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Megadeth: Rust In Peace – Live

Wie schnell doch zwanzig Jahre vergehen
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 82:21
Release: 17.09.2010
Label: Universal

Anlässlich des zwanzigsten Jubiläums ihres Albums „Rust In Peace“ zockten Megadeth im Palladium in Hollywood einen Gig, der für dieses Blu-ray aufgezeichnet wurde. Wie so üblich wurde deshalb das komplette Album gezockt. Man durfte also gespannt sein, wie die Qualität ausfiel, da wohl eher keine deutschen Fans den weiten Weg über den Atlantik zu diesem Anlass gefunden haben dürften. Der Gig wurde auch im Vorfeld als Videodreh beworben und somit war die Hütte natürlich brechend voll. Das Adrenalin muss in Strömen geflossen sein, wenn man die zahlreichen Publikumseinstellungen der Kameras sieht.

Die Band zockt wie gewohnt auf höchstem technischen Niveau und wird auch bildmäßig sehr gut in Szene gesetzt. Entgegen vieler anderer Konzert-Blu-rays wird hier ein eher dunkles Ambiente angeboten, welches idealerweise trotzdem nicht mit störendem Korn überzogen ist. Es ist schön zu sehen, wie detailgetreu auch die Fans hier gezeigt werden. Dann kommen wir auch schon zum ersten kleinen Kritikpunkt. Dieser fast 47 Minuten lange Gig lebt, wie für Megadeth üblich, praktisch nur von der Musik. Show wird ja traditionell weniger geboten bei den Amerikanern, natürlich auch dadurch bedingt, dass Mega-Dave an das Mikro gefesselt ist.

Der Sound ist überraschenderweise recht leise abgemischt, da muss man schon kräftig am Verstärker nachregeln. Mit einem recht kräftigen Tieftonbereich wird für einiges an Power gesorgt. Diesmal bin ich mir auch nicht wirklich sicher, ob ich den eigentlich nicht als Standard anzusehenden 2.0 Stereosound mit dem HD-Master Klang gleichsetzen muss. Das Publikum ist während der Songs ein wenig zu leise abgemischt, aber es gib noch einen recht peinlichen Fehler. Daves Gesang kommt naturgemäß aus dem Center-Lautsprecher. Aber irgendwie scheint da beim Mix was schief gegangen zu sein, denn er ertönt auch aus dem linken hinteren Speaker. Kein Weltuntergang, aber bei gewissen Momenten ein wenig störend.

Das eigentliche Blu-ray-Ereignis ist dann auch schon nach knapp 47 Minuten vorbei, aber es gibt trotzdem noch sechs weitere Songs dieses Gigs, bei denen dann „Symphony Of Destruction“, „Peace Sells“, „In My Darkest Hour“, „Trust“ und weitere Hits der Band gezockt werden, die eigentlich bei keinem Konzert fehlen dürfen. Absolut unverständlich ist, dass trotz dieser 27 zusätzlichen Liveminuten zwei Songs aus der Setlist nicht zum Besten gegeben werden. „Headcrusher“ und „The Right To Go Insane“ fallen einfach unter den Tisch und somit bleiben lediglich gute 73 Minuten Spielzeit über. Sehr, sehr dürftig, schließlich war man natürlich der Headliner.

Zumindest hat man dann noch fast achteinhalbminütiges „Behind The Scenes“-Material mit draufgepackt. Nett anzusehen, aber viel mehr auch nicht. Irgendwie hätte man sich, wenn man schon so was macht, ein wenig mehr Mühe geben können, das Ganze im edleren Rahmen zu präsentieren. Wenn da nicht das fantastische Publikum wäre, würde man sich immer wieder dabei erwischen, nicht erwartungsvoll auf den Bildschirm zu starren, sondern sich mit der schlichten, dem Anlass nicht entsprechenden Verpackung und dem nüchternen zweiseitigen Booklet zu beschäftigen.

Fazit: An den Performances und der Lightshow kann man nicht rütteln, da es der Standart von Megadeth ist. Spaß macht die Mucke allemal. Das Bild ist wirklich gut und beim Sound gibt es neben der zu leisen Grundeinstellung noch einen Fehler, der aber beim Bonusmaterial nicht auftritt. Insgesamt gerade mal 82 Minuten sind dann eigentlich auch schon recht frech. Hier hätte man wenigstens noch die Audio-CD wie bei der DVD-Veröffentlichung mit beipacken müssen. Interviews hätten auch nicht geschadet, aber das ist nun hinfällig. Ein schwach gefeiertes Albumjubiläum, auch wenn die Musik über jeden Zweifel erhaben ist.

 

Bildformat: 1080/50i

16:9

Tonformat: 5.1 DTS-HD Master Audio (48khz/24bit)

2.0 Stereo

Region: 0 (Worldwide)

FSK: 12

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