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Morgana: Rose Of Jericho

Nicht schlecht – aber auch nicht gut
Wertung: 6/10
Genre: Progressive Hardrock, Heavy Metal
Spielzeit: 39:39
Release: 07.10.2011
Label: Nadir Music

Bereits Mitte der Achtziger Jahre hat die damals sechzehnjährige Roberta Delaude alias Morgana angefangen in Metalbands zu singen. Die Karriere von Morgana endete recht abrupt im Jahre 1992. Nun, zwanzig Jahre später, versucht Roberta musikalisch wieder Fuß zu fassen und hat das Album „Rose Of Jericho“ veröffentlicht.

Da man alleine nur sehr schwierig eine CD aufnehmen kann, hat sich die Protagonistin eine Band zusammengestellt, der unter anderen auch der international anerkannte Sadist-Gitarrist Tommy Talamanca angehört. Tommy fungiert aber nicht nur als Klampfer, er hat auch die Keyboards eingespielt und er zeichnet sich, soweit das richtig verstanden wurde, auch als Produzent für das Album verantwortlich.

Das Album ist für Heavy Metal Begriffe schon sehr sanft, deswegen passt meist der Begriff Hard Rock dann doch besser. Ein paar Sachen stechen nach dem Einlegen der Scheibe sofort ins Ohr, sozusagen. Da wäre zuerst die Tatsache, dass zwar ein klasse Gitarrist an der Klampfe sitzt, er aber sein Können praktisch nie ausspielt oder auch nur andeutet. Die Ausnahme ist die Akustiknummer „...And Kickin“ sowie diverse Gitarrensoli. Das nächste auffallende Merkmal ist die Stimme der Rockröhre aus Bella Italia. Morgana hat eine Reibeisenstimme, die irgendwo zwischen Bonnie Tyler und Doro angesiedelt ist, aber keinen der beiden das Wasser reichen kann. Roberta singt nicht schlecht, doch die von der Musik abstinenten Jahre scheint sie nicht im Training geblieben zu sein. Tonsicher ist die Dame, aber an Druck und Ausdauer könnte der Gesang schon noch etwas vertragen. Richtig gut klingt der Gesang bei „Golden Hours“, der Ballade „610“ und dem Metalkracher „How Do You Feel“. Richtig schlimm im Gegenzug ist die Akustikversion von „Lady Winter“. Die Nummer hätte man sich lieber sparen sollen.

Die Instrumentalparts auf „Rose Of Jericho“ geben Rätsel auf. In kurzen Momenten beweisen die Instrumentalisten immer wieder, dass sie absolut fähig sind. Während der ganzen restlichen Zeit werden aber nur einfachste Arrangements zustande gebracht, die manchmal bis auf Schülerbandniveau absinken. Die einzige Ausnahme macht hier, wie obern bereits erwähnt, Tommy Talamanca. Doch auch er bricht noch viel zu selten aus dem tristen Trott, der nur allzu häufig entsteht, aus.

Der Sound ist eher so lá lá und macht, wie auch die ganze Produktion, einen eher überhasteten Eindruck, als hätte man einen Stichtermin gehabt, den man mit aller Gewalt einhalten musste und alles, was bis dahin fertig war, oder auch nicht, wurde einfach abgeliefert. Es ist ein bisschen schade, dass ein Comeback so mittelmäßig startet. Da wird das weiterkommen nicht sehr einfach sein.

Für Fans der Rockröhren könnte das Album dennoch attraktiv sein und wer auf Metal aus den Achtzigern steht, der könnte hier eventuell auch an die glorreichen Tage des klassischen Heavy Metal erinnert werden.

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