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Mendeed: The Dead Live By Love

Ein enorm abwechslungsreiches Meisterwerk
Wertung: 10/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 53:48
Release: 16.02.2007
Label: Nuclear Blast

Da hatte es aber jemand eilig! Seit der Veröffentlichung von Mendeed’s sensationellem Debütalbum “This War Will Last Forever” ist noch nicht mal ein Jahr vergangen und schon steht mit “The Dead Live By Love” das nächste Meisterwerk der jungen Schotten für uns bereit.

Was Sänger David Proctor bereits im Interview mit uns vor einigen Monaten ankündigte, hat sich bewahrheitet. “The Dead Live By Love” klingt tatsächlich anders als der Vorgänger und dies ist verdammt gut so, schliesslich wäre eine einfache Kopie des 10 Punkte - Debüts quasi zum Scheitern verurteilt gewesen. Zwar klingt auch das neue Album noch eindeutig nach Mendeed, doch agiert die Band mittlerweile wesentlich technischer und auch vertrackter. Die Metalcoreeinflüsse, welche auf dem Debüt noch streckenweise zu vernehmen waren, wurden nun vermehrt in den Hintergrund gedrängt und es bleibt ein Sound, der am ehesten als Melodic Death Metal beschrieben werden kann, auch wenn diese Bezeichnung mit Sicherheit nicht das komplette, facettenreiche Soundspektrum der Band abdecken kann.

Der erste Song “Burning Fear” legt gleich zu Beginn ein ordentliches Tempo vor und erinnert etwas an die Finnen von Children Of Bodom ohne Keyboards und bevor diese langweilig wurden. Von Sekunde zu Sekunde steigert sich der Song, der mit genialen Gitarrenriffs gesegnet ist, und das alles mündet in einen mitreissenden cleanen Refrain. Generell arbeiten Mendeed auf “The Dead Live By Love” vermehrt mit cleanen Vocals, wobei hier im Vergleich zum Debüt qualitativ eine sehr grosse Steigerung zu erkennen ist.

Auf “Burning Fear” folgt direkt das nächste Highlight des Albums in Form vom mitreissenden “The Fight”, dessen Refrain schon einen gewissen Power Metal - Touch hat und sehr an den des Übersongs “The Reaper Waits” erinnert. Atemberaubend ist auch hier die fantastische Gitarrenarbeit von Steven Nixon und Steph Gildea, die es wirklich schaffen, jedem Song einen ganz eigenen Charakter zu verleihen, auch wenn man vielleicht den Drumsound etwas weiter in den Hintergrund hätte fahren können, um die Gitarren imposanter erscheinen zu lassen.

Der Titelsong des Albums startet ungewöhnlich schleppend und der Beginn hat einen seltsamen Outrocharakter. Dies ist wirklich schwer zu beschreiben, also hört einfach selbst. Das Tempo des Titelsongs ist hoch, der Melodieanteil ebenfalls und der Refrain macht den Song zu einem echten Ohrwurm.

Eine Verschnaufpause gönnen die Schotten ihren Hörern nicht, denn “Fuel The Fire”, “Gravedigger” und “Our War” knallen einem direkt wieder mit ICE - Geschwindigkeit um die Ohren, brillieren allerdings auch durch ihre starken Melodien.

Auf dieses Hochgeschwindigkeitstrio folgt mit “Through Dead Eyes” der vielleicht “sanfteste” Song des Albums, der allerdings absolutes Hitpotential geniesst und sich so schnell nicht wieder aus Euren Gehörgängen verbannen lassen wird. Nochmals ist es erstaunlich, wie sehr die Band die cleanen Vocals verbessern konnte.

Auch das Ende des Albums hat es mit dem starken Paket, bestehend aus “Take Me As I Am”, “It’s Not Over Yet” und “Thirteen” in sich, wobei besonders “Thirteen” erneut durch seine genialen Gitarren hervorzuheben ist und den perfekten Schlusspunkt unter ein perfektes Album setzt.

Fazit: Mit “The Dead Live By Love” veröffentlichen die Schotten ihr zweites enorm abwechslungsreiches Meisterwerk, das dem grandiosen Vorgänger in absolut nichts nachsteht. Mendeed haben es hier erfolgreich geschafft, sich weiterzuentwickeln und sich in manchen Punkten sogar zu verbessern, ohne dabei aber ihren typischen, ureigenen Sound zu verlieren. Ein absoluter Kaufbefehl geht an alle Freunde des modernen Metals, denn Mendeed beweisen, wie dieser im Jahre 2007 zu klingen hat und legen ein Album vor, an dem sich viele Genrekonkurrenten in naher Zukunft noch die Zähne ausbeissen werden.

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