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Moon Madness: All In Between

Gelungenes Debütalbum
Wertung: 7.5/10
Genre: Hard Rock, Melodic Metal
Spielzeit: 38:58
Release: 07.05.2008
Label: Blue Violet Agency

Moon Madness ist eine finnische Metal-Band. Sie wurde im Jahre 2006 gegründet und hat nun ihr Debütalbum „All In Between“ veröffentlicht. In der Zwischenzeit gab es drei Singleauskopplungen, welche alle auf dem Longplayer vorhanden sind, sowie ein paar Besetzungsänderungen innerhalb der Band.

„All In Between“ vereint Hard Rock und Melodic Metal mit Einflüssen der Rockmusik der 70er und 80er Jahre zu einer interessanten Mischung. Im Vordergrund stehen dabei vor allem der Rhythmus, das Tempo und gut arrangierte Gitarrenriffs. Die Stimme von Sängerin Heidi Bergbacka ist sehr stark, eher etwas dunkler und rockig, was perfekt zur Musik passt. Das Album bietet auf der einen Seite viele mid- bis up-tempo Songs, kann aber auch mit einer Halbballade auftrumpfen.

Der Opener „On The Air“ ist komplett instrumental gehalten. Man hört ein melodisches Gitarren-Intro, welches sich langsam aufbaut, um dann direkt im nächsten Track zu gipfeln.

„Stroke Of Midnight“, „Shot Through The Wing“ und „Thunder“ zählen zu den flotteren Stücken des Studiowerks. Hier steht vor allem das Schlagzeug im Vordergrund, das entweder klar den Rhythmus vorgibt oder den Titel noch weiter vorwärtstreibt. Interessant ist zu beobachten, wie man Gitarre und Keyboard zu den Drums arrangiert hat. Die Vocals sind rockig gehalten, nur selten bekommt man etwas weicheren Gesang zu hören. Bei „Shot Through The Wing“ wurde zusätzlich auf eine männliche Stimme im Refrain zurückgegriffen. „Thunder“ ist der wohl schnellste Song des Albums mit hoher Ohrwurmqualität, erinnert dabei aber leicht an Stücke von Sonata Arctica oder Sturm und Drang.

„Torn“ und „Before It’s Too Late“ lassen sich von der Dynamik her im mittleren Bereich ansiedeln. Beide haben eine melodische Anfangspassage, die einmal auf Gitarre, beziehungsweise auf dem Keyboard, erklingt. Gesanglich werden nun etwas ruhigere Töne angeschlagen, was aber vor allem den Chorus sehr eingängig macht. Bei „Before It’s Too Late“ ist es erneut lohnenswert, auf das Arrangement der Instrumente zu achten. Hier stehen sich einerseits Vocals, Bass, Schlagzeug und andererseits Keyboard und Gitarre in einem kreativen Wechselspiel gegenüber. Auch hat man leichte Effekte bei den Gesangslinien eingebaut, so klingt dieser im Mittelteil leicht verzerrt und weit weg. Manko dieses Songs ist es, dass er sich zwar zum Refrain hin aufbaut, aber trotzdem gebremst erscheint, obwohl er das Potential zu mehr Power hätte.

„Too Much To Lose“ und „Ain’t No Angel“ starten mit einem verzerrten, leicht elektrisch angehauchten Intro. Was bei diesen Songs auffällt, ist die Variabilität der Vocals. Diese wechseln zusammen mit Strophe und Chorus immer von einem sehr harten zu einem weichen Klang über. Dieser Abwechslungsreichtum ist gut dargestellt und wird bei “Too Much To Lose“ noch durch eingestreute helle Keyboardklänge verstärkt.

„Vicitms Of The Moon“ ist die Halbballade des Albums. Der Track beginnt ruhig und harmonisch, wird dabei von der Melodie von Keyboard und Gitarre getragen. Der Gesang passt sich diesem Klangbild an und ist ebenfalls ruhig und weich. Der Text steht hier klar im Vordergrund, nur manchmal unterbrochen durch ein Gitarrensolo mit einer Variation des Anfangs. Der Titel ist sehr eingängig, außerdem wurden hier auch zum ersten Mal auf dem Album Streicher eingesetzt. Zum Ende kann man sagen, dass man erst den Eindruck bekommt, der Song würde auslaufen, es sich dann aber doch zu einem normalen Ende hinwendet.

„On The Edge Of Madness“ ist der letzte Song auf „All In Between“. Am Anfang wird zuerst eine geheimnisvolle Stimmung aufgebaut, die aber mit dem Einsetzten von Streichern und Keyboard beendet wird und in einen hellen, harmonischen Klang wechselt. Schön komponiert ist hier der Wechsel zwischen Strophe und Refrain, von Melodie zu Rhythmus, aber immer wieder unterbrochen durch Einschüben der Anfangspassage. Als Schlusssong wirklich gut geeignet.

Fazit: „All In Between“ ist ein gelungenes Debütalbum. Es trifft genremäßig in eine Lücke, die es gut ausfüllen kann. Die Songs haben innerhalb viel Kreativität, jedoch zwischen den einzelnen Tracks vermisst man diese teilweise etwas. Alle Titel sind gut arrangiert und eingespielt, jedoch fehlt ihnen noch das gewisse Etwas, die Atmosphäre um sie zu etwas Besonderem zu machen. Allerdings kann dies noch an der geringen Erfahrung der Band liegen. Empfehlenswert für Fans von Saraya, Cry Of Distress oder Alyson Avenue. Alles in allem ein gutes Album, das für Moon Madness noch viel Entwicklungspotential erkennen lässt. Man darf sich gerne auf weitere Werke freuen.

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