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Metallica: St. Anger

Die kontroverseste Platte der letzten Jahre
Wertung: 7.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 75:6
Release: 06.05.2003
Label: Vertigo Records

Jetzt, wo doch bald (haha!) die neue Metallica Platte erscheinen soll, wird es Zeit, den Metallica Review Marathon bis auf weiteres zu Ende zu führen. Den Abschluss macht natürlich „St.Anger“, die Platte, die wohl noch kontroverser diskutiert wurde, als die beiden „Loadies“. Nach dem Ausstieg von Basser Jason Newsted, dem Alkoholentzug von James Hetfield und dem daraus resultierenden Beinahe-Ende der Band, gleicht „St.Anger“ einem Befreiungsschlag. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die preisgekrönte Dokumentation „Some kind of monster“ verweisen, die ich mir vielleicht auch mal vornehmen werde. Bis dahin sei gesagt, dass man durch diese „St.Anger“ vielleicht nicht unbedingt besser, aber auf jeden Fall nachvollziehbarer finden wird.

Im Vorfeld der Veröffentlichung hieß es häufig, dass Metallica wieder härter zu Werke gehen wollten, was im gewissen Sinne richtig ist. Nur gehen sie in eine völlig andere Richtung! Das bedeutet: nichts wird glatt geschliffen, Hetfield singt weniger, als das er herum wütet, Hammett spielt nicht ein (!) Solo und die Produktion ist, gelinde gesagt, sehr gewöhnungsbedürftig. Lars Ulrich kam irgendwann auf die Idee, den Teppich unter seiner Snare zu entfernen, was dem Schlagzeug den Klang alter Kochtöpfe oder Mülltonnen verleiht, wie die Fans häufig spöttisch sagten. Das kann man sehen, wie man will, ich habe mich recht schnell an die Produktion gewöhnt.

Aber kommen wir zur Musik: „Frantic“ ist ein angenehm nach vorne los gehendes Groove Monster, bei dem Hetfield seine Alkoholsucht thematisiert. Der Song wird sicherlich auch weiterhin gut in die Live Sets der Band passen. Das Titelstück wartet mit der ersten Double Base seit Ewigkeiten und besteht im Prinzip nur aus einer sich wiederholenden Steigerung von langsam zu schnell. Das mag auf sieben Minuten gedehnt sehr gestreckt wirken, gefällt mir aber sehr gut. Und der Vierer hat noch weitere gute Songs in der Hinterhand, auch wenn das gerne bei der ganzen Meckerei übersehen wird. „Some Kind Of Monster“ ist ein starkes Mid-Tempo Stück, „The Unnamed Feeling“ ist der dreckige Zwilling von „Until It Sleeps“, das fixe „Dirty Window“ ist wie „Frantic“ eigentlich ein Muss für die Konzerte und „Sweet Amber“ steht letztgenanntem Lied in kaum etwas nach und hat darüber hinaus einen fantastischen Text.

Tja, und dann gibt es noch Songs wie „Invisble Kid“, was gut anfängt, aber mit einem fürchterlich gewimmert gesungenem Mittelteil ziemlich schnell nerven kann. Oder das an mir völlig vorbeigehende „Purify“, was für mich die Definition eines „Fillers“ ist. Was im Übrigen auch für „My World“ gilt. Diese Songs sind eigentlich nicht übel, aber eben nicht mehr. Und wen interessieren schon die „ganz netten“ Songs?! ......Eben!

Ich (und auch Ole) habe in diesem Rückblick auf Metallicas Schaffen häufig angemerkt, dass ich manchmal schwer nachvollziehen kann, auf was für eine Ablehnung sie immer wieder stoßen. Wenn mich eine Band nicht interessiert, ignoriere ich sie und verschwende keine Energie darauf mich über sie aufzuregen. Na gut, ein wenig schon, aber dafür ist man ja Fan.

„St.Anger“ ist für mich ein gutes, wenn auch nicht herausragendes Album, was mit der Bonus DVD das wohl coolste Bonus Feature zu bieten hat, was ich kenne. Auf dieser spielen Metallica das komplette Album noch einmal live in ihrem Proberaum. Viele Leute, die diese DVD kennen, sagen dass sich ihnen die Lieder erst so erschlossen haben. Sollte man also vielleicht mal ansehen, das Ding, nicht wahr?!

Es ist im Übrigen schon bestätigt, dass das nächste Album Soli und einen Snare Teppich enthalten wird! Über alles weitere werdet ihr dann hier lesen, wenn das Album endlich erscheint.

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