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Michael Monroe: Sensory Overdrive

Kurzweilige Sleaze’n’Punk’n’Rotz’n’Roll-Scheibe mit hohem Gute-Laune-Faktor
Wertung: 8/10
Genre: Sleaze Rock/Punk
Spielzeit: 33:02
Release: 18.03.2011
Label: Spinefarm Records

Michael Monroe gehören zu jenen finnischen Szene-Urgesteinen, denen man entspannt attestieren kann, stets finnische Gelassenheit in die Welt hinausposaunt zu haben. Schon früh war klar, dass der namensgebende Multi-Instrumentalist ernsthafte Ambitionen für ein Musikerdasein hegte, denn schon mit neun Jahren gründete der kleine Michael (bzw. Matti, wie er mit richtigem Namen heißt) seine erste Band. Die erste und zugleich ernste Bewährungsprobe stand 1980 mit seinem Einstieg bei den später weltweit bekannten Hanoi Rocks an; eine Etappe, die zunächst lediglich fünf Jahre andauerte und von 2002 bis 2009 in die Verlängerung ging. Die ersten Solo-Schritte unternahm Matti ab 1987 mit dem wenig erfolgreichen „Nights Are So Long“-Album, steuerte später für „Bad Obsession“ von Guns’n’Roses die Mundharmonika- und Saxophonparts bei und gründete für die Dauer von nur zwei Jahren die wohl nur Szeneinsidern bekannte Truppe Demolition 23.

Klar ist, dass Michael Monroe keinen unwesentlichen Einfluss auf die finnische Musikentwicklung hatten. Mit „Sensory Overdrive“ legen sie nun ihr siebtes Studioalbum vor, das auf 33 Minuten viel Sleaze, viel Punk - kurzum viel Rotz’n’Roll - als Hauptinhaltsstoffe bereithält. Schon beim Opener muss man sich verwundert die Augen reiben und wieder zum CD-Schacht hechten, ob sich da denn auch die richtige Scheiblette dem Laserstrahl stellt, denn „Trick Of The Wrist“ könnte genauso vom dritten Warrior Soul-Album stammen. Aufgelöst wird der Deja-Vu-Effekt erst durch den Bläser-Einsatz. Michael lässt also schon früh die gleichen Einflüsse aufblitzen, die wohl alle Sleazer haben.

Auch bei „Got Blood?“ beschleicht einen ständig der Verdacht der Ideenkopie, doch auf der anderen Hand macht der Uptempo-Sleaze-Rocker dermaßen viel Spaß und versprüht so ungehemmt kilowattweise Sonnenschein-Attitüde, dass man sich schon auf die nächste City-Cruising-Tour bei geöffnetem Fenster und aufgedrehter Anlage freut. Schade nur, dass man dabei lediglich durch die Recklinghauser Altstadt kurvt und nicht am Sunset Boulevard lässig einen auf cool macht.

Auch „Bombs Away“ profitiert von massig Gute-Laune-Feeling, doch schon Anfang der Neunziger hatten Mindfunk auf ihrem selbstbetitelten Debut ähnliche Riffpassagen und vor allem der Gesang kommt dem von Patrik Dubar sehr nahe. Allerdings lassen Michael Monroe die Funkeinlagen weg und der Mastermind himself fuhrwerkt stattdessen mit der Mundharmonika durch die Noten. „Debauchery As A Fine Art“ schließt als Stoner-Sleaze-Rocker auf und sitzt ebenso im Mindfunk-Boot.

Als letztes Beispiel für den Ideenreichtum und auch für die Abwechslung dieses Albums muss „Gone Baby Gone“ herhalten. Die flottere Ballade hat so gar nichts mehr mir Punk zu tun, rockt aber in allerbester Aerosmith-Manier – sleazy Steven lässt grüßen.

Michael Monroe sind beileibe keine Riesensensation, und „Sensory Overdrive“ stellt auch kein Überalbum dar. Doch von der ersten Note an sprüht der lebensbejahende Sleaze aus allen Gitarrenseiten, rotzt der fluffige Punkrock aus jedem Beckenschlag, und wenn auch der Verdacht des Muckeklonens mehr als überdeutlich im Kleinhirn anbimmelt, so macht dieses Album doch richtig viel Spaß. Wer bis dato nicht auf „Gute-Laune-Modus“ umgeschaltet hat, könnte hier den nötigen Stellhebel finden.

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