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Messerschmitt: No Dread To Kill

Bay Area und der Ruhrpott lassen grüßen
Wertung: 7/10
Genre: Speed/Thrash Metal
Spielzeit: 35:07
Release: 03.08.2015
Label: Eigenproduktion (Yava Music)

Nach dem Betrachten des Albumcovers schießen einem Bands wie Assassin, Dust Bolt und Lost Society durch den Kopf. Des Weiteren gibt es neben der optischen Gestaltung des Covers auch musikalische Vergleiche zu den genannten Bands und außerdem noch neben Vic-Rattlehead auch in den Harmonien, sowie in der Spielweise zu Megadeth. Selbst die B.C. Rich-Gitarrenform des Sängers/Gitarristen ist wie bei Kerry King auf diversen 84er Megadeth- und Slayer-Konzerten. Zu loben ist die schön gestaltete Eigenproduktion auf CD, nachdem die Formation drei Demo-Aufnahmen veröffentlicht hat.

Um zur Musik zu kommen, geht es nach der kurzen Einleitung mit messerscharfen Gitarrenattacken gleich los. Idealer Anfang für eine Speed/Thrash-Scheibe! Der Songaufbau ist hier am variationsreichsten, wobei die Anfangsriffs den Song umrahmen.

Das Titelstück „No Dread To Kill“ beginnt ebenfalls mit einer schonungslosen Einleitung à la Exodus („Lesson In Violence“) und der Refrain ist mit nur angeschlagenen Akkorden mal anders, um das Tempo etwas zurückzunehmen. Die Songstruktur ist hier einfacher als zu Beginn gehalten, was der Stimmung keinen Abbruch tut. Aus dem Song wurde auf dem Energielevel aber dennoch das Maximum herausgeholt und braucht eigentlich auch nicht länger, um zur Geltung zu kommen. Der Strophenteil wurde hier ebenfalls als Refrain benutzt wie im ersten Song.

Die dritte Nummer „Hell For Leather“ schreitet gemäßigter fort. Erinnerungen an Judas Priest werden nicht nur im Titel wach („Hell Bent For Leather“). Die Wurzeln des Vierers sind hier mehr als deutlich zu erkennen. Mit „Storm Of The Warhawk“ geht es wieder thrashig weiter. Ein origineller Chorusteil ist in der ersten Hälfte zu entdecken.

„Ancient Rites“ weist erneut die Thrash-Speed-Wurzeln der Kapelle auf und ist abwechslungsreich treibend. „The Eldridge“ beginnt mit einem Basslauf im frühen Megadeth-Style und selbst das Anfangsriff könnte aus den frühen Tagen von Mr. Mustaine stammen, aber auch im weiteren Verlauf lassen die kalifornischen Thrasher grüßen. Ähnlich gestrickt bleibt es beim letztgenannten Stil mit dem Stück „Good Die... Be Loved By Hell“. Nach dem langsamen Intro geht es variationsreich weiter.

Im vorletzten Song „Strike The Sin“ ist die Einleitung wieder mal langsamer und bereitet das nackenbrecherische Riffing vor. Ein typischer Thrash-Song, der die deutschen und amerikanischen Einflüsse in der Kombination gut erkennen lässt, aber dennoch etwas Originalität vermissen lässt.
Der Abschluss des Albums beginnt lyrisch mit Arpeggios, damit der Song in einem tobenden Inferno fortschreiten kann. Hier wird wiederum deutlich, dass die Jungs im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Variationen streben. Auf dem Konzert kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Stück im Mosh-Pit ordentlich zündet und für Begeisterung sorgt.

Das Album ist ideal abgemischt; die Instrumente sind alle deutlich und differenziert zu hören. Die Länge der Tracks überschreitet nicht die Fünf-Minuten-Grenze und somit kommt keine Langeweile auf. Der Gesang ist lediglich etwas steril und würde etwas mehr Leidenschaft im Ausdruck verlangen, denn die Instrumente reißen einen etwas deutlicher mit. Die Mischung ist klassischer 80er Speed mit Thrash Metal gepaart. Ein Debütalbum, das die Oldschooler durchaus zu begeistern weiß und Hoffnung auf mehr macht. Wenn die Jungs allerdings nach oben wollen, müsste mehr Eigenständigkeit in die Songs eingebaut werden, denn Abwechslung ist genügend vorhanden.

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