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Megadeth: Super Collider

Tatsächlich eine Kollision
Wertung: 5,5/10
Genre: Heavy Metal / Speed Metal
Spielzeit: 45:14
Release: 31.05.2013
Label: Tradecraft Records / Universal Music

Man bringt die Band mit Superklassiker wie „Countdown To Extinction“, „Peace Sells ... But Who’s Bying?“ oder auch „A Tout Le Monde“ in Verbindung. Logisch, die Rede ist von Megadeth. Die Truppe mit ihrem schon immer polarisierenden Frontmann Dave Mustaine bringt das 14. Studioalbum. Nach dem sehr stark unterschiedlich bewerteten „TH1RT3EN“ kommt nun also die nächste Scheibe auf den Prüfstand.

Hier bei The-Pit.de hat der Vorgänger nicht so schlecht abgeschnitten (nicht so schlecht? Ein gewisser Thomas Seitz zückte seinerzeit stolze 9,5 Punkte für „TH1RT3EN“; Anm.d.Red.) und tatsächlich – die ersten Töne von „Super Collider“ klingen auch nicht schlecht. „Kingmaker“ ist ein ganz gut hörbarer Opener und auch der Titelsong geht noch ganz gut ins Ohr.

Ab nun geht es aber abwärts. Ziemlich schnell beschleicht einen das Gefühl, dass die Platte sehr unausgewogen ist. Einerseits donnern Megadeth fast wie zu „Countdown To Extinction“-Zeiten, doch praktisch im selben Moment eiern sie umher wie auf „Risk“. Dabei darf man die Songs technisch nicht einmal stark kritisieren, denn musikalisch und technisch sind die Musiker von Megadeth alle exzellent. Dennoch fragt man sich, was Titel wie „Burn!“ oder „The Beginning Of Sorrow“ im Hörer ansprechen sollen. Der erstgenannte Titel klingt schwer nach einer Aneinanderreihung guter, aber nicht zusammenpassender Riffs und „The Beginning Of Sorrow“ ist einfach nur unglaublich langatmig und flach. Ähnlich verhält es sich auch mit „The Blackest Crow“. Der Song, der schon strange mit einem Banjo-Intro beginnt, plätschert auch nur lustlos vor sich hin und vermittelt nicht einen einzigen Spannungsbogen oder gar Höhepunkt.

„Forget To Remember“ bäumt sich ein letztes Mal gegen den Verfall auf. Mehr als ein guter Mainstream-Rocker ist der Song zwar auch nicht, dennoch zählt er zu den besseren Titeln auf der Platte und darf daher als Tipp gelten.

Die Scheibe wurde in den bandeigenen Studios aufgenommen und präsentiert sich in absolut perfektem Klanggewand. Die Gitarren sägen schön, die Bassdrum tritt gut in den Hintern und der Gesang, na ja, der ist halt Mustaine. Dazu sei gesagt: Wer sich eine Megadeth-Platte anhört und über den Gesang schimpft, der hat entweder noch nie was von Megadeth gehört und somit keine Ahnung oder er macht es nur um zu schimpfen, weil er weiß, worauf er sich einlässt. Die (oft schräge) Stimme von Dave Mustaine gehört zu Megadeth wie das Salzwasser zum Pazifik – daran wird sich auch nichts ändern.

Trotzdem gehört die Platte nicht zu den größten Momenten der Band. Der Truppe jetzt aber den gleichen Abstieg zu prophezeien wie den Jungs von Metallica ist übertrieben. Bei Megadeth bemerkt man eine gewisse Plan-, aber keine Ideenlosigkeit. Das ist im anderen Lager deutlich anders. Insgesamt kommt „Super Collider“ dennoch nicht über das Mittelmaß hinaus.

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