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Metallurgy: Rebellious Hearts

Besser als auf den ersten Blick so nicht erwartet
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 20:52
Release: 29.09.2012
Label: Eigenproduktion

Okay, zugegeben: Beim erstmaligen Ansehen des Gruppenfotos der Band hätte ich niemals erwartet, dass einem dieser Sound bevorsteht. Das Bild ist weit entfernt von allen Leder-Nieten-Kutten-Metallern, eher sehen die fünf Jungs aus wie eine junge Rocktruppe. Aber wie das so oft im Leben ist, wurde man auch dieses Mal eines Besseren belehrt. Man soll eben niemals auf das Äußere achten, sondern immer auf das, was in einem schlummert. Genau so ist es bei der Band Metallurgy aus Wuppertal, die mit "Rebellious Hearts" ihren ersten Output vorlegt, der aber schon vor ziemlich genau zwei Jahren erschien.

Als der Schreiber dieser Zeilen das erste Mal in die Kapelle reinhörte, kam die Frage auf, warum Alpha Tiger ihren Sänger Stephan rausgeschmissen und ihre Band umbenannt haben. Der moderne Sound an sich, der trotz allem immer noch gewollt old-schoolig rüberkommt und die schönen, oft einsetzenden Twin-Leads erinnern Fans sicher schnell an die Freiberger Power-Metal-Formation, zumindest bis der Gesang von Michael Kutscha einsetzt. Dieser wird im Beileger als Fan von Bruce Dickinson und Tobias Sammet erklärt. Auch wenn diese Band nicht viel mit den erwähnten Edguy, Accept und Judas Priest zu tun hat, erkennt man auf jeden Fall Ähnlichkeiten zum Maiden-Frontmann.

Mit dem Anti-Kriegs-Song „Salvation“ wird die fünf Songs umfassende EP eingeläutet. Schon hier erkennt man das Talent von Sänger und Gitarren-Fraktion. Die Leads sowie der Gesang ergeben, über das Album gesehen, eine sehr gute Gemeinschaft, Eingängigkeit, die nicht langweilig wird. Vocalist Kutscha versteht es zudem, die Wörter abwechslungsreich zu intonieren, so, dass seine leicht angeraute Stimme noch besser zum Sound der melodischen Truppe passt.

Im darauf folgenden Instrumental „Revelation“ dürfen die Saitenhexer mal zeigen, was sie drauf haben, und das machen sie sehr gut. Der Beginn erinnert hierbei stark an Stratovarius, allerdings ohne Keyboard und ohne zu viel Kitsch.
Den gibt es allerdings im Track „Metal Alive“, der genau das hält, was er vom Titel her zu versprechen scheint. Das Fight-for-Metal-Thema ist jetzt wirklich nichts Neues aber immer wieder schön. Trotzdem hätte man lyrisch mehr aus diesem Stück herausholen können. Allgemein sind die Texte sehr einfach zu verstehen, ohne Raffinesse zum mit der Zunge schnalzen, was den Hörspaß allerdings nicht schmälert, denn wer verschnörkelte Lyrics mit viel Aha-Effekten möchte, der soll eben zu anderen Truppen greifen.
Das Titelstück passt sich dem Rest des Albums an, vor allem der Refrain kommt hier sehr stark an.

Zum Abschluss gibt es noch eine besondere und sehr alternative Nummer zum vorausgegangenem Rest der EP: „Abnormal Desire“ ist ein eher im Midtempo angesiedelter Rocker und Rocker ist auch so gemeint, denn hier kommt recht wenig klassischer Heavy Metal vor, plötzlich erinnert Michaels Stimme an die von Alter Bridge-Frontmann Myles Kennedy, im Refrain kommt zu dem noch ein leichter Stoner-Touch in die Gitarrenarbeit.

Das Fazit ist ganz klar: Das hätte man auf den ersten Blick so nicht erwartet. Dafür, dass es das erste Lebenszeichen der fünf Jungs ist, spielen diese hier eingängigen und schön melodiösen Heavy Metal, der auf jeden Fall zu überzeugen weiß.
Auch die zweite, rockige Seite der Band kommt gut an und zeigt, dass auch andere Vibes problemlos verarbeitet werden können. Da ist man sehr auf ein weiteres Lebenszeichen in Form eines Albums gespannt, denn wenn Metallurgy dieses Niveau halten oder auch verbessern können, dann werden wir mit Sicherheit noch ein wenig von der Band hören. 

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