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Miller`s Cake: Hör mich !!

Hier ensteht was ganz großes
Wertung: 9.5/10
Genre: Blues Rock
Spielzeit: 15:20
Release: 30.11.2007
Label: Eigenproduktion

„Was passiert, wenn man Musiker aus jungen, bekannten Fuldaer Bands zusammen in den Backofen schiebt? Es entsteht ein „Miller`s Cake“…“ steht da im Infoblatt. Nun ja, Kuchen mag ich, aber die Fuldaer Szene kenne ich auf Grund der doch nicht gerade geringen Entfernung eigentlich nicht so gut.

Sängerin Christina „Tinchen“ Müller spielt noch in folgenden Bands mit: Cashews, Philip Bölter & The TV Crashers und Philip Bölter & Tinchen. Phillip spielt noch in neben den beiden letztgenannten Bands in ReD-bLuEs und in Purple Rain mit. Mmh, da werd ich nicht wirklich schlau draus, aber irgendwie scheint es auch das Hobby zu geben, Bands zu gründen. Egal, jetzt interessiert eh erstmal nur die neue Backware.

Mit einer sehr schön bluesigen Gitarre beginnt „Hurry Up“. Wow, was ziehen denn die vier Musiker hier ab? Absolut fantastischer Blues Rock, allerdings eher der europäischen Sorte als der amerikanischen. Das Ganze garniert mit einer Powerstimme von Tinchen, die eigentlich unerwarteterweise nicht rauchig rauh klingt wie dies ja oftmals der Fall ist, sondern schön klar. Jawohl, wenn das mal nicht schon so was wie ein Hit ist. Man groovt automatisch mit und freut sich des Lebens.

„Enemy In My Home“ beginnt recht ruhig, die Drums von Marius Kollmann ergänzen sich hervorragend mit Janni Schmitt`s Bass. Tinchen beweist, dass sie nicht immer Gas geben muss, sondern auch mit etwas zurückhaltender Stimme ein sehr gutes Bild abgibt. Gerade der Refrain mit ihrer selbst eingesungenen zweiten Stimme weiß richtiggehend zu verzaubern. Dazu der gelungene Sound und das zweite Highlight der Demo ist fertig, wenngleich „Hurry Up“ die Nase noch etwas vorne hat.

„Money“ widmet sich dem Thema, das die Welt bewegt, dem schnöden Mammon. Wieder mit etwas mehr Energie wird auch dieser Song zu einem wahren Hörgenuss. Der Song groovt zeitweise, dass es eine wahre Freude für die Beinmuskulatur ist. Wer da still sitzen bleiben kann ohne zumindest kräftig mit den Beinen mitzustampfen, dem ist wahrscheinlich auch nicht mehr zu helfen. Die geniale Gitarre von Philip Bölter zeugt von unheimlich viel Melodieverständnis und Erfahrung, auch wenn man das nicht wirklich glauben kann bei einem Blick auf das Promofoto.

„Creature“ beginnt mit kurzen Basstönen, bevor es mal richtig schnell zu Sache geht, was kurze Zeit ein wenig in Richtung von „You Really Got Me“ von den Stones geht. Aber Miller`s Cake wären nicht Miller`s Cake, wenn sie einfach Ideen kopieren würden, nee, insgesamt kommt hier was ganz anderes für die Band heraus, nämlich etwas recht Zügiges. Die Gitarre quäkt, dass es eine Freude ist. Guter Song, der aber nach den anderen drei Hämmern nicht ganz mithalten kann.

Fazit: Hier entsteht gerade etwas ganz Großes. Die noch recht junge Band zeigt hier ein richtig großes Gefühl für tolle Melodien und eine große Portion an Groove und Blues, wie es eigentlich recht selten zu finden ist. Ich bin sehr, sehr gespannt, wie sich die Band weiter entwickeln wird, falls das denn überhaupt möglich ist. Ich kann nur hoffen, dass sie mal hier in der Gegend auftritt, damit ich mich von den Livefähigkeiten überzeugen kann. Bis dahin wird diese Demo aber noch häufig im Player rotieren.

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