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Methods Of Massacre: Perverted To Perfection

Nicht nur der Albumtitel ist gewöhnungsbedürftig
Wertung: 5/10
Genre: Deathcore
Spielzeit: 28:59
Release: 24.06.2011
Label: Eigenproduktion

Die jungen Musiker von Methods Of Massacre stammen aus dem norddeutschen Flensburg. Vor gut drei Jahren gründeten sie die Band und fanden schließlich ihre Stilrichtig im Genre des Death Metals oder Deathcores. „Perverted To Perfection“ ist ihr erstes eigenständig aufgenommenes Album, für dessen Endmix ihr befreundeter Produzent aus Dänemark verantwortlich ist.
So soll nun geschaut werden, wie gut Methods Of Massacre ihre Ideen in einem musikalischen Gewand verpacken konnten.

„Perverted To Perfection“ ist hörbar ein Album, dass auf den Zug des modernen Death Metals Richtung Deathcore aufspringt. Die fünfköpfige Band verknüpft harte und schnelle Passagen mit tiefen gutturalen und kaum verständlichen Growls und Shouts.
Zur musikalischen Fraktion sei gesagt, dass sie sicherlich ihr Handwerk verstehen (allerdings ist der Death Metal gemeinhin nicht das anspruchvollste und filigranste Genre), doch sticht aus dem circa dreißigminütigen Werk kaum ein Song hervor. Am Songwriting muss also sicherlich noch etwas gefeilt werden, dennoch regen einige Tracks zum Kopfschütteln an - so zum Beispiel der Breakdown (Deathcore lässt grüßen) am Ende von „Night Of The Giving Head“. Was die Lieder als eine Masse erscheinen lässt, ist sicherlich auch die Produktion des Albums. Wie viele selbstproduzierte Werke, mangelt es auch „Perverted To Perfection“ an musikalischer Transparenz und Klarheit. Die Gitarren matschen typischerweise etwas, so dass einzelne Riffs nicht gerade einfach differenzierbar sind. Allerdings gibt es viel schlechter produzierte Werke.

Willkommene Abwechselung liefert zum Beispiel der Song „At Dawn They'll Die“ - es gibt einige ruhigere, progressivere Abschnitte, des Weiteren beinhaltet das Lied einen sehr treibenden Schlagzeugrhythmus, der mit einer auffälligen Gitarrenhookline untermalt ist. So sollten vielleicht mehrere Lieder gestrickt sein.
„I Wonder How Spermwhales Taste Like“ hingegen ist das, was modernen Death Metal, gepaart mit Core-Anleihen ausmacht: Nach einem interessanten Gitarrenintro bricht ein abgehackter und dennoch fesselnder Rhythmus los, dem die richtige Gitarrenarbeit zu Grunde liegt. Dieser Song ist auch einer der Besseren auf dem Album „Perverted To Perfection“, da seine Spielweise durchdachter ist und so die Beachtung des Hörers gewinnt.
Der progressivste und wirklich abwechslungsreichste Song des Albums ist „First Snow“, hier holten sich Methods Of Massacre einen Gastsänger, der für die Clean Vocals verantwortlich ist, an Board. Alles in Allem ist „First Snow“ ein kurzer sowie ruhiger Titel mit einem Gesangsduett. Der Klargesang wirkt allerdings für die Band zu ruhig und emotional, als dass er passen würde. Dies ist eine nette Idee, die nicht untyisch für dieses Genre wäre, aber die Umsetzung ist nicht so ideal gelaufen.

Was „Perverted To Perfection“ noch auszeichnet, ist die gehörige Zugabe von einer großen Portion Ironie, die schon allein in Songtiteln wie „I Wonder How Spermwhales Taste Like“ und „Death By Deepthroat“ wiedergegeben werden. Diese Idee ist auch nicht untypisch für Deathcore und bringt viel Spaß in die Musik. Wer damit also etwas anfangen kann, ist hier genau richtig.

Fazit: Methods Of Massacre liefern nicht das schlechteste Debütalbum ab, aber ihnen fehlt noch etwas die Routine und Geschicklichkeit im Songwriting. „Perverted To Perfection“ ist ein gutes erstes Ausrufezeichen, das klare Maßstäbe setzt. Einige Fans des modernen Death Metals werden sicherlich ihren Gefallen an dem Album finden. Es bleibt abzuwarten, was es noch aus dem Hause des Flensburger zu hören geben wird, denn sie befinden sich schon wieder im Songwritingprozess für das Nachfolgealbum.

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