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Mhorgl: Heresiarch

Black Metal aus dem Reich der Kängurus
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal/Death Metal
Spielzeit: 43:01
Release: 30.09.2011
Label: Sovereign Records

Die Gruppe Mhorgl wurde 2004 in Perth/Australien gegründet. Sie hat sich einer Mischung aus Black und Death Metal verschrieben. Laut eigener Aussage soll die Musik möglichst roh und brutal klingen. Hier muss man sich leider schon das erste Gähnen verkneifen. Warum gibt es denn nicht eine einzige Black-Metal-Band auf der Welt, die nicht von sich behauptet zumindest auf der Suche nach einem möglichst rohen Sound zu sein? Mhorgl haben diese Suche auch nicht beendet, denn von roh und brutal ist der Sound weit entfernt. "Brutal! kann man ja durchaus noch gelten lassen, es bezieht sich ja wohl sowieso eher auf die Songs. Aber roh ist an der Scheibe nichts. Dafür ist der Sound viel zu gut. Die Gitarren wurden wunderbar produziert, vor allem die cleanen Elemente haben einen wundervoll atmosphärischen Klang erhalten. Das Schlagzeug drückt sauber und direkt ins Zwerchfell und der Gesang, nun gut, zugegebenermaßen, der klingt nun wirklich roh. Punkt für die Band. Aber auch die Vocals wurden ganz aufwändig produziert, keine Frage. 

Stilistisch pendelt der Rundling irgendwie zwischen Venom-Anleihen („Ravenous World“), Emperor (Hostis Humani Generis) und typischem Neunziger-Jahre-Black-Metal-Geschrammel („Terror Manifesto“). Leider schafft es die Scheibe nur in Ausnahmefällen, den propagandierten, eigenständigen Bandsound zu erschaffen. Am eindrucksvollsten sind wirklich immer noch die Akustikpassagen, die dem Rundling durch ihre Disharmonien eine gewisse Fremdartigkeit verleihen, die nun wirklich nicht Standard ist. Die Songstrukturen sprechen da schon gleich wieder eine völlig andere Sprache. Die Abläufe der Titel sind in der Regel vorhersehbar und selten überraschend. Selbst nach mehrmaligem Hören der CD kann man sich zwischen den Songs nur schlecht orientieren, weil sie sich meistens sehr ähnlich sind. 

Wenn man jetzt einmal davon ausgeht, dass in Down Under der Metal Markt nicht so übersättigt ist wie hier in Mitteleuropa, dann relativieren sich einige der vorher gemachten Aussagen für die Heimatregion der Band. Hier sind sie natürlich nach wie vor gültig. Von der Qualität ihrer Songs können Mhorgl durchaus mit den meisten Bands mithalten, sie kommen aber nicht darüber hinweg. Und die meisten Bands bedeutet hierzulande nicht zwei, drei, fünf oder hundert, sondern abertausende. Und hier, genau an diesem Punkt, wird es für eine jede Band unglaublich schwer, wenn sie sich nicht irgendeine Nische sucht. Die Australier haben das nicht gemacht. 

Um das Ganze zusammenzufassen: Die Musik der Gruppe ist weder schlecht noch langweilig, aber es fehlt enorm an Innovationen, die der Band auch nur den Hauch einer Chance geben sich gegen die wahnsinnig große Konkurrenz durchzusetzen. Musikfreunde, die auf richtig harten und heftigen Metal stehen, die sollten das Teil schon einmal antesten. Schaden kann es nie.

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