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Moonrise: Blackest Blue

Neues aus Hamburg
Wertung: 7/10
Genre: Wave-Gothic-Rock
Spielzeit: 63:14
Release: 28.11.2008
Label: Eigenproduktion

Moonrise ist eine in den 90er-Jahren gegründete Band aus Hamburg. Nach diversen EP-Veröffentlichungen erfolgt nun mit „Blackest Blue“ das erst Fulltime-Album.

Klanglich bekommt man eine Mischung aus Rock und Gothic mit leichtem Wave-Einschlag zu hören. Im Klartext heißt das: eher düstere, melancholisch traurige Songs, welche tempomäßig ruhig und getragen serviert werden. 

Beim Opener und Titeltrack wird man jedoch erst einmal überrascht. Es tönen weder düstere Gitarren oder ähnliches aus den Boxen, sondern fröhliches Vogelgezwitscher, welches in ein interessantes Intro überleitet, das Erwartungen weckt. Das Piano wird mit einzelnen Paukenschlägen kombiniert, was einen sehr vollen Klang hervorruft, der schon fast ein bisschen bombastisch ist; dies wird in den Strophen so weitergeführt. Im Refrain erfolgt ein leichter Ausbruch, die gesamte Band spielt, aber alles wirkt sehr abgebremst, obwohl mehr Power drin gewesen wäre. 

„Nichts Gespürt“ ist ein deutschsprachiger Song, der vor allem Live-Qualitäten verspricht. Er beginnt mit elektrischen Klängen, Bass und Drums stoßen dazu. Setzt jedoch der Gesang ein, werden die Instrumente sehr stark zurückgefahren, sodass man sich schon sehr anstrengen muss, um sie deutlich wahrzunehmen. 

Nun wurde klanglich gesehen dem Hörer eigentlich schon alles vorgeführt, was er auf diesem Longplayer zu Gehör bekommt. Die elektronischen Einflüsse begegnen einem auch zu Beginn von „Semidemonic Pleasures“, einem am Anfang eher verwirrenden Song, der sich erst langsam entwickeln muss, dem rockigen „Crucify“, „Through Mists I Walk“ oder dem Schlusssong „Paula“. Jedoch werden die elektronischen Elemente stets nur im Intro verwendet, im weiteren Verlauf dann nicht mehr.

Keyboard oder Pianopassagen spielen auch eine tragende Rolle. Die hellen Klänge zu „Regret“ erinnern an Synthesizer, bei „Paula“ gibt es einige eingestreute Keyboardklänge und „Kiss Of The Moon“ hat eine ständige Klavierbegleitung. Bei letztgenanntem Track düfrte das vor allem daran liegen, dass „Kiss Of The Moon“ an die Monscheinsonate von Beethoven angelehnt ist.

Stimmungsmäßig ist man meist im melancholisch-traurigen Bereich angesiedelt. Abgesehen vom fast fröhlichen Titelsong fallen nur „Crucify“ und „For Her Love We Cry“ heraus, welche zudem noch eine etwas rockigere Atmosphäre hinzufügen. 

Gesanglich ist alles im grünen Bereich. Sänger Timo hat eine gute, melodische Stimme, welche auch in den tieferen Lagen noch gut klingt. Ab und zu, wie bei „Nichts gespürt“, klingt der Gesang fast gesprochen und etwas abgehackt. Häufig bekommt er im Refrain Unterstützung durch einen Chor im Hintergrund oder dezente weibliche Backingvocals.

Fazit: Moonrise bieten mit „Blackes Blue“ ein authentisches Album und bleiben ihrem Stil treu. Zwar ist die Band durchaus kreativ, jedoch vermisst man diese zuweilen auch, da ein paar Songs sich ähneln und man auch von der Komposition her keine allzu großen Unterschiede macht, es fehlt das Etwas, das einen wirklich aufhorchen lässt. Positiv ist, dass die Band immer wieder versucht, etwa Abwechslung reinzubringen.

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