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Maze: Empires And Endings

Weiter so!
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 31:17
Release: 01.02.2009
Label: Eigenproduktion

Wer das Review zum neuen Album von Sienna Skies gelesen hat, sollte sich inzwischen bewusst sein, dass Australien von Deathcore bis Post-Hardcore allerhand hochkarätige Bands aufzuweisen hat – sowohl bekannte, wie auch enorm talentierte junge Formationen, die noch einen Labeldeal suchen. So ist es auch mit dem aus Sydney stammenden Quintett Maze, die sich dem melodischen Metalcore verschrieben haben.

Mit den sanften Gitarrenklängen und gelungenem, klaren Gesang des Songs „Altaria“ wird die EP eröffnet, bis dann treibende Gitarrenriffs und gekonntes Screaming dieses so ruhige Intro ablösen. Maze verstehen es erstaunlich gut, einen Kontrast zwischen harten und aggressiven Riffs mit herzergreifenden Melodien zu erbringen, so ertönt bei dem zweiten Track „A Friend Namend Hope“ gerade noch der Refrain um im nächsten Moment in kräftige Breakdowns und massive Energieschübe auszubrechen, die sich bei den Hörern in anstrengendem Headbanging äußern werden. Kurz vor dem finalen und wohl nackenschädlichstem Riff zu Ende des Songs folgt noch eine epische Bridge mit gesprochenen Vocals, die man in etwa mit Adepts „Let’s Celebrate, Gorgeous!“ vergleichen kann.

Das Riffing hingegen lässt sich eher mit den Architects vergleichen, auch wenn es nicht ganz so technisch ist – stimmlich überzeugen Maze mit brutalen Screams und klarem Gesang, der nicht in einer extrem hohen Tonlage stattfindet, wie es zur Zeit bei vielen neuen Bands modern ist, sondern in einer normaleren, etwas tieferen Lage, sodass sich Parallelen zu For The Fallen Dreams und As I Lay Dying erkennen lassen, auch wenn diese beiden Bands natürlich weitaus weniger mit klarem Gesang arbeiten als Maze. Mit dem wohl energetischsten Refrain dieser CD wartet „Breakfast At Elevensies“ auf, bevor dann ein angenehmes Instrumental mit dem klassischen Titel „Interlude“ groovendes Drumming mit verspielten, harmonischen Gitarren kombiniert und die Überleitung zum letzten, wohl aggressivsten Song „Parting Words“ bildet. Die Gitarren versuchen sich im polyphonen Stil gegenseitig an die Wand zu spielen, der Drummer verleiht dem Song durch ausgiebigen Einsatz der Becken einen weiteren bombastischen Touch und die Vocals harmonieren perfekt mit den teils brutalen Breakdown-Riffs und den teils melodiösen Parts.

Ich kann jedem Fan von melodiösem Metalcore nur ans Herz legen die MySpace-Präsenz dieser jungen Band zu besuchen und mal reinzuhören – allerdings sollten auch Fans von Deathcore nicht abgeneigt sein, mal vorbeizuschauen, denn die Pre-Production-Samples zum nächsten Release, die man dort anhören kann, klingen extrem vielversprechend und übertreffen das alte Material um Längen – allein bei diesem kurzen Ausschnitt kann man bereits die gewachsene Reife der Band erkennen, der Sound klingt fetter, brutaler, groovender, die Riffs sind weitaus origineller und technischer, die Vocals aggressiver und die Melodien ein absoluter Ohrwurm. Wenn Maze diesen Grad der Weiterentwicklung beibehalten und kleinere Mankos wie etwa das auf dieser EP noch nicht voll ausgenutzte Stimmvolumen ausbessern, wird spätestens der nächste Release dieser Formation einschlagen wie eine Bombe – und dann ist auch ein Labeldeal nicht mehr fern. Dennoch ist auch diese EP ein Geheimtipp für alle, die gerne harte Gitarrenmusik mit beachtlichen Melodien und klarem Gesang hören.

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