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Midnite Club: Circus Of Life

Ob das für den Durchbruch reicht?
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Hard Rock
Spielzeit: 50:9
Release: 30.05.2008
Label: Artist Service

Nach dem 2003er Debut “Running Out Of Lies” melden sich Midnite Club mit “Circus Of Life” zurück. Melodischen Hard Rock hat sich die Band auf die Fahnen geschrieben. Nachdem das Debut einige Lobeshymnen eingefahren hatte, wurde es etwas still um die Band. Nach nunmehr 5 Jahren steigt man aber wieder in den Ring und ist ready to rumble.

„Circus“ eröffnet die CD. Sehr melodisch, aber soundtechnisch vielleicht etwas überfrachtet wirkt die Musik. Irgendwie geht da ein bisschen was verloren. Man hätte wohl besser einen kristallklaren Sound gewählt. Hier sind die Keyboards zu sehr mit der Rhytmussektion verwoben. Steffen Seegers gelungene Gitarre geht stellenweise auch ein wenig unter. Zwar bleibt trotzdem ein guter Hard Rock Song über, aber das hätte mehr sein können.

„Afraid Of Love“ wird erstmal von der tollen Gitarre dominiert. Schönerweise hält sich das Keyboard etwas mehr im Hintergrund. So rockt der Song schon deutlich mehr. Carsten Schulz zeigt gekonnt, welch ein Goldkehlcher er hat, aber die Highlights kommen immer wieder von Steffen Seeger an der Gitarre. Den ruhigen Mittelteil des Songs versemmeln sie zwar, weil da zu wenig Blues drin ist, aber trotzdem sehr angenehm.

„Promises Remain“ wird dann etwas old fashioned. Das Keyboard generiert ´ne alte Hammond Orgel und Carsten sing richtig gepeinigt. Cool, deutlich mehr Vibes als bisher. Auch wenn der Refrain dann etwas zu seicht geraten ist, bleibt dies ein Song, der sich recht schnell im Gedächtnis festsetzt.

„Behind My Eyes“ wirkt wie auch schon der Opener soundtechnisch irgendwie zu überladen. Die Rhytmussektion, bestehend aus Bernd Herrmann an den Drums und Andy Keller am Viersaiter verrichten zwar einen guten und soliden Job, aber irgendwie fehlen mir die mitreißenden Momente. Das Einzige, was immer wieder heraussticht, sind die tollen Gitarrenläufe. Nach 5-6 Durchgängen entwickelt sich auch der Gesang immer mehr zu nichts Außergewöhnlichem. Nicht falsch verstehen, gut ist der Song, aber irgendwie nicht außergewöhnlich genug.

„Heart Of A Dragon“ gerät zwar wieder etwas besser, aber dieser recht ausgelutscht wirkende Chorus kann mich wirklich nicht überzeugen. Zu austauschbar ist er geraten.

Sehr atmosphärisch klingt dann aber der Einstieg von „Danger Zone“, sei es das Klavier, die Flugzeuggeräusche oder auch die Ansagen, das klingt interessant. Als dann die ersten Lyrics von Carsten erklingen, ist klar, dass es sich um eine Coverversion handelt. Kenny Loggins wurde hier als Ideenlieferant herangezogen. Irgendwie schön, diesen Song nach langer Zeit in etwas rockigerem Gewand wieder zu hören.

„Shelter From The Storm“ rockt sich dann schön relaxt durch die Lautsprecher, die etwas laute Orgel spielt sich in den Vordergrund. Aber richtig gut wird es dann erst bei der Powerballade „Memories For Sale“. Hier ist der Band ein echtes Highlight des Albums gelungen. Okay, ich würde Tastenquäler Holger Seeger etwas weiter in den Hintergrund zwängen, aber nicht deshalb, weil er etwa schlecht klimpert, nein im Gegenteil, eher weil er den Songs zuviel Luft zum Atmen nimmt.

„Closer To The Distance“ rockt dann schon deutlich mehr als die Ballade. Ist ja auch irgendwie logisch. Trotzdem scheint die Festplatte in meinem Schädel fast jegliche Speicherung zu verweigern. Und genauso wie die Erinnerung wird auch das Lied langsam ausgefadet. Der vorletzte Song „Calling For Crazy“ geht dann auch komplett unter. Mit etwas mehr Bestimmtheit vorgetragen, hätte der Refrain zwar noch was rausreißen können, aber so verschwindet der Song in den unendlichen Weiten der Belanglosigkeit.

„Crying In A Dream“ bildet dann den passablen balladesken Abschluss. Einen richtigen kleinen Hit hat die Band hier überraschenderweise noch am Start. Hätte so auch durchaus von einer der amerikanischen Hard Rock Helden stammen können. Einfach, aber emotionsgeladen,. Ist dies das Highlight des Albums.

Fazit: Das hohe, handwerkliche Können und die im allgemeinen gute Leistung verhindern eine deutlich schlechtere Benotung. Der Sound und das Mixing will mir nicht so recht gefallen, auch wenn man nicht sagen kann, dass es schlecht ist. Ich finde es etwas unausgewogen, denn wenn da nicht diese tolle Gitarre wäre, würde die Scheibe recht schnell Staub ansetzen. Ein schönes Album zum Hören für nebenbei, aber nicht gut genug, um intensiv darin einzutauchen.

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