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Metalmessage Vol. III

Ein lohnenswerter Sampler!
Wertung: 99/10
Genre: Folk Metal, Pagan Metal, Black Metal
Spielzeit: 76:19
Release: 01.09.2006
Label: Metal Message

Es gibt unzählig viele Sampler im Musikbereich. Das ist eine Tatsache! Wer soll die alle kaufen? Das ist eine angebrachte Frage! Meiner Meinung nach müssen Sampler aus irgendeinem Grund interessant sein, sei es durch unveröffentlichtes Material grosser Bands oder, wie im vorliegenden Fall, eher unbekannte Bands, die einem größeren Publikum näher gebracht werden sollen. „Metalmessage“ geht nun in die dritte Runde, Teil 4 ist für den Frühling angedacht. Musikalisch geht es in den Pagan-/ Viking-/ Folk- und Black-Metal Bereich und für das Artwork konnte Kris Verwimp (u.a. Suidakra) gewonnen werden. Vom Namen kenne ich nur eine der Bands, aber das ist bei einem Underground Sampler wohl auch nicht weiter verwunderlich. Deswegen werde ich zu jedem Song eine kurze Meinung abgeben.

Los geht’s mit den Norwegen Mistur, deren „Skoddefjellet“ in die melodische Black Metal Ecke geht. Das Lied ist für eine Demo gut produziert, geht gut nach vorne los und ist abwechslungsreich. Insofern schon einmal ein guter Start! Als Vergleich seien alte Dimmu Borgir, ebenso alte Suidakra und Cryptic Wintermoon genannt. Einer von fünf deutschen Beiträgen kommt von Lost Legacy mit gleichnamigen Lied, das man relativ kurz abhandeln kann. Wenn jemand auf Graveworm steht, macht er auch hier nichts falsch. Klasse! Eluveitie aus der Schweiz setzen auf eine Mischung aus Folk Elementen und Melodic Death Metal der Marke In Flames zu „Lunar Strain“ Zeiten. Mit „Your gaulish war“ macht die Band bis auf ein etwas eintöniges Flötenspiel im Mittelteil absolut nichts falsch. Beim Hören schwebt mir übrigens ständig die Bezeichnung „Braveheart-Metal“ durch den Kopf. Bei Finsterfrost bleibts folkig und „Schatten der Nacht“ klingt nicht nur ein wenig wie Equilibrium, von denen ich ja nicht der größte Fan bin. Fans der Band finden hier aber gewohnt guten Stoff. Positiv erwähnen möchte ich die „echten“ Flöten.

Die Ziege „Heidrun“ kenne ich doch. Alles weitere könnt ihr auch in meinem Review vom letzten Album von Thiasos Dionysos nachlesen. Es sei nur erwähnt, dass „Heidrun“ immer noch sehr nach „Met“ von Equilibrium klingt. Das mit knapp 7 Minuten zweitlängste Lied des Samplers stammt aus der Türkei, genauer gesagt von Episode 13 und nennt sich „Forlorn...till dawn“. Allerdings hat es bis auf eine monotone Keyboardmelodie im ersten Teil, zusammengeklaute Versatzstücke von schon vorher genannten Bands und zahnlosen Black Metal Gesang nicht viel zu bieten.

Noch ein deutscher Beitrag, diesmal von Hatred Divine mit „Sorrowfields under the ravensun“. Während ich mich noch frage, was eine „Rabensonne“ ist, entpuppt sich der Song als Pagan Metal der klassischen Schule. Sicherlich nichts neues, aber eben auch nichts schlechtes.

Und deutsch bleibt es auch, wenn Kromlek ihren gleichbetitelten Song aus den Boxen poltern lassen. Zuerst lässt die fiese Stimme auf Black Metal schließen, die fröhlichen Melodien rücken das Ganze dann eher in die Richtung Ensiferum. Als dann noch Musik ertönt, die auch aus Warcraft oder ähnlichen Fantasy Spielen kommen könnte, hab ich eines der Highlights von „Metalmessage Vol.III“ gefunden.

Hordak stammen offensichtlich aus Spanien, was der Songtitel „Silvano, Senor De Los Bosques“ nur bestätigt. Es ist aber recht schwierig, die Lyrics rauszuhören, mir kamen sie aber zumindest teilweise englisch vor. Aber das ist ja auch zweitrangig, solange die Musik stimmt. Leider flacht hier aber zum ersten Mal das Niveau ein wenig ab, da die Dudelsäcke ein wenig lieblos in den Song eingefügt wirken. Und auch die Soli wirken etwas konstruiert, was aber nicht heissen soll, dass der Song schlecht ist. Er ist aber auch nichts besonderes.

Heiden aus Tschechien mögen es lieber schnörkelos und poltern, was das Zeug hält. „Polarni Den“ klingt dabei so, als hätten Nocturno Culto und Fenriz (Darkthrone) plötzlich Lust bekommen, ihren Sound etwas... kompatibler zu gestalten, aber die Jungs haben das ganze dabei aber nur halbherzig durchgezogen.

„Wrong future“ heisst der israelische Beitrag von Arafel und klingt stark nach Moonsorrow, bevor sie ewig lange Songs geschrieben haben. Und auch wenn alles ein wenig gestaucht wirkt (nach so einem ruhigen Beginn erwartet man nicht, dass der Song mit Geknüppel endet), zeigt der Daumen nach oben.

Aus Italien kommt die Legion of Darkness und präsentiert mit „Forgotten path to my salvation“ nicht nur das längste, sondern auch das schnellste Lied der CD. Von Folk ist hier rein gar nichts zu spüren und fröhliche Klänge sucht man auch vergebens. Old School Black Metal trifft das ganze wohl ganz gut.

Wow, sogar eine Band in Indien ist auf dem Sampler vertreten! Demonic Resurrection führen den Hörer mit einem verträumten Beginn in die Irre, um „Spirit of the mystic mountains“ brutal umschlagen zu lassen. Schön auflockernd kommen dann aber die cleanen Vocals, wohl auch damit der Song nicht vollständig ins Mittelmass abrutscht.

Denn da sind ja schon Trollech mit „Volam Do Lesu“ angekommen. Auch wenn die Tschechen ein „Troll“ im Namen haben, klingen sie keinesfalls nicht Finntroll oder Trollfest. Sondern vielmehr nach schon zig fach gehörten Black Metal. Gehört, und vergessen.

Kurz zusammengefasst kann man sich hier einen guten Sampler ins Regal stellen, der einige wirklich gute Nummern und glücklicherweise keinen Totalabsturz enthält.

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