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Metamorphosis: Born Of Might

Belanglose Musik, die man schnell wieder vergisst
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal, Death Metal
Spielzeit: 51:08
Release: 09.12.2010
Label: Eigenproduktion/The Devil’s Ground Productions

Metamorphosis gehört zu den im Black Metal nicht allzu seltenen Ein-Mann-Projekten. Gründer und Herr über alle Instrumente sowie alle Arrangements ist Boris Ascher. „Born Of Might“ ist das inzwischen fünfte Album des Projekts und vertont einen atmosphärischen Black Metal, der mit Death Metal kombiniert ist.

Das Album gehört zu den sehr soliden Scheiben des Black-Metal-Undergrounds. Auffällig bei dieser CD ist die gleichförmige Liedstruktur, welche sich durch das gesamte Album zieht. Diese besteht allem voran aus einem berechenbaren Rhythmus des Schlagzeugs und monotonen Riffs, die der E-Gitarre „entlockt“ werden. Monoton allein muss nun nicht gleich schlecht heißen und wird des Öfteren im Black Metal als Stilmittel verwendet. Bei „Born Of Might“ muss das Wort „monoton“ aber im Sinne von uninspiriert und gleichbleibend aufgefasst werden.

Ideen sind zwar bei diesem Album vertreten, fallen aber recht mager aus. Das Material der einzelnen Lieder scheint nach nicht einmal einer Minute verschossen zu sein, so dass die Songs nach Ablauf dieser Zeit künstlich in die Länge gezogen und eintönig wirken. Es gibt zwar die ein oder anderen fixen Soli der Gitarre, aber selbst diesen mangelt es so sehr an Kreativität, dass sie nicht wirklich überzeugen können.

Auch bei den Vocals hapert es. Diese sind zwar stilistisch auf einem guten Niveau, ihnen fehlt es aber an Ausdruck. Dies ist aber weniger auf den Sänger zurückzuführen, sondern scheint eher schlecht produziert zu sein. Die Vocals gehen aus der Musik nur dumpf und unterdrückt hervor, wodurch ihnen viel Kraft und Überzeugung genommen wird. Nicht nur bei „Pan's Labyrinth” wird diese Beschneidung deutlich. Als kleine Abwechslung tauchen in unter anderem „Visions From Beyond“, „Infernal Winds“ und „A Mystical Journey“ zusätzlich Orgel-Keys auf. Diese erinnern zwar an das ein oder andere gute Stück von Borknagar, wirken aber auf „Born Of Might“ wie der Rest der Instrumente uninspiriert und gleichgültig. Ihr Einsatz wirkt zusammenhangslos und lässt sich nicht richtig deuten.

„Born Of Might“ hat zum Glück aber auch glanzvolle Momente zu bieten. Der absolute Favorit auf diesem Album ist der Song „Iceworld“, der sich vom Rest des Albums unüberhörbar abhebt. Schon ab der ersten Sekunde wird der Unterschied deutlich. Die Gitarren klingen wesentlich losgelöster und lockerer. Ihre Parts sind kreativer und ihr Ausdruck ist weitläufiger. Zwar gleicht der Aufbau des Liedes immer noch sehr dem Standard-Muster, die eingesetzten Melodien werten das Stück durch ihren freien Klang aber enorm auf.

Ein weiteres Stück, das bei diesem Album auffällt, ist „Within The Veil Of Dusk“. Der Anfang besteht aus einem ruhigen Gitarrenstück, welches im Laufe des Liedes in Black Metal übergeht. Dieses stellt zwar eine gewisse Abwechslung dar, widerstrebt aber in gewisser Weise dem Konzept des Albums. Somit bleibt dieser experimentelle Ansatz klangtechnisch ein Fremdkörper.

Insgesamt macht es sich dieses Album sehr einfach. Die paar Ideen, aus denen vielleicht zwei bis drei gute Lieder hätten entstehen könnten, werden auf ganze zehn Lieder aufgeteilt. Was bleibt sind rund 51 Minuten voller magere Ansätze ohne Überzeugungskraft. Technisch ist dabei aber eigentlich alles in Ordnung und es wäre auch eine Lüge zu behaupten, dass dieses Album keine tauglichen Ideen beinhalten würde. Was diesem Album aber fehlt, ist zum einen eine echte und vor allem volle Atmosphäre. Die Instrumente wirken meist noch sehr wie unzusammenhängende Einzelteile und was da an Atmosphäre vorsichtig durchscheint, wird durch den dumpfen Klang meist gleich wieder im Keim erstickt. Zum anderen fehlt dem Album aber vor allem eins: eine ordentliche Portion „Arschtritt“. Bei „Born Of Might“ wird der Black Metal einfach so gelangweilt präsentiert, dass man sich weder angesprochen fühlt, noch das Gefühl hat irgendetwas zu verpassen, sollte man dieses Album nicht gehört haben.
Abschließend muss man über „Born Of Might“ leider sagen, dass dieses Album ein belangloses Werk in der Black-Metal-Szene darstellt, dessen Songs man schon vergessen hat, bevor man beim Ende des Albums angekommen ist.

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