Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Megaherz: Heuchler

Ganz eindeutig eine Band mit Format
Wertung: 8.5/10
Genre: Neue Deutsche Härte
Spielzeit: 52:9
Release: 25.07.2008
Label: ZYX Music

„Heuchelei ist ein moralisch negativ besetztes Verhalten. Sie äußert sich im Gegensatz zwischen dem von einer Person zur Schau getragenen Bild ihrer selbst und der Realität. Heuchelei dient der Manipulation anderer Menschen oder dem Aufrechterhalten eines positiven Selbstbildes bei anderen oder sich selbst.“

So die Definition zu Heuchelei von Wikipedia. Heuchler wurde nun auch das neueste Album der altbekannten NDH-Kombo Megaherz getauft, aber im Kontrast dazu rockt die CD ehrlich und direkt nach vorne. Megaherz – ja, eine altbekannte Formation, die schon viele starke CDs veröffentlicht hat, aber auch mit Neuheiten gut umzugehen weiß.

So hat sich das Line-Up in den letzten Jahren sehr verändert, aber dennoch nicht den alten Charme verloren hat.

So klingt der Titelsong „Heuchler“ auf Grund der Gitarren-Riffs schön retro-mäßig und erinnert, trotz des ungewohnt markanten – aber super passenden – Basslaufs, angenehm an die älteren CDs der Band. Aber natürlich lautet die Devise nicht nur „back to the roots“, denn beispielsweise „Das Tier“ klingt schön frisch und neu dank des gelungenen Einsatzes von Orchester-Elementen.

Mal eckt das Drumming wie bei „L’Aventure“ schon an der Metal-Ecke an, doch insgesamt befindet man sich in den Gewässern der Neuen Deutschen Härte. Eine wahre Hymne dieses Genres könnte „Mein Gral“ werden, da der Song erbarmungslos zum Mitsingen drängt und durch wummernde Riffs und klasse Auftakte bzw. Breakdowns niemanden unberührt lassen kann.

Fein arrangierten Synthesizer-Einsätzen, die eine astreine Kombination mit den treibenden Riffs ergeben, ist es zu verdanken, dass vermutlich niemand, der „Schau In Mein Herz“ hört, still stehen bleiben kann. Trotz all der tollen Songs ist mein wirklicher Favorit erst das neunte Stück der Platte: „Kaltes Grab“. Der neue Sänger Lex gibt alles, variiert vielmals die Gesangstechnik und singt das unheimliche Stück sehr emotional und lässt gemeinsam mit den perfekten Riffs der Gitarreros X-Ti und Roland eine Gänsehaut entstehen. Bassist Wenz und Drummer „Bam Bam“ verleihen dem Song den nötigen Druck, bis er dann schließlich in einem furiosen Gitarren-Solo endet.

Zu guter Letzt bietet die Münchener Kapelle noch einen instrumentalen Track namens „Morgenrot“, der schon regelrecht episch durch die Boxen dröhnt. Mit Gesang wäre dieser Track bestimmt auch sehr gut ausgefallen, aber direkt vermissen tut man ihn allerdings nicht – genau das, was ein Instrumental ausmachen sollte.

Megaherz haben so manche Krise mit häufigen Line-Up-Wechseln bestanden und trotz allem ein tolles neues Album aufgenommen, das sicherlich sowohl die alten, als auch die neuen Fans zufrieden stellen sollte – ganz eindeutig eine Band mit Format.

comments powered by Disqus

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna