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meadow saffron: leaving the black square

Ein getriebenes Album voller beeindruckender Refrains
Wertung: 7/10
Genre: Post Rock, Indie Rock
Spielzeit: 39:09
Release: 14.11.2008
Label: Finest Noise

Ausnahmeweise steht hier eine Scheibe zur Debatte, die bereits vor einigen Jahren das Licht der Welt erblickte: Bereits im Herbst 2008 erschien nämlich das Debütalbum “leaving the black square” von meadow saffron. Ausnahmsweise wird hier auch alles kleingeschrieben, vom Bandnamen über die Songnamen bis hin zum Albumtitel. Ausnahmsweise deshalb, weil die Truppe mit „saving a sandbank“ gerade via Midsummer Records ihr zweites Full-Length-Album herausgebracht haben und man doch immer mal auf die Wurzeln einer Band schielen sollte, um einen eventuellen Fortschritt erkennen zu können. Daher also: Vorhang auf für 2008er – ja, was eigentlich? Am ehesten lassen sich meadow saffron noch im Bereich „Indie Rock“ oder „Post-Rock“ ansiedeln, „Rock“ wird der Truppe aber in jedem Fall gerecht und das muss eigentlich auch reichen, um die Band zu beschreiben – denn selbst anhören sollte sie sich ohnehin jeder, der auf abwechslungsreiche und leidenschaftliche Musik steht.

Da wäre schon direkt der Opener „the medical director“, der sich mit filigranen Gitarren anschleicht, dann die komplette Instrumentalfraktion mit ins Boot holt und im Hintergrund die Gitarren weiter flirren lässt, während der Sänger sich mit leicht schiefem, aber inbrünstigem Gesang in den Vordergrund schiebt. Vor allem der Refrain geht schnell ins Ohr, ohne gefällig zu wirken, vielmehr wird der Hörer zum Tanzen angeregt und die Bewegung kann man sich auch in den heimischen vier Wänden kaum verkneifen.

Dass Sänger David ordentlich was auf dem Kasten hat, wird beim episch ausufernden „history of dreams“ sehr deutlich. Klar sind die teils gerufenenen, lang gezogenen Vocals sicherlich nicht jedermanns Sache, aber die Band hat mit ihrem Fronter auf jeden Fall ein ordentliches Wiedererkennungsmerkmal in petto. Ein weiterer großer Pluspunkt, den die Siegener sich auf’s Fähnchen schreiben können, sind die Refrains: Da mag ein Song noch so ungewöhnlich anfangen wie das von einer Akustikgitarre und einem leicht stolpernden Schlagzeug eingeleitete „crossed the line“, spätestens im Refrain haben die Jungs gewonnen: Wo Davids Gesang vorher noch leicht schräg anmutete und ein bisschen nach Studentenmucke klang (sorry!), zeigt der Refrain so richtig Eier und gibt dem Song einen ordentlichen Schub nach vorne. Dabei lässt sich gar nicht richtig beschreiben, warum auf einmal Gänsehaut auf den Armen wächst – meadow saffron müssen schlichtweg gehört werden, um verstanden zu werden.

Mit „clouds“ drehen die Siegener am Ende noch mal richtig auf, getrieben von anfangs blumigen und dann immer schriller werdenden Gitarren singt und schreit sich der Fronter durch den Track, hektisch, beinah verzweifelt beschließt die Band damit ihr knapp 40-minütiges Erstlingswerk.

Fazit: „leaving the black square“ ist ein interessantes, leidenschaftliches Album, das auch acht Jahre nach seiner Veröffentlichung noch alle aktuellen und vergangenen Trends beiseite schiebt und sich gut und gerne mehrfach hören lässt. Im Review zum aktuellen Album „saving a sandbank“ wird sich dann zeigen, wie und ob die Truppe sich weiterentwickelt hat.

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