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Misery Signals: Controller

Zielorientiert in Richtung Hardcore
Wertung: 7.5/10
Genre: Hardcore, Metal
Spielzeit: 41:49
Release: 25.07.2008
Label: Ferret Music

“We just wanted to make a good Misery Signals album…” lautet eine Aussage von Gitarrist Ryan Morgan bezüglich des neuen Albums mit dem Titel „Controller“. Wenn man sich jedoch die früheren Alben „Misery Signals“ und “Mirrors“ durchhört, stellt man fest, dass eine deutliche Entwicklung vorliegt. Die Frage, ob sie sich nun weiter- oder nicht doch eher zurückentwickelt haben, sollte hierbei jeder für sich selbst beantworten. Wo sich der eine über die gesteigerte Aggressivität und Hardcore-Parallelen freut, vermisst der andere die melodischen Parts, die man vom Metalcore gewohnt ist.

Vocalist Karl Schubach versucht uns leider überwiegend nur durch sein Geshoute zu überzeugen und wagt selten den Übergang zu melodisch sanfteren Tönen.

Track 1 namens „Nothing“ knüppelt dem Zuhörer von der ersten Sekunde an entgegen und auch der darauffolgende Song „Weight Of The World“ ist ein energievolles Stück mit einem gelungenen Wechsel aus aggressivem Geshoute und donnernden Gitarrenriffs. „Labyrinthian“ weist über vier Minuten Länge relativ wenige Besonderheiten auf, während „Parallels“ deutlich mehr Power hat, die sich auch bis zum instrumentalen Ausklang hält. Bei „Coma“ hat man das Gefühl, Musik und Gesang passen nicht hundertprozentig zueinander. Dies gilt besonders für den vermeintlichen Sprechgesang, als auch für die zu langen instrumentalen Stellen des Songs.

Der nächste Titel, „A Certain Death“, leitet nun den aus drei Songs bestehenden Höhepunkt des Albums ein. Diesem überzeugenden Metalcore-Track, dem es nicht an melodiösem Gesang fehlt, folgt der Titel „Set in Motion“, der auch mal eine ruhigere Richtung einschlägt. „Ebb & Flow“ an siebte Stelle zu setzen, war eine lobenswerte Entscheidung und ist eine passende Fortsetzung zu den Vorgängern. Auch hier erklingen wie bei „A Certain Death“ wieder friedlichere Töne. Ein weiterer positiver Punkt ist die Dauer dieser drei Songs, die jeweils nicht mehr als vier Minuten beträgt. „Reset“ ist ein auffallend charakterloser Song, da hier einfach ein gewisser Wiedererkennungswert fehlt. Darüber hinaus ist er mit 6:17 Minuten durchaus zu lang. Der Schlusstrack „Homecoming“ wendet die Platte durch abwechslungsreiche Strukturen und Xylophonklänge nochmals in eine positive Richtung.

Fazit: Die aggressive Musik passt perfekt zu den ebenso cholerischen Lyrics. Auf 44 Minuten verteilt kann man sich das Gähnen aber nur noch sehr schwer verkneifen, da das Album bis auf den ein oder anderen Song nicht sehr abwechslungsreich ist. Dennoch ist den Jungs von Misery Signals ein hörenswertes Album gelungen.

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