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Mocking Death: Shed The Blood

Der Gesang entscheidet über Sieg oder Niederlage
Wertung: 6/10
Genre: Metal
Spielzeit: 27:10
Release: 01.01.2009
Label: Eigenproduktion

Eine neue Band mit dem den Tod verhöhnenden Namen Mocking Death macht sich aus  Westfalen auf den Weg, um die Metalfans zu beglücken. Ihre erste Demo ist in Form von „Shed The Blood“ erschienen und beinhaltet stolze sechs Songs. Das Quartett will sich stilmäßig nicht recht festlegen und sorgt für einiges an Variabilität in ihren Songs.

„Shed The Blood“ beginnt mit traditionellen Heavy Metal-Klängen im eher schleppenden Midtempo. Die recht aggressiven Vocals von Johannes Töws passen zum riffbetonten Gitarrenspiel. Das schafft er, ohne zu schreien, wobei man anmerken muss, dass der mehrstimmige Refrain ein wenig dröge wirkt. Das könnte aber durchaus gewollt sein, denn so bildet sich ein gelungener Kontrast zu dem sonst eher rauen Klangbild, welches die Band hier abliefert.

„False Prophecy“ geht da deutlich schneller von der Hand. Irgendwo hämmert man sich, so leicht an Mercyful Fate ohne King Diamond-Gesang angelehnt, ganz ordentlich durch den Song. Irgendwie würde man sich zwar eine zweite dominante Gitarre wünschen, aber auch so versprüht das Sechssaitenspiel einiges an Charme und man erahnt, dass Hans Thellmann ganz sicher kein Anfänger ist. Kein Wunder, zockte er doch schon bei Tantalus Qualen, Fall Down Marigold und in der Band Trust Rocks, aus denen Mocking Death entstanden sind.

Musikalisch besser wird es dann bei „Hands So Cold“. Hier demonstriert die Band, wie gut man doch Akustik-Passagen mit kräftigem Metal arrangieren kann. Da es sich um eine Demo handelt, sollte man den Sound etwas außen vor lassen, der aber für eine Eigenproduktion vollauf in Ordnung geht. Aber zum ersten Mal wirkt Johannes Gesang ein wenig störend. Das Singen mit der normalen Stimme dürfte hier für ein paar Irritationen beim Hörer sorgen, da kann man noch dran feilen. Wegen des musikalisch guten Songmaterials kristallisiert sich dieses Stück aber trotzdem als der erste Anspieltipp heraus.

Leider ist das auch das Manko bei „Forgiveness“, nur noch um eine Schreivariante erweitert. Also sorry, begann das Ganze noch recht ordentlich, so driftet der Gesang hier teilweise in Geschrei aus, welcher mich ein wenig an Bart Simpson erinnert, wenn er von seinem Vater Homer gewürgt wird, vielleicht noch einen Ton höher. Ansonsten wird schön nach vorne gerockt. Das solide Schlagzeugspiel von Mark Bergmann hält in Verbindung mit Jan Wefers Bassspiel den Song zusammen.

„Fill The Void“ scheint dann den größten Kritikpunkt der beiden vorangegangenen Songs auszumerzen, denn Johannes frönt hier in den Strophen anscheinend einem seiner Vorbilder, nämlich Pete Steele (Type O Negative). Im Zusammenspiel mit dem hier eher passenden Klargesang sorgt dies für einen angenehme Abwechslung und man nickt wohlwollend im Takt mit dem Kopf mit.

Noch deutlicher wird das bei „The Purge“, welches dann noch eindeutiger in die Richtung geht. Ein langsam voranschleppender Song mit eben dem Versuch, etwas Erhabenes durch den Gesang zu integrieren. Klingt leicht depressiv, bedrohlich und ist sicherlich mit das Highlight des Demo.

Fazit. Das erste Lebenszeichen in Demoform der Band zeigt eine recht große Spannbreite der Musik. Nicht jede Richtung weiß zu gefallen, wobei nicht vergessen werden sollte, dass hier durchaus auch eine andere Produktion zu mehr Freude beitragen könnte. Talent hat die Band sicherlich, aber man weiß eigentlich nie, ob die Band ihren Stil noch nicht gefunden hat oder diese Vielfalt das Besondere sein soll. Zur Zeit dürfte der Gesang das Zünglein an der Waage sein und hier hab ich im jeweiligen Zwei-Song-Pack drei unterschiedliche Meinungen. Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich die Band entwickelt. Gute Songs können sie definitv schreiben.

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