Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Metaphysics: Beyond The Nightfall

Solides Debüt, dem es noch an Eigenständigkeit mangelt
Wertung: 7.5/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 51:27
Release: 27.07.2012
Label: SG Records

Metaphysics, das sind vier junge Italiener, die sich bereits im Jahr 2005 zusammenschlossen, um gemeinsam ihre Vision von progressivem Metal zu verwirklichen. Bereits mit ihrer ersten, selbstveröffentlichten EP „Evolution“ aus dem Jahr 2007 konnte das Quartett auf sich aufmerksam machen und sogar einen Platz auf dem Sampler der italienischen Ausgabe des Rock Hard Magazins ergattern. Trotzdem dauerte es weitere fünf Jahre, bis die vier Musiker endlich mit „Beyond The Nightfall“ ihr Debütalbum auf den Markt bringen.

Die Musik beschreibt die Band dabei selbst als „aggressiven Progressive Metal, mit Einflüssen des Prog-Rocks der Siebziger und Achtziger“. Das Rezept, das sich beim Hören des Albums offenbart, ist allerdings deutlich einfacher, denn im Großen und Ganzen klingen Metaphysics nach Dream Theater in ihrer „Octavarium“-Phase. Die Liste der gemeinsamen Merkmale reicht dabei vom technisch hoch anspruchsvollen Gitarrenspiel bis hin zu den manchmal etwas zu präsenten Keyboard- und Synthie-Einsätzen. Zu guter Letzt erinnern auch die Vocals von Davide Gabriele zu großen Teilen sehr an die Stimme von James LaBrie.

Die mangelnde Eigenständigkeit gleicht das Quartett aber glücklicherweise auf großen Teilen des Albums durch starkes Songwriting wieder aus. Insbesondere fallen hier der sehr melodische Opener „Fallin'“ und das deutlich härtere „Letter From A Dead Man“ positiv ins Gewicht. Vor allem der letztgenannte Song überzeugt mit wuchtigen Gitarrenriffs und großartigen Basslinien, die auch problemlos von den großen Übervätern von Dream Theater stammen könnten. Ein weiteres Highlight markiert das düstere „Searching For ...“, das mit einem großartigen Solo-Duell zwischen Gitarre und Keyboard überzeugt.

Leider haben sich auf den etwas mehr als fünfzig Minuten aber auch einige Füller eingeschlichen, wie etwa „Renaissance“. Hier gleiten die Italiener doch leider hin und wieder etwas zu sehr in kitschige Gefilde ab und kreieren so eine etwas belanglose Powerballade. In die gleiche Kerbe schlägt auch das noch ruhigere und getragene „Just A Dream“. Auch hier trägt die Band in Sachen Pathos ein wenig zu dick auf, sodass auch das schöne Gitarrensolo den Song nicht vor der Belanglosigkeit retten kann.

Zum Abschluss sollte man, gerade bei einer Band aus dem progressiven Bereich, noch einmal auf die Qualitäten der einzelnen Musiker eingehen. Insbesondere hier kann das Quartett nahezu durchgehend überzeugen. Keiner der Musiker muss sich in technischen Belangen vor anderen Musikern des Genres verstecken. Insbesondere die Arbeit an den Keyboards, die zum Teil durch Andrea de Paoli von Labyrinth beigesteuert wurde, sollte man an dieser Stelle hervorheben, denn sie ist herausragend. Dem geneigten Hörer sei hier als Beispiel das instrumentale Pianostück „When Everything Comes To An End“ ans Herz gelegt.

Alles in allem präsentieren Metaphysics mit „Beyond The Nightfall“ ein solides Debütalbum, das vor allem für Genre-Fans interessant sein dürfte. Zwar haben sich auch einige schwächere Songs auf dem Album eingeschlichen und insgesamt fehlt den Italienern ein wenig die Eigenständigkeit, diese Faktoren gleicht das Quartett allerdings mit einigen großartigen Songs wieder aus.

comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands