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Metalety: March To Hell

Gute Gitarren, gewöhnungsbedürftiger Gesang
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Thrash Metal
Spielzeit: 49:17
Release: 26.02.2010
Label: Sound Guerilla

Metalety ist nicht gerade einer der besten Bandnamen, die ich je gehört habe. Gegründet haben sie sich vor fünf Jahren und liefern mit „March To Hell“ nun ihr Debüt ab, dem 2008 eine mir unbekannte Demo namens „Lost Souls“ voran ging. Stilistisch kann man sie in die Thrash Metal-Ecke stecken, da sie sich hörbar an der alten Schule orientieren. Von den angeblich vorhandenen modernen Einflüssen konnte ich jedenfalls nicht viel entdecken.

Es handelt sich bei „March To Hell“ um ein Debüt und deswegen ist man geneigt, über einen Makel hinwegzusehen. Denn um es vorweg zu nehmen: Abwechslungsreich ist die Platte nicht. Tempomäßig bleibt man dem Ziel treu, „catchy and asskicking“-Songs zu schreiben und bewegt sich daher meistens im Midtempo-Bereich. Das wirkt auf Dauer ein wenig ermüdend, was von der unglücklichen Songreihenfolge noch verstärkt wird. „Control Denied“ ist nämlich ein denkbar unpassender Start in das Album, da das Lied schrecklich verstaubt klingt und den Eindruck vermittelt, man habe es mit einer Kapelle zu tun, die schon seit den 80ern dabei ist, aber es nie zu nennenswertem Ruhm gebracht hat. Dazu trägt auch der Gesang bei, der auf mich absolut nichtssagend wirkt und ein wenig an eine rauere Version von Peavy (Rage) erinnert. Der Chorus von „Control Denied“ ist mit Sicherheit zum Mitshouten gedacht, leidet aber stark am emotionslosen Gesang.

Die größte Stärke der Band liegt daher im instrumentalen Bereich. Denn obwohl das Songmaterial keine Ausgeburt an Abwechslung ist, überzeugen die Gitarren auf ganzer Linie. Hier kann man nicht einmal einen speziellen Song hervorheben, da es bei allen elf hörenswerte Momente zu bestaunen gibt. Hier versteht jemand ganz offensichtlich sein Handwerk und macht „Operation Meltdown“ wahrhaft „catchy and asskicking“. Lediglich der Gesang ist abermals das Problem. Versteht mich nicht falsch, er ist nicht so schlimm, dass man die CD sofort aus dem Player wirft, aber man ertappt sich immer wieder dabei, sich den nächsten (starken) instrumentalen Part herbeiszusehnen. 

Dieses Problem zieht sich durch die ganze Platte und wenn dann auch das Songwriting nicht stimmt, versinkt das Album ganz schnell im Mittelmaß. Es ist zu keiner Sekunde schlecht und hat eine gelungenen Produktion, aber das reicht leider nicht. Gute Ideen kommen nur aus dem Gitarrenbereich und das ist es, was „March To Hell“ noch in den grünen Bereich rettet. Aber auch die schönsten Soli, Licks und was es sonst noch so alles gibt, können den monotonen Charakter der Musik nicht auflockern.

Für ein Debüt klingt „March To Hell“ nicht frisch genug und ein großes Ausrufezeichen wird die Band damit wohl nicht setzen können. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn zumindest ein wenig Potenzial ist durchaus erkennbar. 

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