Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Metallica: Load

9 Punkte für DIESES Album?!
Wertung: 9/10
Genre: Blues Rock
Spielzeit: 78:53
Release: 29.05.1996
Label: Vertigo Records

„Hmm, die Typen sehen aber komisch aus! Okay, die beiden ganz rechts und links sind schon irgendwie cool, aber die beiden in der Mitte mit ihren Weingläsern und den seltsamen Hemden...ich weiß ja nicht.“ So oder so ähnlich dürften die Gedanken von vielen gewesen sein, die das Backcover von Metallicas sechstem Streich „Load“ zum ersten Mal sahen. Die Musik dürfte eben jene wohl nicht nur verwirrt, sondern sogar regelrecht geschockt haben. Die Band hatte nach einer langen Tour und einer fast ebenso langen Pause mal wieder einen Stilwechsel „begangen“. „Load“ war Wasser auf die Mühlen derer, die der Band schon lange Ausverkauf vorwarfen. Hinzu kamen noch einige Statements von Lars Ulrich, die den alteingesessen Metallern die Zornesröte ins Gesicht trieb. Aber ist das Ganze wirklich so schlimm?

Zugegeben, wäre ich damals live dabei gewesen und hätte die Entwicklung der Band mitverfolgt, wäre ich wohl auch geschockt gewesen, wenn ich den Opener „Ain't My Bitch“ zum ersten Mal gehört hätte. Sehr hypothetisch das Ganze und eigentlich auch völlig egal. Der Song rockt und das tut er mächtig. Klar, das hat nichts mit den alten Krachern zu tun und vielleicht ist die Band nicht mehr fähig so etwas nochmal zu schreiben, aber solange die Musik gut ist, ist das doch gleich, oder?! Daran ändert auch das mäßige „2x4“ nichts, weil die kleine Macke gleich von dem schwermütigen „The House That Jack Built“ ausgeglichen wird.

Zugegeben, das Video von „Until It Sleeps“ dürfte viele „Old Schooler“ bis an den Rand der Schreckensstarre getrieben haben und auch ich finde das Ding bis heute nicht sonderlich toll, was auch für den Song gilt (später bei der S&M offenbarte er seine wahre Klasse). „King Nothing“ heißt der nächste Song und irgendwann muss mir mal wer erklären, was an diesem Stil kommerziell sein soll. Klar, von Metal ist das Ganze weit entfernt, aber gut gemachten, bluesig angehauchten Rock höre ich nur äußerst selten in den Charts.

Auf der Platte befindet sich auch etwas Füllmaterial wie z.B. „Poor Twisted Me“ oder das unspektakuläre „Thorn within“. Dem gegenüber steht aber das ultralässige Stück namens „Ronnie“, was sich perfekt zum Autofahren an einem sonnigen Tag eignet. Dazu passt auch, dass Hetfield längst nicht mehr so wütend klingt, wie auf früheren Releases der Metallicats. So kann er sogar eine Country Ballade wie „Mama Said“ singen. Aggressive Stücke findet man auf „Load“ ohnehin nicht, was zwar irgendwie schade ist, aber diese Zeiten waren nun einmal vorbei.

Wisst ihr, ich kann dieses unerträgliche Gejammere über die bösen Kommerzkasper Metallica echt nicht mehr hören! Ich hab zumindest noch nie davon gehört, dass Hetfield und Co. jemanden dazu gezwungen haben, ihre Platten zu kaufen. Sicher, der Name Metallica verkauft sich gut und der Stilwechsel lockte auch viele „Nicht-Metaller“ an, aber welche Band verändert sich denn nie, ohne in Stagnation zu verfallen. Das fallen mir spontan mit Motörhead und AC/DC gerade mal zwei Beispiele ein.

„Load“ ist nüchtern betrachtet ein klasse Rockalbum, was unter diesem Banner erst etwas befremdlich wirkt, aber aufgeschlossenen Hörern viel Freude bereiten wird. Einen Kritikpunkt gibt es aber: Einige Bilder von Hammett und Ulrich im Booklet strapazieren den Sehnerv wirklich aufs Äußerste. Da ist das „Re-Load“ Booklet schon cooler.

Und damit wieder zurück an Ole!

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann