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Morian: Sentinels Of The Sun

HIM können einpacken
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Metal , Dark Metal , Gothic Metal , Rock
Spielzeit: 45:25
Release: 22.06.2006
Label: Dynamic Arts Records

Und schon wieder schafft es eine Band aus meinem Lieblingsland im nördlichsten Teil Europas, sich mit ihrer Musik direkt in mein Herz zu spielen. Diesmal handelt es sich um Morian. Und ihr Album „Sentinels Of The Sun“ ist just ihr Debüt. Aber schon bei diesem ersten akustischen Lebenszeichen der Finnen kann man unschwer heraushören, dass der Rock´n Metal genau ihr Ding ist.

Im Jahre 2002 begann die Zeitrechnung für die sechsköpfige Band, als sie von Gitarrist und Songwriter Sami Niittykoski gegründet wurde. Ganz beeindruckend und absolut hervorhebenswert finde ich hierbei, dass die Jungs mit ihrem melodischen Mix aus Rock, heftigen Metalparts und gar gothicmäßig anmutenden Parts nicht in kitschbehaftete Sphären entgleiten.

Das außerdem abwechslungsreiche Material kommt ausnahmslos vom ersten bis zum allerletzten Ton verdammt ehrlich rüber und wirkt zu keiner Zeit gekünstelt oder krampfhaft Richtung Charts schielend. Für das Authentische sorgt nicht zuletzt die wunderbar ausdrucksstarke Stimme von Janne Siekkinen, der sowohl in powervollen Parts als auch in gefühlvollen Stimmungslagen stets die richtigen Töne trifft, um eine Redakteurin wie mich so richtig glücklich zu machen. Dann hätten wir weiterhin Mika Laitinen und Sami Niittykoski an den Gitarren und Jaakko Niemi am Bass, die herrliche Riffs an ihren Instrumenten hervorzaubern. Joonas Juutilainen haut an den heftigen Stellen herrlich in die Felle und Antti Simonen sorgt mit seinem Keyboard für stimmungsvertiefende Soundteppiche.

Gleich der erste Song des Albums „Firewalkers“ geht in die Vollen. Kein Wunder, dass ihnen begeisterte Fans die Bude einrannten, nachdem die Jungs diesen Song zum freien Download auf ihre Website gestellt hatten. Ein unglaublich stimmungsvoller, verdammt starker Einstieg in das Album … und man fragt sich: „Was wird denn da wohl noch folgen, wenn dies schon solch ein Hammersong ist!“ Die Antwort auf diese Frage folgt mit „The Legion Of Two“. Und dieser Song, den man schon fast mehr Gothic oder Dark Metal nennen kann, ist dann auch schon mein nächstes Highlight auf dieser CD. Könnte auch in den Charts nur verbrannte Erde hinterlassen.

Es folgt das im Gegensatz zu seinen Vorgängern recht ruhige Stück „Away From The Sun“, zu dem es ja im Vorfeld auch schon eine Singleauskopplung gab. Das Review hierzu findet Ihr natürlich auch hier bei uns im Mag. Ein unwahrscheinlich melancholisch stimmender Song, der mich jedes Mal zu Tränen rührt, speziell wenn ich mir das Video dazu zu Gemüte führe. Ganz großes Kino!

„The Rats In The Walls“ geht danach wieder um einiges härter zur Sache, fällt aber im Vergleich zu seinen Vorgängern ein wenig ab. Dafür geht „Tomorrow She Comes“ wieder ganz in die richtige Richtung. Besonders genial ist das Flüstern ganz zu Beginn des Songs. Hier hört man eher wieder den Einschlag Richtung Dark / Gothic Metal heraus, was den Jungs ganz eindeutig sehr gut zu Gesicht steht. Hier gefällt mir Janne´s Stimme auch wieder sehr gut.

In „Flak Jacket“ hört man den Rock, den Morian im Blut haben, heraus. Auch der Headbanger wird an den Riffs seine Freude haben. Das rockig-ruhige „Sleep Of The Just“ erinnert am ehesten ein klitzekleines bisschen an HIM. Doch die gefühlvolle Stimme Janne´s klingt in meinen Ohren viel, viel ehrlicher, weil um ein Vielfaches echter als die seines Landsmannes. Hier kommen akustische Gitarren zum Einsatz. Dies ist wieder einer dieser großartigen Songs! Dann kommt „Recoil“ und hier ist nach dem atmosphärischen Beginn wieder mal der Headbanger gefragt – klasse! Der Refrain ist hart und doch so gefühlvoll zugleich …verteufelt starker Song! Gar positive Energie gibt´s danach im flotten „Warmonger´s Ball“, wenn ich das denn so nennen darf … was soll ich noch schreiben … hört Euch den Song selbst an, denn der ist einfach nur genial!

Den krönenden Abschluss dieses insgesamt grandiosen Debüts bildet dann das bis auf das Songende ruhigste Stück des Albums namens „Remains (To Be Seen)“. Und das zeigt seitens der Instrumente als auch in Janne´s Stimme (auch dort, wo er wieder mal flüstert) derart viel Melancholie und Gefühl, dass es einem glatt auf die Tränendrüse drücken könnte. Zum Ende hin drehen die Jungs ihre Instrumente noch mal voll auf … und nach dem letzten Ton gibt es ja zum Glück die Play-Taste. Ich könnte mir keinen besseren Abschluss eines derart verdammt geilen Albums vorstellen.

Für die Produktion ist Hiili Hiilesmaa verantwortlich, der auch schon für Sentenced, HIM, The 69 Eyes und Apocalyptica gearbeitet hat. Er hat wirklich einen sehr guten Job geleistet, denn der Sound klingt einfach perfekt. Alles Gründe, die diesem Album zu einer Dauerrotation in meinem CD-Player verhelfen, denn von dieser klasse Band kann ich einfach nicht genug kriegen.

Fazit: Ich stocke die Liste meiner Lieblingsbands um eine weitere finnische Band auf … ich kann einfach nicht anders. Morian haben das gewisse Etwas, die nächste, ganz große Band zu werden. Ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen und danke ihnen für diese derart großartigen Songs eines phantastischen Debüts– Kiitos, Morian!

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