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Monkey3: 39 Laps

Sicherlich nicht für jeden Rock und Metal-Fan interessant
Wertung: 7/10
Genre: Space Rock, Progressive, Instrumental
Spielzeit: 51:37
Release: 16.02.2007
Label: Buzzville Records

Knapp 52 Minuten rein instrumentaler “Space Rock” ist das, was Euch auf “39 Laps” dem neuen Album der Schweizer von Monkey3 erwartet. Gut, das mag nicht jedem gefallen und auch ich bin nicht der grösste Fan rein instrumentaler Alben. Aber ganz objektiv betrachtet hat man es hier mit einem einfallsreichen, musikalisch höchst ambitionierten Album zu tun, welches sich Fans dieses Genres unbedingt einmal anhören sollten.

Und ja, die Bezeichnung “Space Rock” trifft genau ins Schwarze. Monkey3 kreieren einen völlig eigenständigen Sound und bemühen sich um vielschichtige Arrangements, die es durchaus schaffen, den Hörer mitzureissen. Mitzureissen in eine fremde, in eine andersartige Welt, deshalb schon hier meine Hochachtung. Wer bei rein instrumentalen Songs (berechtigterweise) hauptsächlich an die Triebbefriedigung egomanischer Gitarristen, Drummer, Bassisten, Keyboarder und Co. denkt, liegt bei “39 Laps” falsch. Es geht hier nicht darum, ein pfeilschnelles Solo nach dem anderen abzufeuern, sondern um ein homogenes Klangbild, in dem alle Instrumente gleichberechtigt eingesetzt werden, um ein Gesamtkonstrukt zu erschaffen, dass mich teilweise etwas an Tool ohne Gesang erinnert, vielleicht, weil man ähnlich wie den über jeden Zweifel erhabenen US - Amerikaner sehr auf das berühmte Kopfkino setzt.

So erinnert der Opener “xub” des Öfteren an das geniale “Shism”, was an dem ähnlichen Rhythmus der Gitarrenmelodie liegen dürfte. Auch wenn mir die Parallelen etwas sehr gross erscheinen, ist “xub” durchaus interessant und steckt voller Details, die es zu entdecken gilt. Letzteres gilt übrigens auch für die restlichen Songs des Albums, weshalb man dem Hörer schon einiges an Konzentration abverlangt. Der nächste Song “last moulinao” besticht durch seinen cleveren Songaufbau und die treibenden Trommeln im Hintergrund, die mit den Gitarren eine perfekte Symbiose eingehen. Es fällt äußerst schwer, den Songs einzelne Fragmente zu entziehen, um sie Euch als Höhepunkte zu präsentieren, denn diese sind so eng miteinander verbunden, dass eigentlich nur eine Gesamtdarstellung Sinn macht.

Das folgende “driver” weckt auf Grund der starken Gitarren leichte Erinnerungen an die Prog - Götter von Dream Theater und weiss auch zu gefallen. “jack” und das fast vierzehnminütige “je et bikkje” sind gut, allerdings nicht mehr, denn diese Songs enthalten, wenn man ganz ehrlich ist, nichts, was man nicht schon in den vorherigen Songs hat hören können.

Sehr stark ist wiederum “once upon a time in the west”, welches im Original von Komponist Ennio Morricone stammt und endlich wieder neue Facetten im Soundspektrum von Monkey3 ans Licht bringt. Die Band interpretiert den Song sehr eigenwillig, ohne aber die Magie der Vorlage zu verlieren.

Fazit: “39 Laps” ist ein Album, dass sicherlich nicht für jeden Rock und Metal-Fan interessant sein wird, denn vielen wird einfach der Gesang als zusätzliche Komponente fehlen und mir persönlich fehlt genau der auch etwas. Freunde eigenartiger (im positiven Sinne) Instrumental - Klänge sollten sich mit Monkey3 und ihrem neuen Album aber auf jeden Fall näher auseinandersetzen und können bestimmt noch das ein oder andere Pünktchen zur Bewertung hinzuaddieren.

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