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Moonspell: Under SatanÆ

Der Bogen zwischen Moderne und Vergangenheit wird perfekt gespannt
Wertung: 10/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 50:30
Release: 12.10.2007
Label: Steamhammer/SPV

Endlich … endlich besinnen sich die portugiesischen Meister wieder ihrer Anfangstage, nicht nur musikalisch, sondern auch beim Anblick des Covers erkennt der ur-Moonspell-Fan unschwer, dass hier wieder der altre Schriftzug samt Pentagramm zur Schau gestellt wird. Beim Durchlauf fühle ich, die ich mich als Moonspell-Anhängerin der ersten Stunde bezeichnen darf, mich fast gänzlich in die Zeit zurückversetzt, in denen die „Wolfheart“ einen Stammplatz in meinem CD-Player inne hatte und ich die Portugiesen auf den Out Of The Dark-Festivals live on Stage erlebt habe …Fast möchte ich die für ebensolche Fans der Portugiesen, wie ich einer bin, diese sehr schwer zu verdauende Zwischenzeit der „The Butterfly Effect“ oder auch der „Darkness And Hope“ durch das Hören des neuen, alten Materials gänzlich ausblenden, so als hätte es solche Outputs der Jahre ´99 bis 2001 dieser meiner Lieblingsband niemals gegeben.

Dabei handelt es sich bei den Stücken auf „Under Satanae“ um Neuaufnahmen der Stücke aus den alten Zeiten, sprich von der „Under The Moonspell“-EP als auch von dem Demo-Tape „Anno Satanae“. Außerdem kommen die Fans hier auch in den Genuss des mittlerweile 15 Jahre alten Songs „Serpent Angel“, der in der Zeit entstand, in der sich die Jungs noch Morbid God nannten. Und ich sag Euch, ich kannte diesen Song zuvor auch nicht, muss ich zu meiner Schande gestehen … aber dieses Stück hat genau das, was ich an Moonspell liebe: Diese düstere, Black Metal-typische Härte neben Arrangements, die so gefangen nehmen, dass man alles um sich herum vergisst, vor den Boxen sitzt und das Gehörte nur noch so in sich aufsaugen will …und nochmal … und nochmal …

Das Material strahlt dank der Neuaufnahmen einen ganz eigenen Reiz aus. Einen Reiz des Diabolischen, des Morbiden, des Mächtigen, des Erhabenen und des Erotischen. Das Verlangen auf ebendiese Reize aus Diabolischem, Morbidem, Erhabenem und Erotischem insbesondere der alten Moonspell-Fans wird so unweigerlich geweckt … man wird zu einem Vampir, man will mehr von diesem Elixier, das so süß schmeckt … Ich hoffe, die fünf Musiker sind sich dessen bewusst, was sie hier mit „Under Satanae“ besonders bei den Fans aus ihren Anfangstagen für Gefühle auslösen. Wer die Band in ihren Anfängen mochte, wird die Neuaufnahmen der Songs lieben, und zwar abgöttisch!

Die CD beginnt mit den Stücken der „Under The Moonspell“, in denen blackmetallische Härte eine Verbindung eingeht mit beschwörerischen und gar erotischen Klängen … wie ein Tropfen Patchoulie auf der Haut,wenn man in der Sonne liegt … so etwas können nur, einzig und allein Monnspell! Und Fernando´s äh, ich meine Langsuyar´s Stimme klingt noch immer genau so, wie ich sie schon früher einfach nur geliebt habe. Zwischendurch gibt es instrumentale Inseln der Harmonien, durch akustische Gitarren, die mediterranes Flair vermitteln… so stelle ich es mir vor, mit einem Glas Rotwein in einer Vollmondnacht an Portugals Küste zu sitzen.

Im vierten Song gibt es zunächst rasende Geschwindigkeitsattacke, die schweinegeil klingen und über den Instrumenten thront Langsuyar´s Stimme … klasse! Ein so Moonspell-typischer kurzer Keyboardpart ist dann unterlegt mit einer flüsternden Frauenstimme, danach growlt Langsuyar wieder und danach glaube ich, ich sei im Himmel … dieses Gitarrensolo ist nicht von dieser Welt! Im weiteren Verlauf gibt es nur eins: Los und Moonspell lieben! Lieben für das, was sie uns mit „Under Satanae“ schenken!

In „Opus Diabolicum” wird die Spannung durch ein geiles Eingangsriff im Midtempo bis ins Unermessliche gesteigert. Langsuyar singt hier mit seiner tiefen Stimme, was beschwörerisch und erotisierend wirkt, denn dann hört man ein weibliches Wesen und auch ihn selbst stöhnen … wow, nicht schlecht! Und das anschließende Solo ist so hammermäßig, dass man diesen Song einfach nur perfekt nennen kann.

Nach „Chorai Lusitânia!”, einem Instrumental an der Akustikgitarre geht es dann mit den Songs der Demo “Anno Satanae” weiter, folglich mit “Goat On Fire”, das über einen gewaltigen Start verfügt. Wer sich davon nicht fesseln lässt, dem kann auch ich nicht mehr helfen. Diese Songs kliengen zwar zunächst ein wenig anders als das Material der „Under The Moonspell“, ziehen den Hörer aber trotzdem nicht minder in ihren Bann dank ihrer betörenden Wirkung.

Die Stücke kommen um einiges härter, druckvoller und majestätischer durch den Äther als noch in vergangenen Zeiten, als „Wolfheart“ noch aktuell war. Grandioses Arbeit, mit der Tue Madsen hier wieder einmal sein großartiges Können unter Beweis stellt. Großes Kino, was uns die Herren Langsuyar und co. hier präsentieren!!!

Fazit: Das Anhören des Albums „Under Satanae“ ist für mich persönlich so, als wenn ich einen für sehr lange Zeit vermissten Geliebten endlich wieder in meine Arme schließen kann. Ich bete zu Gott oder zu wem auch immer, dass die portugiesischen Meister des Dark Metal zukünftig genau dort weitermachen, wo sie nun mit „Under Satanae“ den Bogen zu ihrer genialen Vergangenheit spannen!

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