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Masterstroke: Sleep

Die nächste klasse Band aus Finnland
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Metal , Power Metal
Spielzeit: 41:56
Release: 25.01.2008
Label: Dynamic Arts Records

Mit Masterstroke macht sich eine neue Band aus Finnland auf, den Melodic /Power Metal im Jahre 2008 mit ihrer aktuellen Langrille „Sleep“ so richtig aufzumischen. Nach der 2006er Debütscheibe „Apocalypse“ ist „Sleep“ das zweite Werk der Jungs. Leider war „Apocalypse“ damals nur in Japan, Russland und in den restlichen Ländern der ehemaligen Sowjetunion zu bekommen, da das Label, unter dessen Fittichen die Jungs damals waren, bankrott ging.

Nun ist aber das Jahr 2008, ein Jahr, in dem man nach vorne schaut und dies angesichts des Albums „Sleep“ und der schon angekündigten Tour der Jungs (sie werden Jon Oliva´s Pain supporten) nun wahrlich nicht sonderlich schwer fällt.

Eines vorweg: Die Jungs erfinden den Melodic Metal mit Power Schlagseite sicher nicht komplett neu, doch das, was die Jungs hier bieten, macht auf jeden Fall trotzdem Spaß und vermag einen ohne großes Anecken mit sich hinfort zu reißen. Und dabei leisten Janne Juutinen (Drums), Markus Kekoni (Gitarre), Niko (Vocals, Gitarre), Jussi Kulomaa (Keyboards) und Marko Kolehmainen (Bass) auch handwerklich erstklassige Arbeit. Doch nun zu den Songs im Einzelnen...

Der Hörer wird mit dem Intro „Transition“ gleich mal auf Spur gebracht. „Killing Creatures“ bietet ein Mainriff, das dem ein oder anderen auch später im Ohr hängen geblieben sein wird. Zum ersten Mal hören wir Niko´s kräftige, ganz leicht kratzige und nie zu sehr nervend hohe Stimme. Und wir können uns auch ganz leicht ein Bild machen von den musikalischen Fähigkeiten, welche diese Musiker ihr Eigen nennen. Ein sehr starker Einstand auf dieser Scheibe! In dem mit positiver Stimmung angereichterten „Turn Away“ dominieren wieder wunderschöne Melodiearrangements, welche zu gefallen und überzeugen wissen.

„Under Our Command“ klingt da schon aggressiver und bietet daher auch viel mehr Gelegenheit, die Rübe zu schütteln. Ich würde sagen, dass dieser Song das ausmacht, was die Jungs wollen … sie sind hungrig, sie wollen alles und alle werden sie vor ihnen knien. Dieser Song transportiert sehr viel Energie, das haben die Jungs wirklich sehr gut gemacht. Zu dem Midtempo-Schmuckstückchen „Another Failure“ gebe ich gleich mal eine Warnung mit auf den Weg: Vorsicht, Ohrwurmgefahr! Ich ertappte mich nicht wenige Male dabei, den Refrain im Ohr zu haben und mitzusingen. Außerdem gibt es hier ein hübsches Gitarrensolo.

„The Circle“ startet mit dem Einsatz eines Pianos und für das, was die Jungs dann im direkten Anschluss an ihren Instrumenten zaubern, sage ich verehrenderweise nur „Kiitos!“ Ein Stück, das die Brücke schlägt zu meinen Melodic Metal- Heroes der Vergangenheit, als da waren Morgana Lefay und auch Letter X (auch wenn diese Band vielen unter Euch wahrscheinlich nicht geläufig ist). Und auch gespickt mit einem wieder mal genialen Gitarrensolo. Sehr, sehr starkes Teil, dieser Song!

„Being Me“ nimmt danach so richtig an Fahrt auf. Das Teil besticht durch sein harsches Riffing, was richtig gut rüberkommt. Allerdings tritt das Keyboard auch durch ein Solo stark in den Vordergrund…wah, sowas finde ich ehrlich gesagt schrecklich. Daher unterm Strich leider ein weniger starkes Stück, obwohl der Rest auch hier wieder stimmt.

So, als ob es eingespielt von Vinyl käme, kommen die ersten Töne des Titeltracks „Sleep“ durch den Äther. Das folgende Riff ist schlicht und einfach göttlich! Dies ist DER Song der Scheibe schlechthin! Hammer, was die Jungs hier gezaubert haben. Und da stört auch das Keyboard keineswegs, sondern passt perfekt. Ultrastarkes Teil, dieser Song!

Der Songtitel „Silent“ ist, bezogen auf das, was da in diesem powervollen Stück alles passiert, äußerst unpassend. Das Teil strotzt nur so vor Energie, nicht zuletzt durch Niko´s straighte Stimme. Aber auch der Rest der Jungs gibt auch hier wieder alles...also nix von wegen "still"... „Final Journey“ … yes, dies ist leider schon das letzte Stück der CD … mann, sind die 40 min. so schnell vorüber? Auch hier besteht wieder akute Gefahr, einen heftigen Muskelkater im Nackenbereich zu bekommen, bei diesem Hammerriffing, das die Jungs wieder mal vom Stapel lassen. In diesem Song schwingt, wenn auch fast unterschwellig, eine melancholische Note mit. Nicht so stark, wie es Sentenced zu deren Lebzeiten immer getan haben, aber dennoch kann man mitleiden, speziell auch wieder in dem klasse Gitarrensolo. Eine engelsgleiche Frauenstimme erklingt und der Song faded mit Keyboardsounds aus … und ein klasse Album erfährt einen sehr gefühlvollen Abschluss.

Auf die Produktion bezogen gibt es nichts anzukreiden, denn der Sound ist schön klar, fett und präsent. Was ich dennoch zu meckern hätte, wäre der hier und da etwas überzogene Einsatz des Tasteninstruments. Dies sollten die Jungs vielleicht noch einmal überdenken, aber ansonsten ist alles bestens.

Fazit: Masterstroke sind die nächste Band aus Finnland, die mich vollstens zu beigeistern wissen. Melodic- und Power Metal-Fans können mit dem Erwerb von "Sleep" ganz und gar nichts falsch machen, denn das Album ist der Hammer!

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