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Memories Of A Dead Man: V.I.T.R.I.O.L.

MOADM reizen ihr Potenzial nicht vollkommen aus
Wertung: 6.5/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 56:07
Release: 20.04.2012
Label: Klonosphere/Season Of Mist

Die Franzosen Memories Of A Dead Man oder kurz MOADM erinnern nicht nur wegen ihrer Herkunft ein wenig an die Landsmänner Hypno5e – das Sextett vollbringt außerdem das Kunststück, ähnlich komplexe Songs zusammenzustellen und präsentiert auf seinem zweiten Full-Length-Album V.I.T.R.I.O.L. eine ebenso verstörende wie mitreißende Mischung aus ruhigen, fast romantischen Momenten und brachialen Ausrastern. In den letzten fünf Jahren brachte dieser Sound den Herren und der Dame immerhin zwei EPs und eben so viele Langrillen ein und dennoch: Memories Of A Dead Man scheinen hierzulande bislang gänzlich unbekannt zu sein.

Mit zwei Gitarren, einem Bass, Drums und Keyboards ist die Post-Hardcore- und Ambient-trächtige Truppe recht gut ausgestattet, aber das reicht ihnen natürlich noch nicht: Keyboarder Thomas vergnügt sich noch mit seiner Violine, wenn er gerade nichts anderes zu tun hat. Dass die Kombination durchaus in die Hose gehen kann, kann man sich vorstellen – wollen doch mal sehen, wie die Franzosen das lösen.

Der Opener wirft den Hörer eigentlich direkt ins kalte Wasser, wenn mal erst mal um das Brumm-Intro herumgekommen ist, das sich irritierenderweise anhört, als würde die CD hektisch im Laufwerk rotieren. Unheilschwangere Gitarren und präzise, spärlich eingesetzte Drums leiten in den eigentlichen Song über, der mit viel Geschrei in den Strophen zwar überzeugen, aber noch nicht wirklich überraschen kann – erst der zweistimmige Refrain, bei dem Sänger Pierre von Bassistin Audrey unterstützt wird, verpasst einem eine Mordsgänsehaut. Dieses Niveau über die gesamte Albumdauer zu halten, wird enorm schwer.

Tatsächlich herrscht dann ein kleiner qualitativer Durchhänger, bis „Meshi’ha“ einen brutal zurück in die Wirklichkeit holt. Der Track hat ordentlich Groove, geizt aber gleichzeitig nicht mit recht fragilen Hintergrundgitarren, die eine etwas melancholische Stimmung heraufbeschwören. Fast fühlt man sich ein bisschen apokalyptisch, als würde man an einem Abgrund stehen und auf eine zerstörte Zivilisation herabblicken.

„An Ode To Myself“ ist dann mit großflächigen Gitarreninstrumentals ausgestattet und erinnert fast ein bisschen an Animals As Leaders, bis die Screams wieder einsetzen. Trotz des übermäßigen Riffings bleibt der Track spannend und an die Skiptaste wird hier nicht einmal gedacht.

Ob man es glaubt oder nicht, danach folgen mit Songs wie „Leave Scars“ wieder ein paar Stücke, die recht ungehört an einem vorbeiziehen, bis das finale „INRI“ schließlich ertönt. Der Song ist mit über sieben Minuten der längste der ganzen Scheibe, variiert aber ebenso wie „An Ode To Myself“ ziemlich schön zwischen unaufdringlichen Gitarren und wahren Riffbrechern. So ganz befriedigt ist man aber am Ende von „V.I.T.R.I.O.L. nicht – zu viele Lückenfüller belegen die Plätze auf der Tracklist, dabei agieren Memories Of A Dead Man eigentlich auf recht hohem Niveau, reizen das aber augenscheinlich nur in einigen wenigen Titeln komplett aus. Ziemlich schade, denn neben den zweistimmigen Vocals ist auch der Sänger solo nicht zu verachten und die Instrumentalfraktion kann ohnehin einiges. So reicht es aber leider nur für 6,5 Punkte.

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