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Miss May I: Apologies Are For The Weak

Treibende Blasts und umwerfende Refrains
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 34:23
Release: 23.06.2009
Label: Rise Records

Wieviele Bands schaffen es, druckvolle Riffs, Breakdowns, aggressive Blasts und beeindruckende, klare Gesangsmelodien miteinander zu verbinden? Genau, nicht besonders viele, gerade die Kombination von Blast und klarem Gesang ist eher neu. Miss May I, welche dieses Jahr bei Rise Records unterschrieben haben, vollbringen eine Meisterleistung in dieser Hinsicht und verstehen es wie kaum eine andere Band, verschiedene Genres sehr gekonnt zu einer Mischung zu verschmelzen.

Der Song „Architect“ schafft es, neben aller Brutalität mit einem grandiosen, klar gesungenem Chorus aufzuwarten, der schon stark an die ebenfalls aus Ohio stammenden Kollegen The Devil Wears Prada erinnert. Das Riffing ist zwar relativ unterschiedlich und  Miss May I verzichten gänzlich auf den Einsatz von Keyboards, allerdings sind die Breakdowns dieser Truppe mindestens genauso clever in die Songs eingebaut und überzeugen auf ganzer Linie.

Sobald die Halbzeit des nächsten Songs Stücks „Not Our Tomorrow“ beginnt, wird einer dieser berüchtigten Breakdowns gespielt, der in mehreren Stufen die Gitarren strapaziert – ja, bei diesem Genre wird immer enorm viel auf dieser bestimmten Rifftechnik rumgeritten und es entbrennen immer wieder Streits für und wider dieses Element, allerdings verstehen es einige Bands wahrlich verdammt gut, solche Parts in ihre Songs einzubauen und mit verschiedensten Elementen zu kombinieren und so interessant zu machen – sei es nun durch kreative Fills, die der Drummer dazu spielt, cleveres polyphones Riffing oder gar sehr extreme Vocals. Und genau wenn dies gegeben ist, ist ein Breakdown ein tolles Element, dass vielen Songs ein besonderes Extra an Energie verleiht – ansonsten ist es aber auch nur eine überbewertete, ausgereizte Rifftechnik, mit der viele schlechte Bands ihre Songs übermäßig vollladen.

So jedoch nicht Miss May I, deren technische Fähigkeiten locker ausreichen, um clevere Songstrukturen zu realisieren. So beispielsweise bei dem Titelsong „Apologies Are For The Weak“, dessen Refrain von furiosen Gitarren begleitet wird, die nicht minder melodisch sind als der hervorragende Gesang. Dass Miss May I nicht immer nur nach ein und dem selben Schema ihre Songs aufbauen, zeigt sich in den folgenden Songs, so ist das Riffing bei dem Track „Blessing With A Curse“ deutlich grooviger, wohingegen bei „Porcelain Wings“ vor allem der mehrstimmige Gesang zur Geltung kommt.

Miss May I kann man am besten beschreiben als eine Mischung aus ihren drei Labelkollegen Those Who Lie Beneath, For The Fallen Dreams und The Devil Wears Prada, die jedoch inzwischen schon bei Ferret Records untergekommen sind. Auch wenn alle drei dieser genannten Bands dieses Jahr sehr gute Alben veröffentlicht haben, brauchen sich Miss May I nicht dahinter zu verstecken, sondern können hier problemlos mithalten – für mich sind Miss May I einer der heißesten Newcomer dieses Jahres; von dieser Formation wird man bestimmt noch einiges hören!

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