, was einfach nur sehr, sehr gut klingt! Dieser Song vereint alles, einfach alles, worauf es mir persönlich ankommt. Danke, Jungs!

Heftig wird´s dann bei „Evolution“: Headbanging ist hier garantiert und auch live wird dieses Stück den Fans vor der Bühne so ziemlich alles abverlangen, denn hier lassen die Jungs die Leinen los und geben die Bahn frei für diesen temporeichen und äußerst energiegeladenen Song. Besonders eindrucksvoll sind hier wieder diese Brachialgrunts im Gegensatz zu den Cleanvocals.

Gar zerbrechlich dagegen startet „Epiphany“, ein Song ganz im Zeichen der Melancholie. Die Grunts setzen auch hier wieder die powervollen Zeichen. Schon dem ersten Durchlauf habe ich diesen Song einfach nur geliebt! „Libertad“ – ein weiteres wunderschönes, energetisch aufgeladenes Stück komplett in spanisch vorgetragen.

In „Choices“ überwiegen dann einmal eindeutig die Cleanvocals, die Grunts darf man nur im Refrain hören. Flüstern hört man dann eingangs des krachenden „Loyality“. Der Kopf wippt unwiderruflich und wie automatisch mit. So muss das sein! Zweisprachig geht´s hier so richtig zur Sache. Ein weiterer Song, der das Prädikat „sehr gut“ von mir erhält!

Man vermutet von den ersten clean vorgetragenen Worten von Alex in „Partido“ nun ganz und gar nicht, dass es anschließend nahtlos so dermaßen zur Sache gehen wird, Überraschungseffekt inklusive also! Dieser Song ist ein Paradebeispiel für die den Jungs ureigene Gabe, Brachialparts mit fragilen Momenten in Einklang zu bringen und dies nicht nur gedankenlos aneinandergetackert wirken zu lassen.

„Disconnected“ kommt danach, insgesamt gesehen, wieder forscher durch die Boxen. „Confession“, teils wieder in spanischer Sprache, haut einem auf der Zielgeraden des Albums so in die Fresse, dass einem ein wohliges Grinsen ins Gesicht zaubert.

Den Abschluss bildet „Visión“, das zusammen mit Black Tiger, einem Baseler Hip Hopper, eingesungen wurde. Zu diesem Song gibt es inzwischen auch ein Video. Hier wird nochmal alle Power ausgespielt, welche die Jungs aufbieten können. Auch Black Tiger macht eine gute Figur, obwohl ich solchen Symbiosen eigentlich eher immer skeptisch gegenüber stehe.

Soundmäßig ist auch alles richtig gemacht worden. Die Songs knallen ohne Powerverlust aus den Boxen und vermitteln auch in den ruhigen Momenten alles, worauf es in den Songs der Schweizer ankommt. Und zudem kommt die CD in einer Digipak-Aufmachung zu Euch, ewnn Ihr sie über die Band-HP bestellt. Extrem professionell aufgemacht braucht sich dieses DigiPak absolut nicht hinter den Exemplaren der großen Bands zu verstecken. Auf der Band-HP könnt ihr euch die Songs anhören und auch, wie die komplette CD ordern.

Fazit: Absolut einzigartig ist das, was da die vier Jungs aus dem Alpenland da gezaubert haben. Jeder, der mit Nu Metal und Konsorten etwas anfangen kann, erhält hiermit meine Anweisung, sich die Musik der Jungs anzuhören. Worauf wartet ihr jetzt noch? Los, hören!!!

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