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Mortal Infinity: Eternal War

Eine EP macht noch keine Welle, aber Durst auf mehr.
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 12:11
Release: 24.05.2010
Label: Eigenproduktion

Aus Altötting kommt eine Band, die den Grundstein zur New Wave Of German Thrash Metal legen will. Na, wenn das mal nicht selbstbewusst ist. Erst letztes Jahr gegründet, ist nun im Eigenvertrieb ihre erste Drei-Track-EP erschienen und trägt den verheißungsvollen Namen „Eternal War“. Die Band hört auf den etwas widersprüchlichen Namen Mortal Infinity. Dann wollen wir mal hören, was die Thrash Metal-Kombo so zu bieten hat.

 Ich muss sagen, ich bin erstaunt, welch tollen Einstieg die Band da vorlegt. Die Eröffnung brennt sich ohne Umschweife ins Hirn. Toll, was Frank Fiedler da in der ersten Minute am Schlagzeug abliefert. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, hier gibt es kein Feuerwerk oder technische Kunststückchen, nein, er variiert lediglich das Klangbild. Komisch, dass so etwas hier so deutlich auffällt. Dazu kräftige, verhalten galoppierende Gitarren, das klingt gut. Dann beginnt Marc Doblinger mit seinem Schreigesang. Das klingt teilweise ein wenig übersteuert, weiß aber durchaus seinen Reiz zu versprühen. 

Etwas druckvoller donnert dann „Shattered Remains“ daher. Die Band ist bemüht, ein wenig Abwechslung durch Tempowechsel in die Musik zu bringen, was auch von Nöten ist, da die Gitarrensalven nicht unbedingt genug Akzente zu setzen wissen. Nach gut zwei Minuten wird ein starker Mittelpart eingebaut, der richtig Lust auf mehr macht, dann aber wieder in das vorliegende Songthema entgleitet. Wirklich nicht zu verachten.

Schön Old School-artig beginnt dann auch „Slay Those Who Persecute“. Das hätte auch aus Urzeiten von Slayer und Konsorten stammen können, die, wie die Band ja auch unbekümmert zugibt, zu ihren Favoriten zählt. Und irgendwie wird im Verlauf des Songs klar, dass die Band immer dann punkten kann, wenn mal das Tempo ein wenig verschleppt wird. Der Gesang von Marc mag zwar mit das Auffälligste am Gesamtsound sein, will mir aber nur zum Teil schmecken, sorry Jungs. Die Gitarrenarbeit von Sebastian Unrath (Lead) und Thomas Harlander (Rhythmus) kann im Mittelpart mal wieder zusätzliche Punkte sammeln. Immer unterstützt von Basser Sigi Weinhart, der aber auch gerne etwas dominanter im Sound angesiedelt werden darf.

Fazit: Also, eine New Wave Of German Thrash Metal wird mit dieser EP sicher noch nicht gestartet, aber das Vorliegende kann sich durchaus hören lassen. Die Band ist noch recht neu und sehr gute Ansätze lassen sich deutlich erkennen. Das Potential ist da, man darf gespannt sein, wie sich die Band weiterentwickelt.

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