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Mors Principium Est: Liberation = Termination

Pflicht für jeden Melodic Death Metal-Fan
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal , Thrash Metal
Spielzeit: 38:13
Release: 02.03.2007
Label: Listenable Records

Ich weiss … ich weiss … ich hab das Finnland-Fieber! Aber ich kann auch gar nicht anders, als erneut einer finnischen Band nahezu wieder die Höchstpunktzahl zu geben, bei dem, was mir hier Mors Principium Est in Form ihres neuen Albums „Liberation = Termination“ präsentieren.

Die Finnen haben sich in den Stücken von „Liberation = Termination“ eine ganz ureigene Welt erschaffen, deren Grundsäulen auf Death und Thrash Metal beruhen. Dabei ist dieses Album nach „The Unborn“(2005) sowie dem Erstlingswerk „Inhumanity“(2003) das immer wieder angesprochene, für eine Band richtungsweisende dritte Album. Aber diese so oft angeführte „Hürde“ haben die Finnen bestens gemeistert.

Mit all der Härte, die in den Songs liegt und nicht zuletzt diesen wunderschönen Melodieläufen – ob nun in den Breaks oder auch insbesondere in den genialen und virtuosen Soli – haben sich Mors Principium Est weit davon entfernt, als immer nur als eine x-te Kopie von Band Y oder Z abgetan zu werden. Ausserdem wagen die Finnen etwas, woran schon andere Bands kläglich gescheitert sind: Sie bringen Techno-Elemente gekonnt mit in ihre Musik ein. So geschehen im Song „The Animal Within“. Aber trotz all meiner Begeisterung der Reihe nach …

Nach dem sci-fi-mässigen „activate!“ im Intro „Orsus“ geht es in „The Oppressed Will Rise” sofort dermassen eindrucksvoll los, dass meine Kinnlade unweigerlich runterklappt! Geile Doublebass-Attacken, ein melodischer Refrain, Villes genial zu diesem Soundteppich passende Stimme, dann das noch geilere Solo … WAS für ein Einstieg in dieses Album!

Dann folgen in „The Animal Within“ dancefloorkompatible Samples mit einer Frauenstimme. ABER HALT, denkt jetzt nicht abwertend! Auch ich brauchte mehr als eine handvoll Durchläufe, bis ich nun von mir behaupten kann, dass ich diesen Song richtig geil finde. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieser Song eventuell sogar seinen Weg in die dunklen Tanztempel finden könnte. Zwischendurch wird das Ganze wieder mit einem klasse Solo verfeinert.

Nahezu ohne Unterbrechung geht dieser Song über in „Finality“, der das Tempo forciert und ohne Umschweife zur Sache kommt. Wenn dieser treibende Song live gespielt werden wird, dann kann man von der ersten Sekunde an bis zum Ende pausenlos seine Rübe schütteln! Auf das absolut geile Solo komme ich gern auch wieder zu sprechen! Mit einem Schlagzeug-Stakkato startet „Cleansing Rain“, ein weiteres Highlight des Albums. Ein sehr melodischer Song, zu dem man schnell Zugang findet. Das folgende Instrumental „Forgotten“ hält nicht, was der Name dessen weismachen will: Ich werde dieses Instrumental so schnell nicht wieder vergessen. Zu gut ist der musikalische Aufbau des Stückes und das Können der Musiker …

Danach knüppelt „Sinners Defeat“ aber wieder wie entfesselt aus den Boxen. Zwischendurch gibt es auch wieder dezente Samples, die dem Sound etwas Modernes und Dynamisches geben. Dieser Song gehört mit zu den besten, die ich in diesem Genre in der letzten Zeit hören durfte! Bei dem etwas langsameren “The Distance Between” mit seinen hammerharten Riffs denke ich an Norther, denn ich hab mir immer gewünscht, dass diese Jungs irgendwie ihre Hinterteile hochkriegen und mal so klingen würden wie es MPE hier tun, an die dieser Punkt geht! Ohne Verschnaufpause geht es dann weiter mit „It Is Done”, welches sowohl Doublebass als auch groovige Parts beherbergt. Das Solo ist dermassen virtuos und gut gespielt, dass mir Freudentränen in die Augen steigen. Ganz … ich sagte GANZ grosses Kino der Finnen!

“Terminal Liberation” ist quasi der Titelsong dieses Albums. Er verbindet abschliessend noch einmal alle musikalischen Elemente, die die Musik von Mors Principium Est ausmachen, und das mit Bravour. Die Samples samt Frauenstimme sind genauso vertreten wie die geilen Gitarren und auch die heftige Härte kommt zum Einsatz.

Und für Melodiefetischisten wie mich gibt es danach in Form des Instrumentals „Lost Beyond Retrieval” noch das allerletzte Sahnehäubchen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Jungs dieses Stück als Outro nach ihren Gigs vom Band laufen lassen … Was für ein Abschluss eines ganz grosses Albums …

Die Produktion zeichnet sich durch eine druckvolle Härte aus, die die Songs in bestmöglichem Licht erscheinen lässt. Ausfälle lassen sich meinerseits keine ausmachen, denn alle Songs treffen vollstens mein Geschmackszentrum! Einen Punktabzug gibt es aber leider doch noch, und zwar für die laue Spielzeit von unter 40 Minuten. Jungs, Eure Fans wollen definitiv mehr von Euch! Und das hoffentlich auch ganz bald mal live.

Fazit: Wah, ist das ein starkes, gutes Album! Ich bin total begeistert! Den geneigten Melodic Death Metal Fan (zu denen ich bekanntlicherweise zähle) macht diese Scheibe absolut selig. Definitiv sind die Finnen ganz hohe Anwärter für eines meiner Alben 2007. Kiitos for this great album, guys!

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