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Mithras: Behind The Shadows Lie Madness

Was will uns der Künstler damit bloß sagen?
Wertung: 3/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:36
Release: 25.05.2007
Label: Candlelight Records

Candlelight Records sind ja immer ein Garant für schräge Veröffentlichungen. Nicht permanent, doch auch nicht selten werden Scheiben auf den Markt geschmissen, die… sagen wir mal so… irgendwie eigen sind. So auch Mithras, die mit „Behind The Shadows Lie Madness“ den Versuch unternehmen, im Genre des technischen Death Metal Fuß zu fassen. Nun bin ich ja kein Prophet, doch ich kann mir lebhaft vorstellen, dass es bei dem Versuch bleiben wird. 

Hinter Mithras verbergen sich die beiden Mannen Coss und Macey, die das gesamte Album allein eingespielt haben. Dabei werkeln die Herren bereits seit 1998 mit Tönen durch die Gegend. Also eine Menge Erfahrung, sollte man meinen. 

So richtig schlau werde ich aber aus den Ambitionen der Herren nicht, muss ich gestehen. Sie mixen technischen Death Metal mit abgespacten, lahmen Solos, kreuzen Blastbeats mit langgezogenen, stellenweise primitiven Riffs und verlieren sich dann hin und wieder in Regionen, die nach Vader oder Gorefest klingen. Aber lasst Euch nicht beirren, die genannten Bands schimmern nur im Ansatz durch und werten das Album kaum auf. Dazu gibt’s obendrauf ein Songwriting, das so abwechslungsreich wie ein Tannenbaum zur Weihnachtszeit ist. Manch Liedgut besteht nur aus kurzen Eruptionen, welche durch Solos unterbrochen werden. Mehr ist nicht drin. Gähn.

In lichten Momenten erinnert mich so manche Melodieführung an Herrn von und zu Schuldiner. Zwar in nicht so unglaublich genialer Version, doch gute Ansätze sind vorhanden. Aber leider nur bei den ersten Songs. Danach verliert sich das ganze Sologefiedel in so absonderlichen Bahnen, dass die ganze Geschichte nur noch als schlecht bezeichnet werden kann. Dazu wurde dem Sologegniedel ein dermaßen verhallter Sound verpasst, dass das Ganze eher wie eine Demoaufnahme klingt. 

So geht das durch alle möglichen Aspekte der Scheibe. Klitzekleine attraktive Momente werden von dem großen Haufen an Belanglosigkeit, Einfallslosigkeit und unterem Mittelmaß einfach weggewischt. Nach dem Hören der Scheibe sind auch die kleinen Lichtblicke irgendwie verschwunden und zurück bleibt ein wunderliches Kopfschütteln.

Fazit: Vielleicht verstehe ich auch nicht, was mir die Künstler damit sagen wollen – kann sein. So manches Genie blieb ja unerhört. Doch ich bin ja nicht da, um die Weltordnung und die kosmischen Abläufe zu verändern. Darum bleibe ich bei dem, was mir in diesen Momenten vertraut ist. Gesicht verziehen, Scheibe aus dem Player nehmen und nie wieder anfassen.

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