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Mosfet: Screwing The Devil

Niveau-Alarm!
Wertung: 5/10
Genre: Thrash´n´Roll/Modern Metal
Spielzeit: 45:07
Release: 18.09.2015
Label: Office4Music

Die Österreicher Mosfet sind live eine ziemlich geile Angelegenheit. Die Band knüppelt ihre Songs immer mit ziemlicher Wucht in den Zuschauerraum und auch Sänger Philipp ist eine wahre Animierschlampe. Deshalb geht live wirklich die Post ab, wenn Mosfet auftreten.

Hier geht es aber nicht um die Künste der Band, wenn sie sich gerade auf der Bühne befindet, sondern um die inzwischen dritte Platte. Leider. Denn jede Liverezension über die Truppe wäre leichter aus einem positiven Licht zu betrachten als vor allem die Texte auf „Screwing The Devil“. Wenn man jetzt den schon überaus dämlichen CD-Titel energisch ignoriert und die Scheibe trotzdem ins Abspielgerät einführt, dann wirkt der erste Eindruck nicht verkehrt. Der Sound ist in Ordnung, die Riffs sind zweckentsprechend.  Der ganz große Wurf sind die Songs zwar nicht, aber da gibt es viele Platten auf dem Markt, die viel mehr Mist enthalten, aber trotzdem hoch bejubelt werden. Wenn man bedenkt, welchen geistigen Durchfall auch andere Bands verzapfen, dann muss man hier schon auch mit dem gleichen Maß messen.

Ziemlich groovig kommt die Platte im Allgemeinen daher. Einige Lieder heben sich aber in dieser Richtung ganz besonders hervor. Der Opener „Road Song“ ist da ein ganz gutes Beispiel. Nach einer kurzen akustischen Einleitung rockt die Nummer ganz schön los. Man bewegt sich kontinuierlich im Mid-Tempo-Bereich, aber durch vielerlei Variationen kommt keine Langeweile auf. Ein schneidiges Gitarrensolo rundet die Geschichte dann ab. Das erste Stück auf der CD ist also eine runde Sache. Relativ ähnlich, nur ein bisschen schneller, ist „From Rare To Done“ einzuordnen. Auch hier steht der Rhythmus im Vordergrund und es gibt ein ganz cooles Gitarrensolo. Inzwischen erweist sich allerdings der Gesang schon als recht monoton. Dieser Eindruck verdichtet sich mit zunehmender Spieldauer der Platte. Der kehlige Shoutgesang verharrt konstant auf dem gleichen Ton und es sind keinerlei Emotionen oder gar Variationen vernehmbar. Alleine wäre diese Tatsache auch vertretbar, aber langsam häufen sich die Verdachtsmomente, dass das Album keine große Leistung ist, doch.

Einen Lichtblick gibt es noch. Der „Hangover Blues“ ist ein recht gelungener Titel, der sich durchaus als partytauglich erweist. Das Teil scheppert schön, es gibt ein paar coole Wechsel im Ablauf und die Gitarristen plus Basser erweisen sich wieder mal als die tragende Säulen der Band. An der Saitenfraktion gibt es nicht viel zu meckern.

Doch alleine können die drei Mann es einfach auch nicht rausreißen. Hier sind schon umfangreiche Veränderungen notwendig, um in der oberen Liga mitzuspielen. Es ist gar kein Problem, wenn Texte schlüpfrig sind. Dann sollten sie aber wenigstens witzig, intelligent aufgebaut oder sonst wie interessant sein. Auch am Mikrofon sollte man sein Instrument, also die eigene Stimme beherrschen. Wie blöde würde es sich denn anhören, wenn die Gitarristen alle Lieder nur mit einem Akkord spielen würden? Da ist eigentlich der meiste Handlungsbedarf geboten.

Es bleibt dabei: Mosfet sind eine Truppe, die man sich live durchaus ansehen kann. Da geht ganz schön was ab. Der CD fehlt allerdings der Feinschliff. Textlich und musikalisch. Das ist jetzt schon so. Beim nächsten Album können die Österreicher es wieder besser machen.

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