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Molly Hatchet: Live At Rockpalast 1996 (DVD)

Nur für Die-Hard-Fans geeignet
Wertung: 5/10
Genre: Southern Rock
Spielzeit: 70:18
Release: 22.02.2013
Label: M.I.G. Music GmbH

Wer sich mit der Historie von Molly Hatchet auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass Anfang der Neunziger erst einmal nichts mehr lief, denn ein fieser Rechtsstreit dauerte gute fünf Jahre, bis die Südstaatenrocker anschließend endlich mit „Devil’s Canyon“ einen weiteren Meilenstein in der eigenen Discographie ablegen konnten.

Das scheint auch wie eine Befreiung aus der Business-Umklammerung gewirkt zu haben, strahlt die Band doch bei vorliegender TV-Rockplast-Aufzeichnung eine Menge Spielfreude aus und spielte schon damals „Klassiker“ wie „Gator Country“, „Whiskey Man“ oder auch „Flirtin’ With Desaster“, wie sie auch heute noch regelmäßig auf der Setliste vorzufinden sind – damit gehen Molly Hatchet natürlich auf der einen Seite auf Nummer sicher, andererseits bedienen sie so auch locker die Wünsche der Fans.

Über die Ausstattung der Verpackung muss man sich hier nicht lang auslassen, denn die ist mit ihrem in schwarz-weiß gehaltenen Artwork recht spartanisch ausgefallen, reiht sich aber somit locker in die Rockpalast-Reihe ein. Ärgerlicher dagegen ist jedenfalls, dass neben ein paar Trailern für andere DVDs aus der Rockpalast-Riege nur noch ein Menü für die Setlist ansteht, wo man dann die Titel einzeln ansteuern kann. Ansonsten ist da natürlich das gut 70 Minuten lange Konzert, welches bei vollem Tageslicht natürlich die Clubstimmung mit entsprechend farbigen Strahleruntermalungen vermissen lässt. Positiv kann man dadurch aber auch vermerken, dass die Kameraleute keine Schärfeprobleme spätestens beim Rotlicht haben.

Dafür zeigt sich aber ein ganz anderes Problem für die Leute hinter den Cams sowie dem Regisseur: Baulich bedingt sind die Fans sehr weit von der Bühne entfernt, und nur selten gelingt es, die Stimmung, die manchmal auf den Fanstufen aufzublitzen droht, einzufangen. Da ist es schon bezeichnend, dass auf den Rängen bei „Down From The Mountain“ die Rockpalastbälle herhalten müssen, die dann für etwas Bewegung sorgen. Wenn aber Frontmann Phil McCormack in „Dreams I’ll Never See“ das Publikum fragt, ob es denn noch bei der Band sei und ob sie nicht mal ein bisschen Lärm machen könnten, so geht das komplett unter.

Als kleinen Fauxpas stellen sich auch die ersten Takte zu Beginn der Show heraus, als nämlich das Keyboard absolut zu dominant tönt und der Gesang überhaupt nicht zu hören ist – gut, dass der Techniker auf Scheibe war und das Problem nach Sekunden im Griff hatte. Warum eine Band in der knappen Festivalspielzeit immer wieder auf langwierige, manchmal auch langweilige Soli zurückgreifen muss anstatt einfach einen Song mehr zu spielen, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. So kommen Leadgitarrist Bobby Ingram und Schlagzeuger Mac Crawford nochmals zu Spotstrahlerzusatzehren – geschenkt.

Ansonsten kann man nicht viel meckern: Die Band zeigt sich tight, baut ein paar Posen ein, die natürlich immer wieder ins Programm gehören. Die beiden Begleitsängerinnen Leslie und Therisa aus Tennessee werden kurz in den Fokus gestellt und auch die Tracklist lässt keine wirklichen Wünsche offen. Alles andere ist gesagt. Wenn man nun alle Fakten abwägt, kommen trotzdem nur fünf Punkte zusammen, denn hier war eindeutig mehr drin, da passt sich sogar der manchmal recht lahme Schnitt des Materials an.

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