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Moon: Lucifer's Horns

Wuchtige Klänge, verheerende Soli, aber wenig Erfindungsreichtum
Wertung: 7.5/10
Genre: Death Metal/Black Metal
Spielzeit: 42:30
Release: 15.09.2010
Label: Witching Hour Productions

Nach einer zehnjährigen Split-Up-Phase wird seit 2009 bei Moon wieder fleißig gearbeitet. Ergebnis: Das dritte Album mit dem Titel „Lucifer’s Horn“ erscheint und wird 2010 der breiten Metal-Gemeinde präsentiert. Hierbei handelt es sich um eine CD, die musikalisch bei Death/ Black Metal einsortiert werden kann. 

„Lucifer’s Horn“ zeigt sich als ein sehr wütendes und durchgreifendes Album. Es enthält viele rhythmische Elemente und wird durchgehend auf Höchstgeschwindigkeit gespielt. Bei diesem Album verschmelzen rumpelnde Death-Metal-Riffs mit Black-Metal-Melodien und kreischende Vocals, die eine gekonnte Mitte zwischen beiden Genres darstellen. Durchzogen ist die Musik von Moon zusätzlich von durchgeknallten Gitarrensoli, die die lang gezogenen Töne bis ins Äußerste ausreizen. Die Art der Soli wechselt dabei fortlaufend zwischen rasanten, verspielten Melodien und jaulenden Tonabfolgen hin und her, wie zum Beispiel in dem Lied „Zwiastowanie Ognia“ zu hören ist. Diese Passagen erinnern an die Machart der Gitarrensoli, mit der auch Morbid Angel bekannt wurden. Das absolute Solo-Highlight dieser Scheibe bildet dabei „Night Of The Serpent”: eine absolute fetzende Passage, die selbst den unaufmerksamen Hörern sofort durch ihre Wucht auffallen wird.

Aber nicht nur Morbid Angel lassen sich in gewisser Weise bei dem Album der polnischen Moon wieder finden. Besonders der Song „The Book Of Fire“ erinnert mit seinen bösartigen Melodien an die Black Metaller von Behemoth. Da das Album auch mit Arek „Malta“ Maczewski zusammen aufgenommen wurde, ist dies aber auch gar nicht so verwunderlich.

Im Weiteren auf diesem Album schön herausgearbeitet ist der Bass, der verstärkt in Liedern wie „Lucifer's Horns“ oder „Torches Begin To Burn“ zu hören ist und dem Ganzen eine groovige und interessante Note gibt. Zur Abwechselung haben Moon zudem ein Akustk-Gitarren-Solo verarbeitet, welches auch in dem Lied „Torches Begin To Burn“ wieder gefunden werden kann. Dessen Melodie weist mediterrane Züge auf, die aus den sonst eher ähnlich klingenden Liedern heraus sticht.

Bei der Musik von diesem Album fällt weiterhin auf, dass sie sehr eigenständig ist und sich selbst trägt. Die Vocals, welche bei vielen anderen Alben den einzigen Ausdruck von Abwechslung darstellen und daher meist unabdingbar sind, wirken bei „Lucifer’s Horn“ mehr wie ein netter Zusatz. Die Musik bietet so ein breites Klangspektrum, dass dieses Album auch fast ohne Verlust als Instrumental-Version hätte veröffentlicht werden können.

Im Ganzen ist das Album „Lucifer’s Horn“ äußerst dynamisch und beinhaltet viele detaillierte Spielereien. Aber auch diese Band ist leider, wie so viele andere auch, nicht mit einem Übermaß an abwechslungsreichen Songwriting-Ideen gesegnet, so dass auch mit diesem Album der Black Metal nicht neu erfunden wird. Demzufolge bildet das Album eine Sammlung aus kraftvollen, aber ähnlich klingenden Liedern, in denen nur ab und an eine markante Passage herausgearbeitet wurde. Trotzdem: Ein wuchtiges Album, welches über 42 Minuten Länge würdig seine polnische Herkunft zu vertreten weiß.

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