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Miseration: Black Miracles And Dark Wonders

Manchmal ist weniger mehr
Wertung: 6,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:39
Release: 22.04.2022
Label: Massacre Records

Bereits Album Nummer vier haben die Schweden Miseration mit „Black Miracles And Dark Wonders“ dieses Jahr herausgehauen, seit der Gründung 2006 im Durchschnitt also alle vier Jahre ein Album. Präzise wie ein Uhrwerk, was man durchaus auch auf den Sound des Duos (!) anwenden kann: Christian Älvestam und Jani Stefanovic brettern durch die acht Songs, dass die Fetzen fliegen, vor allem Stefanovic, der offiziell für sämtliche Instrumente inklusive Programming zuständig ist, muss hier lobend erwähnt werden. Nebenbei unterstützt der Mann seinen Kollegen gemeinsam mit Jocke Sund (auch bei Pre-Human Vaults als Vocal-Backup dabei) auch noch bei den Vocals. Ob man sich da nicht zu viel zumutet?

Death Metal gibt es laut Info auf die Ohren, technisch, aber nicht so rasant, dass es als Technical durchgeht, zumindest nicht flächendeckend: Bei den Schlagzeugparts schlackert man aber schon durchaus mal mit den Ohren. Thematisch befinden wir uns mitten in göttlicher Mythologie, wobei sich die beiden Herrschaften interessanterweise nicht auf eine Religion beschränken, sondern überall nach spannenden Mythen fischen. Das mag erst mal chaotisch klingen, passt aber auch ein bisschen zum Sound, dessen roter Faden zum Teil nur mit viel gutem Willen zu finden ist.

Miseration scheinen vielerlei Einflüsse zu haben, die sie alle gerne in den eigenen Songs unterbringen würden, was nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen führt. Ein Knaller wie der brutal-brachiale Opener „The Seal Of The Eight-Pointed Star“ kann da gleich mal Vorschusslorbeeren einheimsen, während das folgende Doppel „Reign Of Fate“ und „Desecrate, Dominate, Eradicate“ dann leider zu ähnlich klingt und außerdem mit klarem Gesang ausgestattet ist, den man in beiden Songs nicht unbedingt wegskippen muss, den man aber auch nicht schmerzlich vermissen würde. Mit der Death-Keule können Miseration einfach ein bisschen besser umgehen als mit der Mischung aus Screams und Clean Vocals.

Ähnlich läuft es dann bei „Fed By Fire/Led By Blood“, dessen Titel ja schon Lust auf mehr macht, das aber auch wieder deutlich überanstrengte klare Vocals präsentiert, die neben den recht mächtigen Growls des Kollegen leider keinen Boden gut machen. „Kingdoms Turned To Sand“ hat dann erwartungsgemäß einen etwas orientalischen Touch, der dem Song gut zu Gesicht steht, auch die heiseren Vocals passen super ins apokalyptische Gesamtbild. Chapeau auch hier wieder zu den aggressiven Shouts – nur den Klargesang hätte man wieder nicht gebraucht.

Wie befürchtet haben sich die Schweden da ein bisschen viel auf die Schultern geladen, wobei man technisch nun wirklich nicht meckern kann. Einziges Manko – dafür aber ein ordentliches – ist eben leider der Klargesang, der zum Teil einfach nicht in den Song passt und anderorts doch sehr gequält klingt. Ein Sänger mit etwas tieferem Timbre hätte da vielleicht noch mal einen schönen Kontrapunkt zum wahnsinnig guten Gebrüll geliefert, so wird der Gesang aber schnell störend.

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