Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Megadeth: TH1RT3EN

Perfektion in Perfektion
Wertung: 9.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 57:42
Release: 28.10.2011
Label: Roadrunner Records

Manchmal ist das Leben als Schreiber von CD-Reviews nicht einfach. Da sucht man verzweifelt nach irgendetwas zum Kritisieren und findet – nichts. Verzweiflung macht sich breit, irgendetwas muss es doch zu kritisieren geben. Doch mit jedem Hördurchgang wird die CD nicht im geringsten sperriger oder gar langweilig. Nein, immer interessanter wird das Teil. Es ist zum Haareraufen.

So ungefähr könnte man den Vorbereitungsablauf des Verfassers zum vorliegenden Review beschreiben. Dave Mustaine, immer als „kleiner Bruder“ von Metallica missbegünstigt, legt mit seiner Band Megadeth ein neues Album vor. Mal davon abgesehen, dass alle Alben der Band berechtigt hoch gelobt waren - in den letzten Jahren hat Dave Mustaine seinen alten Gegenspielern mehrfach und berechtigt gezeigt, was eine Harke ist. Auch wenn die beiden ehemals verfeindeten Bands inzwischen wieder eine gemeinsame Bühne teilten, so dürfte doch noch nicht alles gesagt sein. Um die lästigen Vergleiche abzuschließen: Während die eine große „M“- Band immer noch völlig erfolglos auf Selbstfindungstrip ist („Lulu!“), macht die andere einfach das, was sie schon immer macht, nämlich verdammt geile Musik.

Es ist wirklich schwierig, nicht in Lobhudeleien zu verfallen. Wenn man sich das Album näher anhört, dann wird man den Autor verstehen können. Beginnt man die CD von vorne und hat noch das Glück, entweder eine gute Stereoanlage oder noch besser hochqualitative Kopfhörer zu besitzen, so wird sofort der geile Sound der Scheibe ins Auge springen. Nicht nur der fabelhafte Klang des Rundlings ist bewundernswert, sondern vor allem die Spielereien mit rechts und links sind beeindruckend (deswegen Stereoanlage und nicht Auto-Bumm-schepper-Gedröhn). Eine beeindruckend gelungenen fette und gleichzeitig klare Produktion bringt hier maximalen Hörgenuss.

Die Songs sind so abwechslungsreich, wie sie im Heavy Metal nur sein können. Von schnellen, riffbetonten Nummern reicht die Bandbreite bis zu hooklineorientierten Stücken der ganz widerwärtigen Art mit vielen Widerhaken.

Besondere Beispiele auf der Scheibe sind eigentlich alle Lieder, das macht die Selektion so unglaublich schwer. „Public Enemy No. 1“ könnte sich durchaus zu einem neuen Klassiker der Formation entwickeln und auch „Guns, Drugs And Money“ hat das Potential dazu. Alleine diese Wertung benachteiligt schon wieder die anderen Songs, die diesen eigentlich in nichts nachstehen.  

Megadeth haben sich abermals selbst übertroffen. Da es kein schlechtes Album der Band gibt, fällt der Vergleich nach unten aus. Der einzige Grund, warum die CD keine zehn Punkte erhält ist die Tatsache, dass der Rundling nicht (aber wirklich, wirklich nur sehr knapp) über die Klassiker „Rust In Peace“ oder „Countdown To Extinction“ erhaben ist, denn diese waren Genre-bildend. Fast wäre das noch einmal geglückt.

Es gibt für Speed-, Thrash- und Heavy-Metal-Fans schlichtweg keine Entschuldigung, das Album nicht zu kennen. Sorry, aber so ist es.   

comments powered by Disqus

Dieses Jahr gleich fünf Bands am Start

Oster-Schlachtfest zur Vordisco-Zeit

Zwischenstopp zur ultimativen „The Ultimate Incantation“-Show

Mit „Adrenalin“ zur Hochtour aufgelaufen

„Ist halt so - Rock'n'Roll und fertig“

„Aber man weiß schon, wenn man Architects Of Chaoz hört, wo die Reise hingeht“

Treffpunkt erneut Gernhart Studio in Troisdorf

„Es gab in unserem Leben schon immer Thrash Metal und das wird auch immer so bleiben“

Geburtstag, Livemucke und Überraschungen

Für Weltmeisteranwärter im Kauz-Metal geeignet