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Messiah's Kiss: Dragonheart

Starker True Metal mit tollem Gesang
Wertung: 8/10
Genre: True Metal
Spielzeit: 45:15
Release: 23.02.2007
Label: Bukkake records

Mit „Dragonheart“ liefern die vier True Metaller von Messiah`s Kiss ein richtig starkes Album ab. Los geht es schön rauh und schnell mit „The Ancient Cries“. Da beginnt die Nackenmuskulatur schon recht schnell, Temperatur aufzubauen. Guter Gesang von Mike Tirelli und die wuchtigen Gitarren von Georg Kraft versprühen bestes Metal Feeling.

„Babylon“ gelingt zur musikalischen Offenbarung des Messiah`s Kiss Sounds. Doublebassdrums, heroische Chöre, Power und keinerlei Schnickschnack in Form von Keyboards oder anderen Effekten. Schön, wie die Band reinhaut und trotzdem den Sinn für die Melodie nicht verliert. Eckhard Ostra an der Schießbude und Wayne Banks am Bass sorgen für den richtigen Rhythmus.

Dann wird’s schon ein wenig überraschend: „Where The Falcons Cry“. Dieser Song zeigt sehr deutlich Mike Tirelli`s Vorbild auf: Ronnie James Dio. Der Sänger, der gleichzeitig noch bei Riot und Holy Mother unter Vertrag ist, macht dies aber so gut, dass man teilweise wirklich meint, den jungen Dio zu hören. Da der Song auch typische Dio-Mucke ist, dürften eigentlich alle Fans des ehemaligen Black Sabbath Sängers hier ein absolutes „Must Have“ vorliegen haben.

„Dragonheart“ unterstreicht die True Metal Gesinnung auch durch seine textliche Ausarbeitung, wenn auch dieser Song um einiges interessanter ist als das, was die Vorzeige True Metaller Manowar zuletzt veröffentlicht haben.

„Thunders Of The Night“ ist ein stampfendes Mitgröhlungeheuer, welches live wohl jede Konzerthalle zum Erbeben bringen wird. Und ganz ehrlich, auch auf die Gefahr hin, dass mich Joey DeMaio als Wimp oder Poser beschimpfen wird: Der Song ist besser und authentischer als 99% der Sachen, die Manowar seit „Sign Of The Hammer“ rausgebracht haben.

Wieder deutlich schneller geht es bei „Steelrider“ zu, so dass man beim Autofahren darauf achten sollte, sich zumindest einigermassen an die Geschwindigkeitslimits zu halten, denn sonst heißt es demnächst: Zu Fuß gehen. Und ich denke nicht, dass man die Band dafür haftbar machen kann.

Mit „City Of Angels“ geht`s dann wieder etwas gemächlicher weiter. Leider kann mich hier der Chorus nicht so recht überzeugen. Der Song selbst ist eigentlich schon nicht mehr True Metal, sondern eher Hardrock oder auch Heavy Rock. Ich bin mal gespannt, wie der Song eventuell live präsentiert wird.

Wie hätte es auch anders sein können: Mit „Nocturnal“ wird anschließend der Gashahn wieder aufgerissen. Schön, wie die Band abgeht und Mike Tirelli das „Nocturnal“ rausschreit. Da passt die Faust genau auf`s Auge. Es dürfte dennoch für die Band interessant sein, einen zweiten Gitarristen anzuheuern, da der Sound dann noch mehr Power entwickeln dürfte. Hier auf dem Album hat Herman Frank (Victory) ausgeholfen und die meisten Gitarrensoli eingespielt.

„Nothern Nights“ kann den Qualitätsstandard dann leider nicht ganz halten. Auch „Open Fire“ klingt für mich ein wenig zu erzwungen. Klischeehafte Texte hin oder her, aber das ging hier ein wenig nach hinten los. „Open Fire“ ist für mich, auch wegen der eher metaluntypischen seltsamen Backingvocals und dem überzogenen und zu hoch eingesungenen Chorus ein Fremdkörper des Albums.

Mit „The Ivory Gates“ wird dann aber noch ein Hammersong zum Abschluss auf den Hörer losgelassen, der es in sich hat. Nachdem man am Anfang einen pathosbehafteten Schmalzsong erwarten könnte, besinnt sich die Band auf ihre Tugenden und haut das Gaspedal runter und bereitet auch wegen der gelungenen Vocallines einen zufriedenen Gesichtsausdruck über dem Hals des Rezensenten.

Fazit: Ein, wie eigentlich üblich, stark klischeebehaftetes True Metal Album. Sehr viel Power mit einem zeitweise genialen Sänger, welcher selbst den Vergleich mit Ronnie James Dio nicht zu scheuen braucht. Leider sind aber auch ein paar Spaßbremsen auf der CD enthalten, sodass eine Wertung von 9 oder mehr natürlich nicht möglich ist. Auch wenn es immer heißt, dass das dritte Album das Entscheidende ist, denke ich, dass wir noch viel von Messiah`s Kiss erwarten können.

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