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Mind.Area: Maze

Monoton und langatmig
Wertung: 5/10
Genre: EBM / Electro
Spielzeit: 66:29
Release: 16.11.2012
Label: Af Musik

Als neue Auflage des Clubsounds wird Mind.Area im Promozettel angepriesen. Soundtüftler Maikko hat sich als Konzept ausgedacht, dass nicht nur er an den Reglern dreht, sondern auch immer wieder Gäste mitschrauben dürfen. So setzt er bei „Maze“ auf die Mithilfe von EGOamp, Empty, Reizstrom, Blame, Drowning Susan und LPF12. Durch dieses System soll ein freier, eigener Clubsound entstehen, der von der eigenen Atmosphäre getragen wird und der nicht nur auf die knallharten Beats angewiesen ist. So weit ist zumindest die Theorie und das Wunschdenken.

In der Realität wird tatsächlich ein neuer Sound erschaffen, zumindest ein bisschen. Ein kleines bisschen. Maikko und seine Gäste schaffen es tatsächlich, sich vom Clubeinheitsbrei abzusetzen. Sehr kühl und entspannt kommen die Songs aus den Boxen und sie vermitteln das Gefühl großer Weite und Kälte. Über die meist weiten und getragenen Hintergrundsounds legen sich Keyboardpassagen, die gerne auch schneller ausfallen dürfen. Zuzüglich gibt es noch jede Menge Soundsamples, die mehr oder weniger sporadisch eingestreut werden.

Das Problem an der Sache ist, dass jetzt nicht nur ein Song beschrieben wurde, sondern dieser Umriss zu jedem Titel des Albums passt. Mit 15 Songs und einer Spielzeit von über einer Stunde ist der Silberling nicht zu knapp geraten. Allerdings wird man spätestens nach zwanzig Minuten das Gefühl nicht los, dass man den gerade laufenden Song schon gehört hat. Überhaupt ist es nur sehr schwer möglich, die Titel auseinanderzuhalten. Praktisch alle Stücke vermitteln die gleiche Stimmung, haben das gleiche Tempo und großartige Stilspielereien lassen sich auch nicht ausmachen. Kurzum, die Scheibe wird schlicht und ergreifend langweilig. Zum Nebenbeiplätschern kann man „Maze“ schon verwenden, aber ein aufmerksamer Hörer wird früher oder später zur Fernbedienung greifen, um das Durchzappen beginnen. Selbst das wird ihm aber nichts nützen. Egal wo man wieder in die Scheibe einsteigt, es ist immer das selbe Ergebnis: Alles klingt gleich.

Kann man das Teil nur als Untersetzer verwenden? Ganz so ist es nicht. Auszugsweise und Song für Song vermitteln die Stücke auf „Maze“ eine ganz besondere Stimmung, die durchaus beeindrucken kann. Für einen gepflegten Partyabend kann man das Teil auch als ganzes Werk einsetzen.

Freunde des gepflegten Clubsounds können sich ruhig mal in den Silberling einhören. Wer allerdings nicht mit komplett reiner elektronischer Musik vertraut ist, der wird wohl nur sehr schwer Zugang zu der Platte finden.

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