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Mithotyn: Gathered around the oaken table

Die vielleicht beste Viking Metal Platte?
Wertung: 9.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 55:4
Release: 15.03.1999
Label: Invasion Records

Mit diesem Album nahmen Mithotyn leider Abschied von der Musikszene, was ich bis heute sehr bedauere. Schließlich ist „Gathered Around The Oaken Table“ mit Sicherheit unter den Top 5 der besten Viking Metal Scheiben anzusiedeln. Denn hier wurde die Mischung aus Black Metal artiger Schnelligkeit, stampfendem Midtempo, harten Riffs, melodischen Leads, hymnenhaften Chören und abwechslungsreichem Gesang (mal keifend, mal shoutend und auch gerne mal clean) perfektioniert.

„Lord Of Ironhand“ beginnt schnörkellos mit den Shouts von Sänger Martinsson, der hier wesentlich weniger kreischt als noch beim Vorgänger „King Of The Distant Forest“. Schon hier fällt auf, dass sich im Bereich der Produktion einiges getan hat. Die Musik dringt kraftvoll und klar aus den Boxen und hat nicht mehr mit einem laut knallenden Schlagzeug zu kämpfen. So werden die kleinen Details im Gitarrenspiel viel deutlicher.

Ebenfalls im Midtempo kommt der Großteil von „Watchmen Of The Wild“ daher, das nur beim Chorus gehörig Fahrt aufnimmt. Permanenten Doublebase-Einsatz gibt es erst bei „In The Clash Of Arms“, was auch mein Favorit der Platte ist. Dieser Song hat den vielleicht besten „Mitgröhl-Refrain“, den ich je in diesem Bereich gehört habe. Macht euch aber den Spaß und zählt mal, wie oft das Lead recht früh zu Beginn gespielt wird. 

Ebenfalls saustark ist das schleppende „The Well Of Mimir“, bei dem nicht nur der Gesang, sondern gleich noch die Gitarren eine Etage tiefer gelegt wurden. Normalerweise bin ich ja kein Fan von Effekten unter der Stimme, aber bei diesem Song funktionieren die dezenten Verfremdungen hervorragend. Man merkt einfach, dass die Band auf diesem Album ein wenig experimentiert hat und dafür ein wenig aus dem doch recht eng gesteckten Korsett der Vorgängerplatte ausgebrochen ist. Was natürlich nicht heißen soll, dass es gar keine schnellen Songs mehr gibt, man höre „Chariot Of Power“ oder das kurze, knackige „Nocturnal Riders“!

Für das mit fantastischer Gitarrenarbeit gesegnete „The Guardian“ kehrte sogar der Sänger des Debüts „In The Sign Of The Raven“ wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurück. Großartig anders klingt er zwar nicht, aber es ist dennoch eine nette Sache.

Auch der Rausschmeißer „The Old Rover“ ist etwas besonderes und sticht (positiv) aus der Masse an göttlichen Songs heraus. Hier stellt sich nämlich Gitarrist Karl Beckmann an das Mikro und drückt dem ruhigen Song mit seiner klaren Stimme seinen eigenen Stempel auf. Im Nachhinein betrachtet konnte man also schon hier sehen, wohin die Reise für zwei der Bandmitglieder gehen sollte, denn „The Old Rover“ klingt verdammt nach dem fabelhaften Falconer Debüt, was zwei Jahre nach diesem Album erscheinen sollte.

Fazit: Eine Lehrstunde! Wie Ensiferum mit angemessener Härte, wie Thyrfing ohne alles ertränkende Keyboards, wie abwechslungsreiche Amon Amarth – so klingen Mithotyn! Ich habe im Übrigen nichts gegen genannte Bands, an dieses Album kommt jedoch keiner so schnell heran. Aber auch hier möchte potenzielle Käufer vor der Neuauflage mit dem fürchterlichen Cover warnen! Meine beiden Reviews zeigen natürlich das Original. Wie auch immer: Pflichtprogramm für jeden Wikinger und erst recht für jeden, der gerne einer wäre.

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