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Mike Litoris Complot: The Art Of Pony Party

Filigrane Kunst für Wendy-Abonnenten
Wertung: 6/10
Genre: Grindcore
Spielzeit: 46:08
Release: 17.03.2018
Label: Buppfeck Records

„The Art Of Pony Party“ ist das Debutalbum der Pferdefreunde von Mike Litoris Complot (Hebräisch: Der mit deiner Mutter tanzt (Weiß eigentlich jeder auch nur mittelmäßig gebildete Mitbürger beziehungsweise jede mittelmäßig gebildete Mitbürgerin eh schon.)) aus Luxemburg. Sechs smarte Typen haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Niveau der internationalen Musikszene zu heben und es um weitere kulturelle Höhepunkte zu erweitern.

Aber widmen wir uns zunächst fundamentalen Wahrheiten des Lebens: Mit einem Album, dass den Titel „The Art of Pony Party“ trägt und Stücke beinhaltet wie „Harry Potter Is Gay“, „We Hate Fat People“ oder „Ape Rape“  verhält es sich genauso wie mit Arnold Schwarzenegger-Filmen: Ohne sie gehört, beziehungsweise gesehen, zu haben, weiß man von vorne herein, dass sie an und für sich einfach gut sind. Selbstverständlich gibt es dann verschiedene Stufen von „Gut“, bei Arnis Filmen, um beim Beispiel zu bleiben, gibt es das „Terminator-Gut“, welches ein höherwertiges „Gut“ ist als ein „Kindergartencop-Gut“. Nichtsdestotrotz sind aber eben alle Schwarzeneggerstreifen gut, da muss man auch nichts diskutieren oder persönliche Vorlieben bemühen, das ist einfach so. Nun zurück zu Mike Litoris Complott: Nachdem nun fast schon wissenschaftlich dargelegt wurde, warum deren Debütalbum schon vor dem ersten Anhören mit mindestens „Gut“ zu bewerten ist, erübrigt sich eigentlich jedes Überprüfen dieser These und dies soll hier auch nur der Form halber, auf das Nötigste beschränkt, stattfinden:

Haja, Mike Litoris Complot spielen Grindcore, tiefe Gitarren, tiefe Growls und das alles brummig produziert. Nach dem gefühlt etwas langen Intro gehts es rumpelig los, rumpelnd weiter und hört mit einem Rums auf. Gitarrenmelodien und stimmliche Einlagen, die etwas an Otto Waalkes erinnern (beispielsweise „Harry Potter Is Gay“), reichern einige Stücke an und die letzteren sorgen schon mal für ein Schmunzeln. So weit so gut, denn musikalisch fallen Mike Litoris Complot nicht aus dem durchs Genre vorgegebenen Rahmen. Sie können mit anderen Vertretern ihrer Zunft durchaus mithalten, stechen aber auch nicht aus der Menge heraus. Was nach dem Anhören in Erinnerung bleibt, ist der Spaßfaktor.  Der Grindcore auf „The Art Of Pony Party“ ist mit einer ordentlichen Prise Humor gewürzt. Das Album wird wohl polarisieren, denn der offensiv zur Schau getragene Humor der Luxemburger ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Zumindest Harry Potter Fans könnte es missfallen, dass Hagrid sexuelle Interessen an dem Jungen Zauberlehrling nachgesagt werden.

Fazit:

Is natürlich gut! Aber nur ein bisschen, eben ein Kindergartencop-Gut. Wer mit dem Humor der Luxemburger etwas anfangen kann und dem Grindcore nicht ganz abgeneigt ist, findet in „The Art Of Pony Party“ ein nettes Stück Unterhaltung und verschwendet nicht seine Zeit. Ob man zu dieser Gruppe gehört, stellt man ziemlich früh fest und kann im gegenteiligen Fall zügig die Stoptaste drücken.

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