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Mörbid Carnage: Night Assassins

Sauberer Einstand der Retro-Thrasher
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 36:20
Release: 16.04.2010
Label: Pulverised Records

Ein paar Kuttenträger schlagen auf brutalste Weise Emos zusammen und werden dabei vom obligatorischen Thrash Metal-Werwolf angefeuert. Die Rede ist vom Cover des Erstlings der ungarischen Thrash-Formation Mörbid Carnage, welches im allerfeinsten Cartoon-Stil der alten Schule gehalten ist. Auch sonst identifizieren sich Mörbid Carnage mit der alten Schule und haben sich dem Thrash Metal verschrieben, den sie nach Art der deutschen Größen Sodom, Destruction und Kreator abfeiern.

„Night Assassins“ ist der Name, den die Ungarn ihrem Debüt gegeben haben. Gerade mal sieben Songs machen aus dem Teil einen Langspieler, aber es zählt ja bekanntlich nicht die Quantität, sondern die Qualität - und die ist, das sei schon mal gesagt, auf jeden Fall vorhanden. Gleich der Opener „Warlust“ macht klar, dass die Jungs schon einiges auf dem Kasten haben, so wie sie einem hier feinste Thrash-Ware vor den Latz knallen. Die Produktion ist perfekt gelungen; die Scheibe klingt wirklich nach den Achtzigern, ohne dabei moderne Güte zu vernachlässigen. Auch die Band selbst klingt wie aus dieser Epoche, gekonnt wird harter, kompromissloser Thrash gespielt und das durchweg hochwertig.

Besonders auffallend sind in erster Linie die Vocals, die vor Zorn und Energie nur so strotzen, aber auch die Instrumenal-Abteilung macht ihre Sache mehr als gut. Die Songs sind trotz aller Härte gut durchdacht, wechseln oft im Tempo und bringen gekonnt Breaks in den richtigen Momenten. Hier wird kein Riff und keine Idee tot geritten. Ein richtig heraus stechendes Highlight hat die Platte nicht zu bieten, was nicht abwertend gemeint ist, sondern daran liegt, dass ein durchgängig hohes Niveau gehalten wird und kein Lied aus der Reihe tanzt.

Die Einflüsse der Band, sind, wie bereits anfänglich beschrieben, in der Hochzeit des Thrash Metals anzusiedeln, wobei die Jungs keine Gelegenheit auslassen, ihre Verehrung von Bands wie Possessed oder Nuclear Assault in ihr Songwriting einfließen zu lassen. Bei so viel Heldenverehrung geht dann aber auch leider die Einzigartigkeit verloren, denn auf „Night Assassins“ gibt es nichts zu hören, was man nicht schon so, oder so ähnlich, irgendwo gehört hat. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb nach dem Durchhören der Platte nicht viel hängen bleibt von der eigentlich sehr guten Musik, die Mörbid Carnage zu bieten haben.

Alles in allem ist dem geneigtem Genre-Nostalgiker und auch sonst jedem Thrash-Fan das Album wärmstens empfohlen und ein überaus gelungener Einstand in die Szene ist es für die morbiden Ungarn mit Sicherheit auch. Auch wenn hier nichts Neues geboten wird, so ist nicht zu verachten, dass das Gebotene saugut ist. In dem Sinne gibt es satte sieben Punkte, die nicht jedes Debüt so eben einsteckt.

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