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Miss Behaviour: Heart Of Midwinter

Gute, aber zu kurze Scheibe
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Hard Rock
Spielzeit: 41:0
Release: 07.01.2007
Label: NL Distribution GbR

Mit Miss Behaviour wird das Jahr 2007 recht melodisch eingeleitet. Die Band steht für melodischen Rock. Dies beweist schon der Opener „The Shine“, der mit einer zuckersüßen Gitarre beginnt, bevor er fröhlich drauflos groovt. Eine schöne getragene Nummer, welche aber auch schon sehr schnell zeigt, dass das Idol von Sänger Mattias Wetterhall wohl auf den Namen Bruce Dickinson hört. Er ist hier sehr oft sehr nah an seinem Idol, wenn auch natürlich in einer deutlich melodischeren Variante.

Noch besser wird`s dann mit dem Stück „Precious Times“, welches schon ein wenig mehr rockt. Seher schöne Gesangslinien und gute Arbeit von Sebastian Gustavsson (Bass) und Hampus Landin (Drums). Absolut radiotauglich und gehörgangschmeichelnd strömt die Mucke aus den Lautsprechern.

„Dreams Are Cursed“ vermittelt dann einen eher aggressiven Eindruck. Man merkt dem Fünfer an, dass sie Spaß an ihrer Sache haben. „Midwinter Sleeps“ fällt dann wieder eher in den Melodic Rock Bereich zurück. Sehr schöne Arrangements, an denen auch Keyboarder Henrik Skope seinen nicht unerheblichen Teil hat, wobei er sich nie zu sehr in den Vordergrund stellt. Gerade dies ist schon fast überraschend, da Henrik der Hauptsongwriter ist! Die Band versteht es, ihr Können immer in den Dienst des jeweiligen Songs zu stellen. Und so ist „Midwinter Sleeps“ auch der erste Höhepunkt der Scheibe.

„Circles“ beginnt mit schönen Vocals, getragen von einem wohl am Keyboard generierten Klavier. Schade, dass man hier wohl die Mühen gescheut hat, ein echtes Instrument zu nehmen.

Sehr schön, was Gitarrist Erik Heikne hier an Gefühl in seine Klampfe steckt. Die Chöre tun ihr übriges. Eine Powerballade!

„Make It Your Own Way“ rockt locker flockig daher und versucht, wieder einen sehr melodischen Bruce Dickinson darzustellen. Da ich natürlich das Original kenne und natürlich auch softere Iron Maiden Songs, muss ich hier sagen, dass das Original fast schon logischerweise um Klassen besser ist.

„Runaway Man“ bewegt sich dann wieder im normalen Hardrockbereich. Leider leidet der Song ein wenig unter der nicht kräftig genug produzierten Rhytmussektion. Ich denke, dass der Song mit deutlich härteren Gitarren und vor allem einer stärkeren Auslegung in den Tieftonbereich einiges mehr an Arschtritten austeilen könnte

Aufgrund des Intros und den dann einsetzenden Instrumenten wäre „One Heart In Devide“ wohl der bessere Opener für dieses Album gewesen. So macht Melodic Metal Spaß. Leichte Queensryche Anleihen machen sich auch immer mehr bemerkbar. Trotzdem ein weiterer Höhepunkt des Albums.

Den leider schon zu frühen Abschluss des Albums bildet „New Horizon“. Ein tolles Stück gefühlvoller Melodic Rock, welches schon allein wegen seines gelungenen Endes Beachtung erhaschen sollte.

Fazit: Hier steht eine sehr hoffnungsvolle neue Band, welche es schon mit ihrem Debütalbum schafft, Akzente zu setzen. Ich denke, von Miss Behaviour werden wir in Zukunft noch Einiges hören. Wer auf Iron Maiden und Queensryche steht und daraus eine gelungene melodische Mischung hören will, sollte hier auf jeden Fall mal reinschnuppern.

Der letzte Song wird künstlich um eine Minute verlängert, welches aber gerade beim Autofahren mit voller Lautstärke einen gewissen Schreckeffekt hat. Leider ist die CD mit seinen 41:00 also in Wirklichkeit 40:00 Minuten deutlich zu kurz geraten. Zum Schluss sei noch anzumerken, dass hier auch wieder die typische skandinavische Eigenschaft zuschlägt und das Album, welches schon im November 2006 dort erschien, hier nun endlich am 7.01.2007 auf das geneigte Publikum losgelassen wird.

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