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Monuments: Gnosis

Es darf noch verbessert werden
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Metal, Hardcore
Spielzeit: 41:11
Release: 24.08.2012
Label: Century Media

Monuments sind eine Band, deren Historie erstmal genauso daherkommt wie der Bandname – weitschweifig nämlich, muss man doch ein bisschen weiter ausholen, wenn man erklären will, wie sich die Truppe eigentlich zusammengefunden hat. Da muss man mit der Band Fellsilent beginnen, die es mittlerweile nicht mehr gibt, die aber laut Info den progressiven Metal in England unsagbar vorantrieb, und aus deren Asche sich der Grundbaustein von Monuments zusammenfügt. Übrigens ist auch TesseracT-Gitarrist Ace dieser Band entsprungen. Letztes Jahr ging es dann in die Vollen: Zwar hatten Monuments ein komplettes Album fertig in der Schublade liegen, das Line-Up war aber sehr dünn gesät. Erst kürzlich konnte dann mit Sänger Matt Rose die Band endgültig komplettiert werden, wobei der Gute nicht unbedingt als Metalsänger per se angesehen werden kann – da wird zwar ordentlich geschrien, aber auch schon mal ganz klassische Oktavenkletterei betrieben. Man ist da schon ein bisschen an Enter Shikari oder stellenweise auch sehr an Emarosa erinnert, deren Fronter jeweils auch wesentlich mehr beherrschen als das übliche 08/15-Gekeife.

Schaut man sich die Tracklist der Debütscheibe „Gnosis“ an, kommt man ganz schnell auf einen Namen, der im regulären Line-Up nichts verloren hat: Auf dem finalen „Denial“ ist nämlich Periphery-Fronter Spencer Sotelo zu hören. Den haben sich die Monumentler nicht einfach so ausgeguckt, sondern der Gastauftritt resultiert daraus, dass Monuments-Songwriter und Gitarrist John Browne ein Job bei Periphery angeboten wurde, dieser aber zugunsten seiner jetzt debütierenden Band ablehnte. Inzucht, dein Name ist Metalbusiness!

Nun aber zur musikalischen Seite von „Gnosis“: Geboten wird eine streckenweise recht wilde Mischung aus Hardcore, Death Metal, Progressive-Elementen und einer Art unterschwelliger Post-Hardcore-Atmosphäre, die sich vor allem in sphärischen Gitarren und teils klarem, fast epischem Gesang entlädt. An Größen wie Devil Sold His Soul beispielweise kommen Monuments hier zwar nicht heran, die Mischung wird aber von Durchlauf zu Durchlauf interessanter, obwohl man sich auch nach dem mittlerweile bestimmt 30. Hören nicht so hundertprozentig mit „Gnosis“ anfreunden kann.

Bei Songs wie „Degenerate“ weiß man manchmal nicht so recht, in welche Richtung man tendieren soll, erinnern die Gitarren doch schon stark an die begabten Animals As Leaders und auch der Gesang beziehungsweise das Hardcore-lastige Geschrei weiß durchaus zu überzeugen, die leicht dissonante und etwas unrhythmische Kombination der beiden Teile passt aber nicht so ganz zusammen. „97% Static“ andererseits startet zwar nicht unbedingt optimal, entwickelt sich aber im Verlauf mit ordentlichen, leicht verzerrten Screams und arschtighten Drums zu einem echten Anspieltipp.

Das finale „Denial“ mit dem Periphery-Kollegen erwartet man dann natürlich voller Spannung – so richtig knallen mag der Track aber nicht. Der klare Gesang nimmt hier einfach zu viel Platz ein und trägt nicht maßgeblich zur Stimmung des Stücks bei. Spencers Geschrei andererseits kann sich wahrhaftig hören lassen.

Schade, dass Monuments gegen Ende nicht noch ein bisschen nachgelegt haben, aber auch so ist „Gnosis“ ein leicht über dem Durchschnitt pendelndes Album geworden. Am Sound könnte die Truppe noch ein bisschen feilen, um bessere Übergänge zwischen heftigen und sanfteren Parts hinzubekommen.

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