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Mind Snare: Black Crystal Sun

Solche Outputs braucht in meinen Augen kein Mensch
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 20:29
Release: 14.07.2006
Label: Eigenproduktion

17 Jahre hat diese Band schon auf dem Buckel. Alle Achtung für das Durchhaltevermögen, denn die Anerkennung einer breiteren Masse ist ihnen bisher verwehrt geblieben. Italien scheint da kein gutes Pflaster für eine Band zu sein, die sich der härtesten aller Metal-Spielarten, dem Death Metal, verschrieben hat. Am fehlenden Einsatz der Jungs liegt es definitiv nicht. Das steht fest, denn sieben Demo-Tapes, fünf CDs und zwei 7“-Inches sprechen eine mehr als deutliche Sprache. 

Natürlich ist es immer die kleine Portion Glück, die eine Band zu dem macht, was sie ist. Bleibt zu hoffen, dass Mind Snare jetzt das richtige Händchen bei der Labelwahl beweisen, nachdem sie zwischenzeitlich bei einem malaysischen Label und bei einem Label aus den USA angedockt sind. 

Jedenfalls zögert der neue Partner nicht lange und serviert mit „Black Crystal Sun“ eine Label-Debüt-MCD, die aufhorchen lassen soll. Keine Ahnung, warum das Label nicht auf ein vollständiges Album setzt, sind doch MCD´s von eher unbekannten Bands aufgrund der Masse der Veröffentlichungen äußerst schwierig an den Fan zu bringen. Mir fallen da als Vergleich Vader ein, die den Markt mit halbgaren EPs zupflastern, anstatt wieder ein geniales Album auf den Markt zu bringen. 

Na gut, na gut. Aber mal zur vorliegenden MCD zurück. Geboten wird technischer Death Metal amerikanischer Prägung, der hier und da mit englischen Zitaten a la Bolt Thrower aufgewertet wird. Insgesamt eine schöne Balance zwischen zu vertrackten Sounds und zu glatt gebügelten Dampfwalzen. 

Bis dahin geht die Rechnung auf. Auch in punkto Sound gibt es insgesamt keinen Punktabzug, auch wenn die die Drums hin und wieder etwas klinisch klingen und ohne fetten Punsch daherkommen. Wo das Schiff anfängt, etwas Schlagseite zu bekommen, dass ist bei den eigentlichen Kompositionen. Mind Snare klingen irgendwie nach allem. Bolt Thrower, Cannibal Corpse, Morbid Angel usw. usw. 

Da ist kaum Platz für Eigenständigkeit und sogenannten „Über-Songs“. Alles klingt typisch nach Death Metal ohne Kompromisse. Das ist ja zum einen lobenswert, keine Frage. Doch beim genaueren Betrachten schimmert streckenweise Einfallslosigkeit und Monotonie durch. 

Dabei zünden Songs wie „Wardance“ und „I Shall Never Fall“ richtig gut durch. Von fiesem Lavasound bis Blastbeat wird alles verbraten, was das Todesmetal-Herz begehrt. Nach mehrmaligem Reinlauschen bleiben die Teile sogar im Ohr hängen. Besonders der Letztgenannte. Sieht man mal vom Hörspiel „Gladiator“ ab, was kein richtiger Song sondern anscheinend eine Filmszene ist, bieten die restlichen Songs halbgares Mittelmaß. Schade schade, beweist die Band doch mit den genannten Highlights, dass sie es drauf hat, fesselnden Death Metal zu zelebrieren. 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die beiden Liveaufnahmen einen annehmbaren Sound haben und gegenüber der Studioproduktion nicht baden gehen. Bei dem genannten Video muss ich leider passen, da mein PC beim Abspielen gestreikt hat.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Mind Snare so manches Knüppelherz erweichen können, um dieses dann zum Kauf zu überreden. Ob ihnen das mit der vorliegenden MCD auch schon gelingt, wage ich zu bezweifeln. Denn solche Outputs braucht in meinen Augen kein Mensch. 

Ich empfehle euch deshalb das Reinlauschen in die MCD und das notieren des Bandnamens, denn wenn die Italiener qualitativ so weitermachen wie bei den beiden genannten Highlights, steht uns beim hoffentlich bald folgenden, vollständigen Album ein kleiner Leckerbissen ins Haus. Jedenfalls hoffe ich das…

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