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Minhyriath: Grohnd

Tolkien goes Metal. Again.
Wertung: 7.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 57:39
Release: 11.06.2010
Label: Black Tower Productions

Minhyriath aus der Schweiz haben sich mit Pagan Metal, der auf Tolkientexten aufbaut, ein hart umkämpftes Pflaster ausgesucht. Der Pagan Metal ist zwar immer noch gehyped und die Texte von J.R.R. Tolkien sind nach den Verfilmungen von Peter Jackson immer noch jedem ein Begriff. Doch hier liegt eben auch schon die Schwierigkeit: Beide Bereiche, Musik wie Lyrik, sind langsam etwas durch und es gibt viele gute Pagan- und-Folk Metal-Bands. Eine der momentan erfolgreichsten dürfte die Schweizer Band Eluveitie sein. Darauf, dass diese Band mehr Verbindungen zu Minhyriath hat als nur einen ähnlichen Musikstil, kommen wir später noch.

Das Cover zu  „Grohnd“ hat Christine Muralt entworfen und George Necola hat das Abum im Lager9 Studio in Winterthur (Schweiz) produziert. Die Scheibe klingt recht anständig, den Höhen fehlt es allerdings etwas an Brillanz. Dem muss man aber entgegenhalten, dass sehr viele akustische Instrumente im Spiel sind und diese durchweg alle einen vernünftigen Klang haben. Die Balance zwischen elektrischen und akustischen Instrumenten wird auch immer sauber eingehalten und es klingt nie so, dass ein nicht-elektrisches Instrument mit Gewalt über ein elektrisches gemischt wurde. Für ein wahrscheinlich nicht zu großes Budget und die Fülle an Instrumenten darf man hier niemandem einen Vorwurf machen.

Die Thematik der Lyrics ist Geschmackssache. Die Tolkiengeschichten wurden jetzt so oft verarbeitet (unter anderem von Blind Guardian), dass sich ernsthaft die Frage stellt, ob sich das noch einmal wiederholen muss. Trotz der recht sorgfältigen Arbeit des Künstlers sollte man die vorangegangene Frage verneinen. Es macht schlicht keinen Sinn, etwas einhundertmal aus verschiedenen Blickwinkeln Beleuchtetes noch mal auszuleuchten. Da man aber vom Gesang eh nicht so viel versteht, hält sich diese Kritik auch in Grenzen.

Ganz anders sieht die CD aus, wenn man sie von der rein musikalischen Seite betrachtet: „Grohnd“ erweist sich als vielschichtiges, abwechslungsreiches Album, das mit jeder Menge Herzblut erarbeitet wurde. Auch einige Gastmusiker wirken bei diesem Projekt, das ja eigentlich nur aus Amrod besteht, mit. Einer der Gastmusiker ist ex-Eluveitie Flötenspieler Sevan Kirder. Dazu gesellen sich aber noch ein paar andere mit mehr oder weniger wichtigen Rollen. Musikalisch gibt es nichts auszusetzen, die Stücke sind gut durchdacht, abwechslungsreich und haben einen recht hohen Wiedererkennungswert.

Interessant ist das Album vor allem für Pagan- und Folk-Metal-Fans. Nur wegen den Tolkiengeschichten sollte man sich das Album lieber nicht leisten, da man die meisten Texte ohnehin nicht versteht und der direkte Bezug durch die Musik eher schlecht interpretierbar ist. Experimentierfreudige sollten aber dennoch durchaus ein Ohr riskieren.

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